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		<title>IGMG - Islamische Gemeinschaft Milli Görüs</title>
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	<description>Die neuesten Nachrichten aus der IGMG - Onlineredaktion.</description><language>{$plugin.tt_news.displayXML.xmlLang}</language><image>
		<title>IGMG - Islamische Gemeinschaft Milli Görüs</title>
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	<width></width><height></height><description>Die neuesten Nachrichten aus der IGMG - Onlineredaktion.</description></image><generator>TYPO3 - get.content.right</generator><docs>http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss</docs><lastBuildDate>Tue, 09 Feb 2010 13:09:00 +0100</lastBuildDate><item>
	<title>Freiheit im Islam</title>
	<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/02/09/freiheit-im-islam.html</link>
<description>Der Begriff Freiheit ist ein in verschiedenen Disziplinen wie Religion, Philosophie und Politik unterschiedlich diskutierter und komplexer Begriff. Deshalb ist es schwierig, eine Definition zu finden, die alle Aspekte dieses Begriffs umfasst. Aus diesem Grund soll in diesem Artikel lediglich eine Beschreibung der verschiedenen Aspekte des Begriffs Freiheit vorgenommen werden.</description><content:encoded><![CDATA[
	<p class="bodytext"><b><span lang="TR"></span></b><b><span lang="TR">Freiheit und Sklaverrei</span></b></p>
	<p class="bodytext">&nbsp;</p>
	<p class="bodytext"><span lang="TR">In Bezug auf die islamischen Gebote und in der religiösen Literatur wird Freiheit als Gegenteil von Sklaverrei verwendet. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Sklaverrei ursprünglich eine Praxis war, die sich mit dem Islam etabliert hätte. Zu den Ursachen von Sklaverrei gehören vorwiegend Kriege und die Praxis des römischen Rechts, wonach der Schuldner, der seine Schulden nicht begleichen konnte, als Eigentum des Geldgebers galt.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </span></p>
	<p class="bodytext"><span lang="TR">&nbsp;</span></p>
	<p class="bodytext"><span lang="TR">Im Islam ist die Freiheit dem Menschen wesentlich.[1]</span> So wie im islamischen Recht der Grundsatz gilt, dass man keine Schulden hat, solange dies nicht bewiesen wird, so galt der Mensch auch frei, bis erwiesen war, dass er ein Sklave ist. Das bedeutet: Der Mensch mit seiner Geburt frei, Sklaverrei ist kein wesentlicher, sondern ein nachträglich erworbener Zustand.&nbsp; </p>
	<p class="bodytext"><span lang="TR">&nbsp;</span></p>
	<p class="bodytext"><span lang="TR">In diesem Sinne wurden Sklaven im Islam nicht als Eigentum angesehen, sondern mit Rechten ausgestattet </span><span lang="TR">([24:33]; [2:221]; [4:25]) und von einigen </span><span lang="TR">Pflichten befreit </span><span lang="TR">([4:25]; [24:4]). So mussten sie beispielsweise nicht das Freitagsgebet verrichten, nicht die Pilgerfahrt (Hadsch) antreten, keine Plichtabgabe (Zakât) zahlen und nicht opfern (Kurbân). Ihnen wurde eine Reihe rechtlicher Pflichten erlassen. Ferner wurden sie vor unmenschlicher Behandlung beschützt ([4:36]; Buchârî, Îmân, 22; Muslim, Ajmân, 29-42; Ahmad bin Hanbal, Musnad</span>, I, 78; IV, 35-36), es wurde als verdienstvoll – quasi als Gottesdienst (Ibâda) – angesehen, Sklaven freizukaufen bzw. freizulassen ([4:92]; [5:89]; [58:3]; [90:13]). Ein Teil der Zakât-Einnahmen wurde sogar ausschießlich für die Befreiung von Sklaven verwendet ([9:60]). Zu beachten ist hierbei: Abgesehen von den psychologischen und gesellschaftlichen Hürden, die einer revolutionären Abschaffung der Sklaverrei zur Zeit der Verkündung im Wege stünden, hätte dies zu einer sozialen Krise ohnegleichen geführt, was wiederrum die Abschaffung der Sklaverrei verhindert hätte.</p>
	<p class="bodytext"><span lang="TR">&nbsp;</span></p>
	<p class="bodytext"><span lang="TR">An dieser Stelle muss auch auf einen anderen Aspekt von Freiheit aufmerksam gemacht werden, nämlich die Freiheit der Meinung und der Gedanken. Der blinde Gehorsam gegenüber einer Ideologie, einer Denkschule, einer religiösen oder politischen Organisation kann als eine Art Sklaverrei gesehen werden und wird vom Islam nicht gutgeheißen. Denn die blinde Parteinahme macht blind und taub. So jedenfalls heißt es im Koran ([7:179]; [7:195]; [7:198]; [10:43]; [11:20]). In zahlreichen Koranversen wird die unbedachte Fortführung von Traditionen der Altvorderen missbilligt; die Nachahmung der Vorfahren, obwohl diese offenbar einen Fehler begehen, wird getadelt ([5:104]; [7:28]; [10:78]; [21:53]; [26:74]; [31:21]; [43:22-23]). Der Koran ruft die Menschen, welchen die Fähigkeit gegeben wurde ihren Verstand zu benutzen, zum Nachdenken auf ([2:219] [2:266]; [6:50]). Ausgehend von der zutreffenden Überlegung, dass das Denken der Gottesdienst des Verstandes ist, kann es nicht sein, dass das Denken eines anderen Menschen ohne eine gründliche Abwägung übernommen wird, nur weil sie von jemand bestimmten kommt und obwohl eindeutige Argumente dagegen sprechen. Vor dem Hintergrund dieser Überlegung kann nur Muslim sein, wer geitsig frei ist. Denn der Mensch ist nur in dem Maße frei, in dem er frei denken und dementsprechend handeln kann. Nur dies ermöglicht ihm Herr über sich selbst zu sein.</span></p>
	<p class="bodytext"><span lang="TR">&nbsp;</span></p>
	<p class="bodytext"><b><span lang="TR">Freiheit und Recht</span></b></p>
	<p class="bodytext">&nbsp;</p>
	<p class="bodytext"><span lang="TR">Im Recht ist Freiheit jenes freie Handeln des Menschen innerhalb der Grenzen der Gesetze. Jedes Gesetz hat nämlich ein die Freiheit eingrenzenden Aspekt; und da eine Gesellschaft ohne Gesetze nicht vorstellbar ist, gibt es auch keine absolute Freiheit. Deshalb hat Bousset treffend gesagt, dass dort, wo jeder alles tun darf, niemand irgendwas tun kann oder anders formuliert, dass dort, wo jeder Herr ist, in Wahrheit jeder ein Sklave ist. Doch auch die von den Gesetzen gewährte Freiheit basiert auf dem Prinzip der Gutgläubigkeit. Ansonsten würden auch Gesetze die Freiheit nicht schützen. Dementsprechend endet die Freiheit des einen dort, wo sie für den anderen beginnt, Freiheit kann nur eingefordert werden, solange sie dem anderen nicht schadet.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </span></p>
	<p class="bodytext"><span lang="TR">&nbsp;</span></p>
	<p class="bodytext"><span lang="TR">Aus diesem Blickwinkel betrachtet gehen Freiheit und Recht ineinander über und können schließlich synonym verwendet werden. Grenzen sind in folgenden Fällen gegeben:</span></p>
	<p class="bodytext"><span lang="TR">&nbsp;</span></p>
	<p class="bodytext"><span lang="TR">1-&nbsp;&nbsp;&nbsp; </span><span lang="TR">Wenn das Recht dazu verwendet wird, um anderen zu schaden, wenn etwa der Todkranke sich von seiner Frau scheiden lässt, damit sie kein Anrecht auf seinen Nachlass erheben kann.</span></p>
	<p class="bodytext"><span lang="TR">&nbsp;</span></p>
	<p class="bodytext"><span lang="TR">2-&nbsp;&nbsp;&nbsp; </span><span lang="TR">Wenn der Gebrauch vom Recht zu einem Schaden führt, der von dem Rechtssystem nicht gebilligt wird. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn jemand eine Klärgrube gräbt, die das saubere Grundwasser seines Nachbarn verschmutzt.</span></p>
	<p class="bodytext"><span lang="TR">&nbsp;</span></p>
	<p class="bodytext"><span lang="TR">3-&nbsp;&nbsp;&nbsp; </span><span lang="TR">Wenn allgemein ein unverhältnismäßiger Schaden für Dritte entsteht, also beispielsweise wenn zum Beispiel in einem lebenswichtigen Bereich wie der der Lebensmittelproduktion alle Bäcker ihre Arbeit gleichzeitig niederlegen würden.</span></p>
	<p class="bodytext"><span lang="TR">&nbsp;</span></p>
	<p class="bodytext"><span lang="TR">4-&nbsp;&nbsp;&nbsp; </span><span lang="TR">Wenn kein rechtmäßiges Interesse besteht, etwas wenn jemand das Dach seines Hauses absichtlich so baut, dass die Aussicht seines Nachbarn versperrt wird.</span></p>
	<p class="bodytext"><span lang="TR">&nbsp;</span></p>
	<p class="bodytext"><span lang="TR">5-&nbsp;&nbsp;&nbsp; </span><span lang="TR">Wenn eine Unverhältnismäßigkeit zwischen Interessen besteht. Dies ist etwa der Fall, wenn die Ernte eines Landwirts, der eine Ackerfläche gepachtet hat, um Getreide anzubauen, nach Ablauf der Frist vom Landeigentümer zerstört wird, obwohl das Getreide aufgrund des ungünstigen Wetters noch nicht vollständig herangereift war, abgeerntet zu werden. Obwohl in diesem Fall der Vertrag rechtmäßig beendet werden darf, wird er aufgrund eines unvorhersehbaren Umstands verlängert, so dass das Getreide bis zur Reife wachsen kann.[2]</span></p>
	<p class="bodytext"><b><span lang="TR">&nbsp;</span></b></p>
	<p class="bodytext"><b><span lang="TR">Freiheit und Verantwortung</span></b></p>
	<p class="bodytext">&nbsp;</p>
	<p class="bodytext"><span lang="TR">Auch der menschliche Wille und die Freiheit stehen in einem Verhältnis. Der menschliche Wille ist die Kraft zur Wahl und zum Handeln. Damit eine Person für ihr Handeln verantwortlich gemacht werden kann, muss sie einen Willen besitzen, sie muss die Freiheit besitzen zu wählen, es darf keinen Zwang geben. Mit anderen Worten: Es kann nicht von Verantwortung gesprochen werden, wenn es keine Freiheit gibt. Aus diesem Grund wurde dem Menschen der freie Wille zum Wählen gegeben. Im Koran wird dies deutlich zur Sprache gebracht: <i>„</i></span><i><span lang="TR">Wir leiteten ihn gewiss des Weges, ob er (nun) dankbar oder undankbar gewesen war.</span></i><i><span lang="TR">“</span></i><span lang="TR"> [76:3]; <i>„</i></span><i><span lang="TR">Und sprich: </span></i><i><span lang="TR">„</span><span lang="TR">Die Wahrheit ist von euerem Herrn. Wer nun will, der glaube, und wer will, der glaube nicht.</span></i><i><span lang="TR">“</span></i><span lang="TR"> [18:29]; <i>„</i></span><i><span lang="TR">Tut nur, was ihr wollt. Er sieht ja alles, was ihr tut.</span></i><i><span lang="TR">“</span></i><span lang="TR"> [41:40] Wenn man zusätzlich die Verse berücksichtigt, die den Zwang in der Religion verbieten ([2:256]; [10:99]; [9:129]), sieht man, dass es dem Menschen frei steht, zu wählen, nachdem ihm die göttliche Botschaft erreicht hat. Die persönliche Verantwortung ist hier grundlegend. Das Individuum kann frei wählen, entweder glaubt es und erlangt so Errettung oder verleugnet und nimmt die jenseitige Strafe auf sich. Im Koran steht unmissverständlich, dass die Aufgabe des Propheten und somit aller anderen Gläubigen lediglich in der Verkündung (Tablîğ) besteht ([3:20]; [5:92] [5:99]; [24:54]; [88:22]). Aus diesem Grund stand es auch Andersgläubigen, die in einem mehrheitlich muslimischen Staat lebten, frei, ihre Religion zu wählen, zu praktizieren und die Angelegenheiten, die das Personenrecht betreffen, selbstständig zu regeln. Im Bereich des Öffentliches Rechts waren sie, wie alle anderen Bürger, den Gesetzen des Staates unterstellt.[3]</span></p>
	<p class="bodytext"><span lang="TR">&nbsp;</span></p>
	<p class="bodytext"><b><span lang="TR">Freiheit und Mystik</span></b></p>
	<p class="bodytext">&nbsp;</p>
	<p class="bodytext"><span lang="TR">Aus Sicht der islamischen Moral (Achlak) und der Mystik (Tasawwuf) besteht Freiheit in der Befreiung von den eigenen Triebseele (Nafs) bzw. allem Weltlichen und des Eingehens in die alleinigen Dienerschaft gegenüber Gott. Anders gesagt: Wer Gott dient, ist frei. Kuschajrî meinte sogar, dass das Wesen der Freiheit in der Vervollkommenung der Dienerschaft liege.[4]</span> Demnach kann gesagt werden: Je stärker die Bindung an Gott, desto freier ist der Mensch. In diesem Sinne ist Freiheit der Gipfel der Dienerschaft.<a name="_ftnref" href="index.php?type=100#_ftn5">[5]</a> Das Wesen der Freiheit besteht darin, alles außer Gott aus seinem Herzen zu verbannen, in einem Stein und einem Klumpen Gold dasselbe zu sehen. Dies mag widersprüchlich erscheinen, ist es aber nicht. Denn es bedeutet, sich von den Fesseln der Triebseele zu befreien. So sagte Mevlana: <i>„O Herr! Jeder Diener (Sklave) freut sich, wenn er freigelassen wird. Ich aber freue mich, dir zu dienen.“<a name="_ftnref" href="index.php?type=100#_ftn6">[6]</a></i>,<i></i>und Fâtih<i></i>dichtete:<i> „Möge mich Gott nicht von meiner Dienerschaft befreien.“</i> Der Kommentar von Abû Alî al-Dakkâk (gest. 405/1015) schließlich erhellt diese Aussage: <i>„Wer die Erde unabhängig von ihr betritt, dessen Rechenschaft wird leicht sein, wenn er in das Jenseits übersedelt.“</i><a name="_ftnref" href="index.php?type=100#_ftn7">[7]</a><i></i></p>
	<p class="bodytext"><span lang="TR">&nbsp;</span></p>
	<p class="bodytext">(Aus dem Türkischen übersetzt von Ali Mete)</p>
	<div>
		<p class="bodytext"><br /></p>
		<p class="bodytext">
			<hr></p>
		<div id="ftn">
			<p class="bodytext"><a name="_ftn1" href="index.php?type=100#_ftnref"><span><span lang="TR"><span>[1]</span></span></span></a><span lang="TR"> Sarachsiî, <i>a<span>l-Usûl</span></i>, II, 222; Mawsilî, <i>al-Ichtijâr</i>, III, 32; IV, 143; Bahûtî, <i>Scharhu Muntahal Irâdât</i>, III, 558; Hurr al-Âmilî, <i>al-Wasâil</i>, XV, 176, Nr. 20226</span></p>
		</div>
		<p class="bodytext">&nbsp;</p>
		<div id="ftn">
			<p class="bodytext"><a name="_ftn2" href="index.php?type=100#_ftnref"><span><span lang="TR"><span>[2]</span></span></span></a><span lang="TR"> Für eine Analyse dieses Sachverhalts und weitere Beispiele siehe Saffet Köse, <span>„</span><i>İslam Hukukunda hakkın Kötüye Kullanılması</i><span>“</span>, Istanbul, 1997, S. 51ff.</span></p>
		</div>
		<p class="bodytext">&nbsp;</p>
		<div id="ftn">
			<p class="bodytext"><a name="_ftn3" href="index.php?type=100#_ftnref"><span><span lang="TR"><span>[3]</span></span></span></a><span lang="TR"> Siehe auch Saffet Köse, <span>„</span>Din Özgürlüğü<span>&nbsp; </span>ve Barış Yolunda İki Farklı Tecrübe [Dinsel Şiddet<span>&nbsp; </span>Süreci: Hıristiyanlık- Farklılıklarla Bir Arada Yaşama Örneği: Müslüman Toplumlar]<span>“</span>, <span>„</span><i>İslam Hukuku Araştırmaları Dergisi</i><span>“</span>, Ausgabe 5, Konya, 2005, S. 13-48</span></p>
		</div>
		<p class="bodytext">&nbsp;</p>
		<div id="ftn">
			<p class="bodytext"><a name="_ftn4" href="index.php?type=100#_ftnref"><span><span lang="TR"><span>[4]</span></span></span></a><span lang="TR"><i>ar-Risâla</i> (Hrg. Abdülkerim el-Atâ), Damaskus, 2000, S. 349</span></p>
		</div>
		<p class="bodytext">&nbsp;</p>
		<div id="ftn">
			<p class="bodytext"><a name="_ftn5" href="index.php?type=100#_ftnref"><span><span lang="TR"><span>[5]</span></span></span></a><span lang="TR"><i>Kaşşâfu Istilâhât</i>, Kalkutta, 1862, I, 292</span></p>
		</div>
		<p class="bodytext">&nbsp;</p>
		<div id="ftn">
			<p class="bodytext"><a name="_ftn6" href="index.php?type=100#_ftnref"><span><span lang="TR"><span>[6]</span></span></span></a><span lang="TR"> Tâhirul Mavlawî, <i>Scharh al-Masnawî</i>, Konya, 1963, I, 40</span></p>
		</div>
		<p class="bodytext">&nbsp;</p>
		<div id="ftn">
			<p class="bodytext"><a name="_ftn7" href="index.php?type=100#_ftnref"><span><span lang="TR"><span>[7]</span></span></span></a><span lang="TR"> Kuschajrî, S. 349</span></p>
		</div>
		<p class="bodytext">&nbsp;</p>
	</div>
	]]></content:encoded><category>Islam</category><category>Sunna</category>
<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 13:08:00 +0100</pubDate>
</item><item>
<title>Mehrtägiges Seminar für Studenten im Regionalverband Nord-Ruhr</title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/02/09/mehrtaegiges-seminar-fuer-studenten-im-regionalverband-nord-ruhr.html</link>
<description>Die Frauenabteilung des Regionalverbands Nord-Ruhr organisierte ein mehrtägiges Seminar für Studenten, das auf reges Interesse stieß.</description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext">Als Gastredner waren Murat Ileri, Melek Okur-Vural und Ali Özgür Özdil eingeladen. Als erstes hielt der Regionalverbandsvorsitzende, Murat Ileri, ein Seminar unter dem Titel “Die weltlichen Aufgaben der Muslime”. Darin gab er den anwesenden Studierenden wichtige Ratschlage und Empfehlungen wie diese am besten zu verrichten sind.</p>
<p class="bodytext">Anschließend hielt Sozialpädagogin, Melek Okur-Vural, interessante Vorträge in deutscher Sprache mit den Titeln “Muslim sein oder schein?”, “Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der beste Muslim im ganzen Land?&quot; und “Wieso, Weshalb, Warum- Wer nichts tut bleibt stumm!”. Diese stießen bei den teilnehmenden Studierenden auf großes Interesse.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Abschließend hielt Islamwissenschaftler Ali Özgür Özdil einen lehrreichen Vortrag mit Beispielen aus seinem Leben. Desweiteren teilte Özdil, der auch im interreligiösen Dialog aktiv ist, seine Erfahrungen im interreligiösen Dialog mit den Studierenden. &nbsp;(fy)</p>
]]></content:encoded><category>Verband</category><category>FrauenAbteilung</category>
<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 10:30:00 +0100</pubDate>
</item><item>
<title>Vorsitzendentreffen im Regionalverband Nord-Ruhr </title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/02/09/vorsitzendentreffen-im-regionalverband-nord-ruhr.html</link>
<description>Bei einem Treffen des IGMG-Regionalverbands Nord-Ruhr besprachen die Vorsitzenden der einzelnen Abteilungen die für dieses Jahr geplanten Veranstaltungen und stellten ihre neuen Projekte vor. </description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext">Der regionale Vorsitzende für Gemeindeentwicklung, Ufuk Ulun, begrüßte zunächst die Anwesenden und bedankte sich bei den einzelnen Abteilungen für ihr Erscheinen.&nbsp; In einer kurzen Ansprache gab er Auskunft über die jüngsten Aktivitäten seiner Abteilung. Als nächstes informierte der Vorsitzende der Jugendabteilung, Abdulkerim Işık, die Anwesenden über die geplanten Aktivitäten der Jugendabteilung. Auch die Frauenabteilung legte Bericht über vergangene Aktivitäten ab und gab Auskunft über geplanten Projekte und Veranstaltungen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Nach den Ausführungen der Abteilungen hielt der Regionalverbandsvorsitzende, Murat Ileri eine Rede. “Teamgeist ist die Basis für erfolgreiche Zusammenarbeit. Ich bin der Überzeugung, dass die für dieses Jahr geplanten Aktivitäten durch gemeinsames Handeln erfolgreicher verlaufen werden. Wir hoffen den Weg, den wir eingeschlagen haben, mit ihnen gemeinsam beschreiten zu können, indem wir einander unterstützen. Denn Erfolge kann man nur durch erfolgreiche Zusammenarbeit erzielen”, sagte Ileri. Im Anschluss an seine Rede hielt Murat Ileri einen lehrreichen Vortrag bevor das Treffen mit einer Koranrezitation beendet wurde. (fy)</p>
]]></content:encoded><category>Verband</category>
<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 10:00:00 +0100</pubDate>
</item><item>
<title>Großbritannien kündigt strengere Visaregelungen für ausländische Studenten an </title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/02/09/grossbritannien-kuendigt-strengere-visaregelungen-fuer-auslaendische-studenten-an.html</link>
<description>Großbritannien will ausländischen Studenten die Visa-Bedingungen erschweren. Es soll dadurch vermieden werden, dass das Studenten-Visum durch illegale Beschäftigung missbraucht wird.</description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext"> Es sollen von den ausländischen Studenten unter anderem bessere Sprachkenntnisse verlangt und die zusätzlichen Verdienstmöglichkeiten gekürzt werden, teilte das britische Innenministerium am Samstag mit.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"> „Jene ausländische Studenten, die ernsthaft hier studieren wollen, sind uns nach wir vor willkommen&quot;, erklärte Innenminister Alan Johnson. Die neuen Visa-Bedingungen richteten sich gegen jene, die vor allem wegen Arbeit nach Großbritannien kämen. Unter anderem soll die Zahl der wöchentlich erlaubten Arbeitsstunden halbiert werden. Studenten dürfen vor dem ersten Abschluss künftig nur noch zehn Stunden arbeiten statt wie bisher 20 in der Woche, begleitenden Angehörigen wird die Arbeitsaufnahme gänzlich untersagt. Zu Kursen, die weniger als sechs Monate dauern, dürfen künftig keine Angehörigen mehr einreisen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Insbesondere trifft es die Studenten aus den Ländern Nepal, Nordindien und Bangladesch. Seit letzter Woche nimmt Großbritannien keinen Visaantrag von Studenten aus diesen&nbsp;Ländern an, die Zahl der Anträge sei einfach zu groß. Im vergangenen Jahr nahmen Schätzungen zufolge 280.000 junge Menschen aus dem Ausland ein Studium in Großbritannien auf. Die neuen Bestimmungen sollen in den kommenden Wochen in Kraft treten. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">30 Prozent der ausländischen Studierenden, die mit einem Studentenvisum ins Großbritannien eingereist sind, belegen hauptsächlich kurzzeitige Kurse anstatt länger dauernde Studienkurse mit anschließendem Hochschulabschluss, sagte Johnson. (ab)</p>
]]></content:encoded><category>International</category>
<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 09:30:00 +0100</pubDate>
</item><item>
<title>Menschenrechtsorganisation kritisiert Israels Verhalten zum Gaza-Krieg</title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/02/09/menschenrechtsorganisation-kritisiert-israels-verhalten-zum-gaza-krieg.html</link>
<description>Israel zeige „kein Interesse an einer neutralen und gründlichen Untersuchung“ zu möglichen Menschenrechtsverletzungen während des Gaza-Angriffs, warf die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch Israel vor.</description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext"><b></b></p>
<p class="bodytext">Die interne Untersuchung der israelischen Armee habe lediglich soldatischen Ungehorsam und Verstöße gegen die Einsatzregeln zu Tage gebracht. Sie habe sich jedoch nicht mit der Frage auseinandergesetzt, ob die Regeln selbst gegen internationales Kriegsvölkerrecht verstießen, kritisierte HRW-Vertreter Joe Stork. Nach eigenen Angaben liegen der Menschenrechtsorganisation Hinweise darauf vor, dass israelische Soldaten in 19 Fällen während der Gaza-Offensive gegen das Völkerrecht verstießen. Dabei seien 53 Zivilisten getötet wurden. Damit habe die israelische Armee „offensichtlich Kriegsvölkerrecht verletzt&quot;.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Israelische Militärjuristen hätten jedoch bei ihrem Treffen mit den HRW-Vertretern die Zweifel an den Bemühungen um eine unparteiische interne Untersuchung der Armee zu möglichen Kriegsverbrechen nicht ausgeräumt, hieß es weiter.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Bereits im Januar hatte sich Israel in einer Antwort auf die Forderung der UNO-Vollversammlung zum Goldstone-Bericht gegen den Vorwurf Kriegsverbrechen begannen zu haben verteidigt. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Bei dem israelischen Angriff auf Gaza vor einem Jahr sind mehr als 1400 Palästinenser getötet worden. In Gaza besteht weiterhin eine akute humanitäre Notlage.(ab)</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
]]></content:encoded><category>International</category><category>Palästina</category>
<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 09:00:00 +0100</pubDate>
</item><item>
<title>Merkel vernachlässigt die Integrationsarbeit</title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/02/09/merkel-vernachlaessigt-die-integrationsarbeit.html</link>
<description>Der Vorsitzende des Islamrates für die Bundesrepublik Deutschland, Ali Kizilkaya, hält ein stärkeres Engagement von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Integrationspolitik für notwendig. Er sagte, viele Muslime seien wegen der Debatte über den Bau von Minaretten und über die steigende Islamfeindlichkeit verunsichert. Deshalb könne es ein wichtiges Signal sein, wenn sich die Kanzlerin persönlich einbringe und mit positiven Impulsen gegen Vorurteile eintrete.</description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext">Kizilkaya regte zudem eine rasche Sitzung der Deutschen Islamkonferenz an. Es gebe viel Diskussionsbedarf. Die bisherigen Treffen hätten leider noch keine „nachhaltigen Ergebnisse“ geliefert. Erste Ansätze seien da, jedoch fehle es an Impulsen für die konkrete Umsetzung. So stehe „der religionsverfassungsrechtlich gebotene Umgang mit den muslimischen Religionsgemeinschaften noch in einem sehr frühen Stadium“. Zudem sollten Personen, die die Zukunft der Muslime in Deutschland mitgestalten, ein Mindestmaß an Legitimation durch die muslimische Bevölkerung vorweisen können, so Kizilkaya. Der Erfolg der Beratungen werde gefährdet, wenn der Staat einseitig einige unabhängige Leute einfach zu den Vertretern sogenannter nicht-organisierter Muslime ernenne.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Auch der SPD-Innenexperte Sebastian Edathy warf der Bundeskanzlerin vor, das Thema Integration „sträflich zu vernachlässigen“. Es reiche nicht aus, wenn Merkel wie im vergangenen Jahr medienwirksam Einbürgerungsurkunden überreiche. Notwendig seien vielmehr „konkrete politische Entscheidungen“ etwa für eine Verbesserung der Chancen von Migranten auf dem Arbeitsmarkt. Die Kanzlerin bleibe aber „ebenso untätig“ wie ihre Integrationsbeauftragte Maria Böhmer (CDU), die eine „krasse Fehlbesetzung“ sei. (sa)</p>
]]></content:encoded><category>Deutschland</category><category>Islamkonferenz</category><category>Migration</category><category>Gesellschaft</category>
<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 08:00:00 +0100</pubDate>
</item><item>
<title>Koranwettbewerb im Regionalverband Freiburg</title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/02/08/koranwettbewerb-im-regionalverband-freiburg.html</link>
<description>Der IGMG-Regionalverband Freiburg-Donau veranstaltete unter der Leitung der Irschadabteilung einen Koranwettbewerb in der Altersgruppe 10 bis 18 Jahren, an dem viele Ortsgemeinden des Verbandes teilnahmen. Der Veranstaltungsort Salon Blumberg war vollständig ausverkauft.</description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext">Nachdem der Vorsitzende der Irschadabteilung des Regionalverbandes, Haluk Çimen, die Gäste über den Verlauf und die Regeln des Wettbewerbes aufgeklärt hatte, bekam der Verbandsvorsitzende Rasim Gül das Wort und bedankte sich sowohl bei den Gästen als auch bei den Wettbewerben und deren Familien für ihre rege Teilnahme.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Die Jury, die aus den Imamen verschiedener Ortsgemeinden (Bakır Akkuş, Necip Taşdelen, Adem Arslan, Adem Özdemir) und einem Gelehrten von der IGMG-Zentrale (Osman Arslantürk) bestand, hatte große Schwierigkeiten, unter den qualitativ sehr hochwertigen Koranrezitationen der Wettbewerbsteilnehmer zu differenzieren.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Schließlich erreichte in der ersten Kategorie, der Altersgruppe 10 bis 13 Jahren, Kazım Canbolat aus Tuttlingen den ersten Platz, gefolgt von Ömer Altuntaş von der gastgebenden Gemeinde Blumberg auf dem zweiten und Enes Yıldız von der Moscheegemeinde in Freiburg auf dem dritten Rang.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Auch in der zweiten Kategorie mit Teilnehmern zwischen 14 und 18 Jahren schaffte es ein Teilnehmer aus der Gemeinde Tuttlingen, Yasin Erzengin, als Sieger aus dem Wettbewerb hervorzugehen. Yasin Vardar aus Villingen belegte dabei in der Rangliste Platz zwei, während es Alparslan Babur aus Blumberg als Dritter in die Werteordnung schaffte.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Somit wird der Regionalverband Freiburg-Donau bei dem Finale am 21. Februar 2010 in Straßburg von Kazım Canbolat und Yasin Erzengin vertreten.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Nachdem den Gewinnern ihre Preise übergeben wurden, hielt zunächst der Theologe Osman Arslantürk von der IGMG-Zentrale eine Rede. Anschließend wurde das Wort an Cüneyt Kulaç, einem Ehrengast aus der Türkei, übergeben.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Die Veranstaltung wurde nach Chorgesängen sowie Gedichtrezitationen von Kinder- und Jugendgruppen mit einer abschließenden Koranrezitation beendet. (bua)</p>
]]></content:encoded><category>Verband</category>
<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 10:00:00 +0100</pubDate>
</item><item>
<title>Hass und Vorurteile – Allzu menschlich? </title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/02/08/hass-und-vorurteile-allzu-menschlich.html</link>
<description>„Vereinfacht, erschwert nicht. Bringt frohe Botschaft, lasst andere nicht hassen.“ (Muslim)</description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext">Wie einfach ist es doch andere Menschen zu kritisieren, schlecht über sie zu reden oder gar Hass und Vorurteile gegenüber ihnen zu hegen. Doch wie schwer scheint es dahingegen, bloß ein Lob auszusprechen oder einer Person seine Zufriedenheit mitzuteilen? Wie viel Kraft kostet es manchmal, auch nur ein einziges Vorurteil aus der Welt zu schaffen?&nbsp; </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Woher kommt diese Ambivalenz? Sie scheint dem Menschen angeboren, allzu menschlich zu sein, wenn man bedenkt, dass es sie überall gibt, egal ob in Europa oder Lateinamerika, ob bei Reich oder Arm, ob unter Muslimen, Christen oder Nichtgläubigen. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Nicht umsonst wird also der Mensch im Koran als voreilig und ungeduldig beschrieben. Er ist undankbar, hängt an seinem Besitz und ist stets auf seinen Vorteil aus. Obwohl er über allen anderen Geschöpfen steht. Das Wesen des Menschen ist mit guten und schlechten Fähigkeiten ausgestattet.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Vor diesem Hintergrund ist die Empfehlung des Propheten Muhammad (saw) durchaus konsequent und wirkmächtig, auch wenn sie auf den ersten Blick einfach erscheinen mag. Sie spiegelt die Schlichtheit des Islams wider. Wenn die Möglichkeit besteht, soll man den einfacheren Weg gehen, statt seine Angelegenheit unnötig kompliziert zu machen. Dies bezieht sich auf alles, was im Alltag vorfallen kann. Ebenso die zweite Empfehlung in dem Hadith. Konstruktivität in fast jeder Hinsicht sollte die Destruktivität ersetzen.</p>
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<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="boxiki"><b>Weitere Hadith-Kommentare aus unserer Reihe &quot;Ein Hadith - Ein Gedanke&quot; finden Sie </b><b><a href="islam/ein-hadith-ein-gedanke.html" class="external-link-new-window" ><img src="fileadmin/img/icons/external_link_new_window.gif" alt="">hier</a>.</b></p>
]]></content:encoded><category>Islam</category><category>Ein Hadîth - Ein Gedanke</category>
<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 10:00:00 +0100</pubDate>
</item><item>
<title>Unzureichende Deutschkenntnisse als Kündigungsgrund</title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/02/08/unzureichende-deutschkenntnisse-als-kuendigungsgrund.html</link>
<description>Ist ein Arbeitnehmer nicht in der Lage, in deutscher Sprache abgefasste Arbeitsanweisungen zu lesen, so kann eine ordentliche Kündigung gerechtfertigt sein. Das hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt entschieden. (2 AZR 764/08). Es stelle keine nach § 3 Abs. 2 AGG verbotene mittelbare Benachteiligung wegen der ethnischen Herkunft dar, wenn der Arbeitgeber von seinen Arbeitnehmern die Kenntnis der deutschen Schriftsprache verlangt, soweit sie für deren Tätigkeit erforderlich ist.</description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext">Dem Urteil lag der Fall eines Spaniers zugrunde, der seit 1978 als Produktionshelfer in einem Betrieb der Automobilzulieferindustrie beschäftigt war. Ihm war mit der Begründung gekündigt worden, er sei nicht in der Lage, in deutscher Sprache abgefasste schriftliche Arbeitsanweisungen zu verstehen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Die Erfurter Richter entschieden letztinstanzlich, die deshalb ausgesprochene ordentliche Kündigung sei gerechtfertigt. Es stelle keine verbotene Benachteiligung wegen der ethnischen Herkunft des Arbeitnehmers dar, wenn der Arbeitgeber von seinen Beschäftigten die Kenntnis der deutschen Schriftsprache verlange, soweit sie für deren Tätigkeit erforderlich sei. Dies sei anzunehmen, wenn etwa der Arbeitgeber aus Gründen der Qualitätssicherung schriftliche Arbeitsanweisungen einführt. Laut BAG ist dies im Sinne des Gesetzes ein legitimes, nicht diskriminierendes Ziel.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Das Unternehmen habe dem Arbeiter auch ausreichend Gelegenheit gegeben, die fehlenden Sprachkenntnisse zu erwerben. So habe der Kläger auf Kosten des Arbeitgebers während der Arbeitszeit bereits einen Deutschkurs absolviert. Weitere Sprachkurse wurden ihm empfohlen, er nahm daran jedoch nicht teil. Im Jahr 2001 war er schriftlich darüber unterrichtet worden, dass die Kenntnis der deutschen Sprache in Wort und Schrift zu seinem Stellenprofil gehörte. Auch der Betriebsrat habe einer ordentlichen Kündigung des Klägers zugestimmt, nachdem sie ihn mehrmals vergeblichen aufforderten, Maßnahmen zur Verbesserung seiner Deutschkenntnisse zu ergreifen. (sa)</p>
]]></content:encoded><category>Deutschland</category><category>Entscheidungen</category><category>Recht</category><category>Migration</category>
<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 08:30:00 +0100</pubDate>
</item><item>
<title>„Minarett-Projekt“ erhält Auszeichnung</title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/02/08/minarett-projekt-erhaelt-auszeichnung.html</link>
<description>Im Folkwang Museum verlieh die Essener mfi management für Immobilien AG zum inzwischen siebten Male den mfi Preis für Kunst am Bau und erstmals auch einen Förderpreis. Der erste mfi-Förderpreis-Gewinner 2009 ist der Hamburger Künstler Boran Burchhardt, der für sein „Minarett-Projekt“ ausgezeichnet wurde. Sein Minarett-Projekt im Auftrag der Centrum-Moschee im Hamburger Stadtteil St. Georg fand viel Lob und Anerkennung bei der hochkarätig besetzten Jury. Für dieses Projekt hatte der Künstler die 20 Meter hohen Minaretten mit grünen Sechsecken bemalt.</description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext">Eine achtköpfige, hochkarätig besetzte Fachjury, unter anderem aus Kunsthistorikern, Kunstkritikern und Architekten, würdigte hier einen Künstler, der mit seinem Projekt die gewohnten Rahmenbedingungen und Kategorien von „Kunst am Bau“ in einer erweiterten Form von „Kunst im öffentlichen Raum“ facettenreich verwandelt. „Mit seiner Arbeit hat Boran Burchhardt ein ausdrucksstarkes Gegenbild zu den gängigen Medienbildern geschaffen, die den Raum der Moschee als Hort islamischer Fundamentalisten von einem religiösen Raum zu einem tief sitzenden Feindbild verwandelt haben. Diese Kraft zum Gegenbild markiert eine der Grundfesten der Kunst“, sagte Dr. Sabine Maria Schmidt.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Die Formen habe Burchhardt so gestaltet, dass sie auf viele Weise lesbar werden. Der Betrachter aus dem westlichen Kulturkreis denke an das Muster eines Fußballs. Für den Muslim sei das Sechseck ein religiöses Symbol und zeige die Gegenwart Gottes in der Welt. Die Farbe Grün stehe ferner für den Propheten, nach der Überlieferung war es seine Lieblingsfarbe, heißt es in einer Erklärung des mfi. Außerdem erinnern die Sechsecke an Honigwaben, so&nbsp;Ramazan Ucar, Vorsitzender des Bündnisses Islamischer Gemeinden in Norddeutschland,&nbsp;„und so wie die Bienen in ihren Waben Honig produzieren, so soll auch in einer Moschee Honig gepredigt werden, und kein Hass.“ Gerade diese Mehrdeutigkeit sei sowohl vom Künstler als auch vom Vorsitzenden der Glaubensgemeinschaft in St. Georg gewünscht, erklärte die Jury.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Der „mfi Förderpreis“ hat das Ziel, einen viel versprechenden Ansatz zu würdigen und damit die weitere künstlerische Entwicklung zu fördern. Der „mfi Preis“ zeichnet hingegen herausragende Kunstprojekte aus und würdigt die gelungene Zusammenführung von Kunst und Bauwerk. Der 69-jährige Hannoveraner Künstler Timm Ulrichs erhielt die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung für sein Werk „Versunkenes Dorf“. Die Ehrung der Preisträger wird in Anwesenheit der Künstler im Rahmen eines Festakts im nächsten Jahr vorgenommen. (sa)</p>
]]></content:encoded><category>Deutschland</category><category>Gesellschaft</category>
<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 08:00:00 +0100</pubDate>
</item><item>
<title>Treffen der Gemeindeentwickler in Nord-Ruhr</title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/02/07/treffen-der-gemeindeentwickler-in-nord-ruhr.html</link>
<description>Der IGMG-Regionalverband Nord-Ruhr begann sein Arbeitsjahr mit einem Treffen der Gemeindeentwickler. </description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext">Der regionale Vorsitzende für Gemeindeentwicklung, Ufuk Ulun, bedankte sich bei den Anwesenden für ihr Erscheinen und sagte: „Eine Organisation braucht Mitglieder, daher entwickelten wir das Motto „Werde Mitglied, werbe Mitglieder“. Mithilfe eurer Hilfe haben wir in vielen Gemeinden neue Mitglieder gewonnen. Ich danke euch für eure Bemühungen.“ </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Anschließend bekam der Regionalverbandsvorsitzende, Murat Ileri, das Wort und gab Auskunft über die regionalen Aktivitäten und Projekte. „Der dreijährige Islam-Kurs wurde erfolgreich beendet und die Schülerinnen und Schüler haben ihre Urkunden erhalten. Anmeldungen für den nächsten Kurs haben bereits begonnen. Letztes Jahr konnten wir diesen Kurs in zwei Gemeinden anbieten. Ich hoffe, dass bald alle Gemeinden in der Lage sein werden, ihn anzubieten. Denn unser Ziel ist es nützliche, gebildete neue Generationen auszubilden.“ </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Als nächstes hielt der Vorsitzende für Gemeindeentwicklung, Ibrahim Kaygisiz, eine Ansprache. „Der Unterschied von IGMG zu anderen Organisationen ist wie der Unterschied zwischen Krieg und Frieden. Wir streben danach ewige Glückseligkeit, moralische Grundsätze, Toleranz und Frieden zu verbreiten und Generationen zu erziehen, die der Gesamtgesellschaft von nutzen sind und sie bereichern. Um das zu erreichen und damit das Wohlgefallen Allahs zu erlangen, bringen wir alle gerne Opfer.“ (fy)</p>
]]></content:encoded><category>Verband</category>
<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 10:30:00 +0100</pubDate>
</item><item>
<title>Hetze gegen Muslime trägt Früchte: Ärztin verweigert die Behandlung</title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/02/07/hetze-gegen-muslime-traegt-fruechte-aerztin-verweigert-die-behandlung.html</link>
<description>In einer Donaueschinger Zahnarztpraxis verweigerte eine Kieferorthopädin dem 16-jährigen Cihad Celik die Regulierung seiner Zahnspange, weil sie dessen Vornamen als „Kriegserklärung gegen alle Nicht-Islamisten“ interpretierte. Die Familie erwägt eine Strafanzeige. Der Antisemitismus-Forscher Wolfgang Benz sieht in der Diskriminierung ein Beweis dafür, dass die Hetze gegen Muslime in Deutschland Früchte trägt.</description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext">Im baden-württembergischen Donaueschingen hat sich eine Ärztin geweigert, einen 16-jährigen Jungen zu behandeln, der den Vornamen Cihad trägt. Im Gespräch mit dem „Schwarzwälder Bote“ sagte die Ärztin, ihr sei der Name des Jungen beim Blick auf das Patientenblatt „wirklich übel aufgestoßen“. Sie habe damit Gewaltbereitschaft assoziiert und empfinde den Namen als Kriegserklärung gegen alle „Nicht-Islamisten“. Sie wolle „nichts mit gewaltbereiten Menschen zu tun haben“. &nbsp;Inzwischen bereue sie es sehr, den Jungen mit der Zahnspange am vergangenen Dienstag nicht behandelt zu haben. Der Junge könne ja nichts dafür, dass seine Eltern ihn so genannt haben, so die Orthopädin. „Ich will mich einfach entschuldigen“, sagte die Ärztin dem „Südkurier“.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Der Leiter des Berliner Zentrums für Antisemitismusforschung, Wolfgang Benz, zeigte sich „zutiefst erschreckt“ über den Vorfall: „Das ist ein Beweis dafür, dass die Hetze gegen Muslime in unserem Lande Früchte trägt“, sagte Benz am Freitag der Frankfurter Rundschau. Das sei „mehr als theoretische sogenannte Islam-Kritik, die sich irgendwo in den Zeitungsfeuilletons abspielt“, so Benz. „Das ist eine praktische Wirkung, da wird einem Menschen, der einen bestimmten Namen hat, von dem man auf seine kulturelle Zugehörigkeit schließt, die ärztliche Behandlung verweigert. Ich bin entsetzt.“ &nbsp;Es werde zum Teil mit den gleichen Mitteln, mit denen einst gegen Juden gehetzt wurde, Stimmungsmache gegen Muslime gemacht.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Dabei ist der türkische Vorname „Cihad“ in der Türkei „so gebräuchlich wie bei uns Christian“, erklärt Johannes Zimmermann vom Islamwissenschaftlichen Institut der Universität Heidelberg. Der eigentliche Sinn des Wortes Dschihad sei sich bemühen, anstrengen, kämpfen um das moralisch Gute; selbst das tägliche Arbeitengehen, um die Familie zu versorgen, falle unter den Begriff. Eine ganz banale Deutung seines Namens steuert der 16-Jährige mit den Worten bei: „Wenn ich meiner Oma einen Kaffee anbiete, ist das Cihad“. (sa)</p>
]]></content:encoded><category>Deutschland</category><category>Menschenrechte</category><category>Diskriminierung</category>
<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 08:15:00 +0100</pubDate>
</item><item>
<title>Grüne fordern Streichung des Optionszwangs</title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/02/07/gruene-fordern-streichung-des-optionszwangs.html</link>
<description>Die Grünen drängen auf die Streichung der so genannten Optionspflicht im Staatsangehörigkeitsrecht, nach der sich hierzulande geborene Kinder von ausländischen Eltern mit Erreichen der Volljährigkeit zwischen der deutschen Staatsangehörigkeit und der ihrer Eltern entscheiden müssen. Diese Regelung sei „integrationspolitisch kontraproduktiv und verfassungsrechtlich zumindest bedenklich“, argumentiert die Fraktion in einem entsprechenden Gesetzentwurf (BT-Drucksache 17/542).</description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext">„Selbst die schwarz-gelbe Bundesregierung scheint mit der derzeitigen Optionsregelung nicht zufrieden zu sein. Laut Koalitionsvertrag sollen die Erfahrungen auf möglichen Verbesserungsbedarf hin überprüft und ggf. entsprechende Änderungsvorschläge erarbeitet werden“, heißt es in der Vorlage weiter. Auch kenne kein anderer Staat der Welt einen derartigen „Optionszwang“. Eine Streichung des Optionszwangs wird Deutschland auf das normale europäische und internationale Niveau heben, „was sich auch daran zeigt, dass damit ein von Deutschland erklärter Vorbehalt zum Europäischen Übereinkommen über die Staatsangehörigkeit entfallen könnte.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">“Memet Kilic, Sprecher für Migrations- und Integrationspolitik der Grünen im Bundestag, sagte, nicht die Kompliziertheit des Optionszwanges sei das Problem, sondern der Optionszwang selbst. „Jugendliche, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, verstehen völlig zu Recht nicht, warum sie sich zwischen dem 18. und 23. Lebensjahr für die eine und gegen die andere Staatsangehörigkeit entscheiden müssen. Das ist integrationspolitischer Unsinn und eine krasse Ungleichbehandlung gegenüber Jugendlichen aus EU-Staaten sowie aus binationalen Ehen, die beide Staatsangehörigkeiten behalten dürfen“, so Kilic. (sa)</p>
]]></content:encoded><category>Deutschland</category><category>Recht</category><category>Gesellschaft</category><category>Migration</category>
<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 08:00:00 +0100</pubDate>
</item><item>
<title>Wettbewerb im Regionalverband Paris </title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/02/06/wettbewerb-im-regionalverband-paris.html</link>
<description>Die Studentenabteilung des IGMG-Regionalverbands Paris richtet ein Wettbewerb aus, bei dem islamische Themen wissenschaftlich analysiert werden sollen. Ziel des Wettbewerbs in französischer Sprache ist, Studenten zum wissenschaftlichen Arbeiten zu motivieren.</description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext">Der Wettbewerb richtet sich an alle französisch sprechenden Studenten aus Europa und Kanada. Mit dem Wettbewerb beabsichtigt der Regionalverband Paris muslimischen Studenten dabei zu helfen sich bei der Auseinandersetzung mit islamischen Texten eine systematische und methodische Vorgehensweise unter Einbezug von Quellen anzueignen und wissenschaftlich zu arbeiten. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Desweiteren sollen die Studenten lernen unter Heranziehung der islamischen Quellen Antworten auf aktuelle Fragen zu finden und Lösungswege zu entwickeln.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Der Wettbewerb findet in französischer Sprache statt, damit die Studenten die erforderlichen Kompetenzen entwickeln, um im wissenschaftlichen Bereich oder im Alltag in französischer Sprache islamische Prinzipien darlegen können. Ferner sollen sie Kompetenzen entwickeln, bestehende Vorurteile gegen den Islam wissenschaftlich zu widerlegen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Bezüglich des Wettbewerbs gab die Jugendabteilung in der Frauenabteilung des Regionalverbands Paris Folgendes bekannt: „Wir möchten, dass Muslime den Islam aus den Quellen lernen, verstehen und umsetzen und mit ihrer muslimischen Identität und gleichzeitig mit der Gesellschaft, in der sie leben, im Reinen sind. Wir hoffen, dass sie die Gesellschaften, in denen sie leben, mit ihren Ideen, Wertvorstellungen und ihrer Unterstützung bereichern. Zudem möchten wir auch nicht-muslimische Studenten dazu einladen am Wettbewerb teilzunehmen.“ </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Die Wettbewerbsteilnehmer sollen Antworten 40 Fragestellungen aus den Bereichen Koran, Geschichte der Propheten, Prophetenbiographie, Fiqh, islamische Geschichte, Tasawwuf/Ahlaq und aktuelle Themen bearbeiten.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Nach der Auswertung wird die Jury die drei Gewinner bekanntgeben. Die wissenschaftlichen Ausarbeitungen sollen bis zum 20. März 2010 an die E-Mail-Adresse <a href="javascript:linkTo_UnCryptMailto('ocknvq,goi0rctku/kfhBjqvockn0ht');" >emg.paris-idf[at]hotmail.fr</a> gesandt werden. (fy)</p>
]]></content:encoded><category>Verband</category><category>FrauenAbteilung</category>
<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 10:00:00 +0100</pubDate>
<enclosure url="http://www.igmg.de/uploads/media/ISLAMI_ILILMLER_ARASTIRMA_YARISMASI_AFIS_1_VE_2.pdf" length ="709976" type="application/pdf" /></item><item>
<title>Schweiz: Illegale Migranten sollen bald nach Kosovo zurück</title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/02/06/schweiz-illegale-migranten-sollen-bald-nach-kosovo-zurueck.html</link>
<description>Illegalen Migranten aus dem Kosovo droht bald die Abschiebung aus der Schweiz. Gemeinsam mit der Schweiz hat Kosovo ein Rückübernahmeabkommen unterzeichnet, das die Überstellung von illegal in die Schweiz eingewanderten Kosovaren beinhaltet. </description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<h2><span></span></h2>
<p class="bodytext">Bei seinem Besuch in der Schweiz unterzeichnete der Innenminister von Kosovo, Zenun Pajaziti, gemeinsam mit der Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf ein Rückübernahmeabkommen. Es sei eine legale Basis für eine bereits bestehende Praxis zur Rückführung von Staatsbürgern mit illegalem Aufenthalt in die Heimat, berichtete die Vorsteherin des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartementes.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Da die Schweiz seit knapp einem Jahr das Kosovo als ein sicheres Land erachtet, sollen Flüchtlinge, die nicht mehr als verfolgt gelten, in ihre Heimat zurückkehren. Vom neuen Abkommen, das noch in diesem Jahr in Kraft treten soll, sind nach Angaben der Bundesrätin ein paar Dutzend Kosovaren betroffen. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Unterdessen warnen Menschenrechtsorganisationen in der Schweiz vor der Gefahr, dass die Schweizer Behörden bei Rückführungen wenig Rücksicht auf die besonders problematische Situation der Roma nehmen würden.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"> Innenminister Pajaziti sagte jedoch vor den Medien in Bern, dass die Situation für die Roma schwierig sei, sich aber vieles geändert habe. Das junge Land habe sich auch verpflichtet, die Rechte von Minderheiten zu achten. (ab)</p>
<h2><span></span></h2>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
]]></content:encoded><category>International</category>
<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 09:00:00 +0100</pubDate>
</item><item>
<title>Hutba – Wer Gutes tut, dem widerfährt auch Gutes</title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/02/05/hutba-wer-gutes-tut-dem-widerfaehrt-auch-gutes.html</link>
<description>„Unser Herr, gib uns im Diesseits Gutes und im Jenseits Gutes und hüte uns vor der Strafe des Feuers.“ (Sure Bakara, [2:201])</description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext"><b><span lang="NL">Verehrte Muslime,</span></b></p>
<p class="bodytext"><span lang="NL">normalerweise beenden wir unser Gebet (Salâh) mit einigen Bittgebeten (Duâ) im Sitzen. Zu den am meisten gesprochenen Bittgebeten gehört der folgende Koranvers: <b><i>„Unser Herr, gib uns im Diesseits Gutes und im Jenseits Gutes und hüte uns vor der Strafe des Feuers.“</i></b> (Sure Bakara,</span><span lang="TR"> [2:201]</span><span lang="NL">) Indem wir dieses Bittgebet oft sprechen, versuchen wir uns stets daran zu erinnern, dass es wesentlich ist, Gutes zu tun, damit einem auch Gutes widerfährt. Es ist von fundamentaler Bedeutung, dass wir nicht nur unser Gebet mit diesem Wunsch beenden, sondern auch das Jenseits in unser Bittgebet einschließen.</span></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><b><span lang="NL">Verehrte Geschwister,</span></b></p>
<p class="bodytext"><span lang="NL">Gutes zu tun führt auf die eine oder andere Weise immer dazu, dass man selbst auch belohnt wird. Deshalb soll man auf eine schlechte Tat mit guten Taten reagieren bzw. seine eigenen Fehltritte mit guten Taten </span><span lang="NL">versuchen </span><span lang="NL">auszugleichen. Wie folgender Vers verdeutlicht, wird nichts von dem, was wir tun, verloren gehen: <b><i>„Und die im Verlangen nach dem Angesicht ihres Herrn standhaft bleiben und das Gebet verrichten und von dem, was er ihnen beschert, im verborgenen und öffentlich spenden, und die das Böse mit Gutem abwehren - diese werden mit der Wohnung belohnt.“</i></b></span><span lang="NL"> (Sure Râd, </span><span lang="TR">[13:22]</span><span lang="NL">)</span><span lang="NL"> Es ist jedoch nicht die Belohnung im Diesseits, auf die wir hoffen. Vielmehr erhoffen wir uns, im Jenseits zu den Gläubigen zu gehören, deren Sünden vergeben werden und die in das Paradies (Dschanna) eintreten dürfen. Im Koran heißt es folgendermaßen: <b><i>„Wer mit Gutem kommt, der soll dafür Gutes erhalten, und vor dem Schrecken dieses Tages sollen sie verschont bleiben.“</i></b></span><span lang="NL"></span><span lang="TR">(Sure Naml, [27:89])</span></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><b><span lang="NL">Verehrte Muslime,</span></b></p>
<p class="bodytext"><span lang="NL">wir glauben fest daran, dass uns Gott für jede gute Tat belohnen wird, egal wie unbedeutend sie uns auch erscheinen mag. </span>Uns ist bewusst, dass Menschen nunmal Geschöpfe sind, die auch Fehler begehen können. Doch trotz allem sollten wir uns in Geduld üben und uns darum bemühen, keine schlechte Tat mit einer weiteren zu vergelten, sondern auf eine schlechte Tat eine gute folgen zu lassen. Denn Gott verheißt uns: <b><i>„Diese werden ihren Lohn doppelt empfangen, weil sie ausharrten und das Böse mit Gutem zurückwiesen und von dem, womit wir sie versorgten, spendeten.“</i></b><span lang="NL"></span><span lang="TR">(Sure Kasas, [28:54])</span></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><span lang="NL">Und auch unser geliebeter Prophet Muhammad (saw) motivierte uns mit dem Versprechen, dass wir für jede gute Tat vielfach belohnt werden, und sagte: </span><b><i><span lang="NL">„Die guten Taten werden zehnfach bis siebenhundertfach belohnt.“</span></i></b><span lang="NL"></span><span lang="TR">(Buchâri, Îmân, 21, 1/29) </span><span lang="NL">Ferner empfahl er uns, auf eine schlechte Tat eine gute folgen zu lassen: </span><b><i><span lang="NL">„Lasse jeder schlechten Tat eine gute folgen, damit die schlechte gelöscht wird.“</span></i></b><span lang="NL"></span><span lang="TR">(Tirmizî)</span><span lang="NL"> Möge uns Gott ermöglichen stets Gutes zu tun und möge er uns von allem Schlechten fernhalten.</span></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><b><span lang="NL">IGMG-Irschadabteilung</span></b></p>
]]></content:encoded><category>Freitagspredigt</category>
<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 10:00:00 +0100</pubDate>
</item><item>
<title>US-Sicherheitsfirma Blackwater steht unter Korruptionsverdacht</title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/02/05/us-sicherheitsfirma-blackwater-steht-unter-korruptionsverdacht.html</link>
<description>Die US-Sicherheitsfirma Blackwater soll nach einer tödlichen Schießerei in Irak etwa eine Million Dollar Schmiergeld gezahlt haben, um die Lizenz im Irak zu verlängern. Dies berichtete die Zeitung „New York Times“. Nun muss sich die Firma dem Vorwurf stellen.</description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext"> Einem Zeitungsbericht zufolge prüft das US-Justizministerium, ob Angestellte der Sicherheitsfirma Blackwater irakische Regierungsvertreter bestochen haben. Unter Berufung auf ehemalige und aktuelle Vertreter der US-Regierung berichtete die „New York Times“, dass die Firma nach einem tödlichen Zwischenfall in Bagdad, bei der mindestens 14 Iraker ums Leben kamen, im September 2007 Gelder in Höhe von rund einer Million Dollar an irakische Regierungsvertreter gezahlt&nbsp;habe, um sich deren Unterstützung zu sichern.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"> Beweise für Schmiergeld-Zahlungen gibt es keine, bis auf eine E-Mail-Nachricht eines hochrangigen Vertreters der US-Botschaft. Darin warnt er die Sicherheitsfirma, die irakische Regierung nicht zu bestechen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Ein Gericht in Washington hatte Ende Dezember eine Klage gegen die früheren Blackwater-Mitarbeiter unter Verweis auf fehlende Beweisstücke zurückgewiesen. US-Vizepräsident Joseph Biden erklärte jedoch, die US-Regierung wolle sich um eine Wiederaufnahme des gescheiterten Verfahrens bemühen. (ab)</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
]]></content:encoded><category>International</category><category>İrak</category>
<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 09:00:00 +0100</pubDate>
</item><item>
<title>Bündnis Islamischer Gemeinden begrüßt Genehmigung des Muezzinrufs</title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/02/05/buendnis-islamischer-gemeinden-begruesst-genehmigung-des-muezzinrufs.html</link>
<description>Der Vorsitzende des Bündnisses Islamischer Gemeinden in Norddeutschland (BIG), Ramazan Uçar, hat die Entscheidung der Stadt Rendsburg zum Muezzinruf begrüßt. „Die Genehmigung des Gebetsrufes ist ein wichtiges Zeichen für die Muslime in Rendsburg aber auch bundesweit. Integration ist wechselseitig und stellt somit auch Anforderungen an die Mehrheitsgesellschaft“, betonte Uçar. Die Religionsfreiheit gelte auch für die Muslime in Deutschland und „sie haben ein Recht darauf, ihre Religion öffentlich zu leben. Der Gebetsruf ist Teil des religiösen Lebens von Muslimen, sowie die Kirchenglocken Teil des religiösen Lebens der Christen sind“, sagte der Theologe.</description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext">Die gegenseitige Akzeptanz spiele hier eine wichtige Rolle, unterstrich Uçar. &nbsp;Der Dialog der Religionen und insbesondere der Dialog mit der Bevölkerung seien wichtige Bausteine, um Missverständnisse und Ängste abzubauen. Die BIG setzte sich in diesem Sinne etwa mit dem jährlich stattfindenden Tag der offenen Moscheen und mit vielen über das Jahr verteilten Veranstaltungen verstärkt für ein besseres Zusammenleben ein. „In Rendsburg werden wir uns auch weiterhin für vertrauensbildende Maßnahmen mit der Bevölkerung einsetzen. Als wohlwollendes Zeichen dieser vertrauensbildenden Maßnahmen werden wir zunächst nicht in vollem Umfang Gebrauch von unserem Recht auf die Ausrufung des Gebetsrufes machen, sondern ihn nur an Freitagen zum Freitagsgebet ausrufen“, sagte Uçar abschließend.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">„Nach langen hitzigen Debatten um den Gebetsruf in Rendsburg sind wir der Auffassung, mit dem Ausrufen des Gebetsrufes an Freitagen zum Freitagsgebet eine gute Lösung gefunden zu haben“, ist sich der stellvertretende Vorsitzende der BIG, Ahmet Yazıcı, sicher. Er hoffe, dass sich die Wogen glätten und allmählich der Alltag wieder eintritt. Die Initiative „Kein öffentlicher Gebetsruf“ hatte im Vorfeld des Genehmigungsverfahrens eine Unterschriftenkampagne gestartet - begleitet von offenen Drohungen im Internet. Was als Protest gegen die Lärmbelästigung begann, entwickelte sich im Laufe der vergangenen Monate zu einer „Anti-Islam-Bewegung“. Das Islamische Zentrum habe die Pflicht, sich dem hiesigen Kulturkreis anzupassen, so der Sprecher der Initiative bei der Übergabe der Unterschriften im Oktober letzten Jahres. (sa)</p>
]]></content:encoded><category>Deutschland</category><category>Islam</category><category>Gesellschaft</category>
<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 08:30:00 +0100</pubDate>
</item><item>
<title>Landesregierung in NRW ruft zu Integrationsratswahlen auf</title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/02/05/landesregierung-in-nrw-ruft-zu-integrationsratswahlen-auf.html</link>
<description>Am kommenden Sonntag, dem 7. Februar findet in 101 nordrhein-westfälischen Kommunen die Wahl zum Integrationsrat statt. Mehr als eine Million Migranten und eingebürgerte Deutsche bestimmen am Sonntag über die Zusammensetzung der kommunalen Migrantenvertretungen. Vielerorts haben sich türkischstämmige Kandidaten zur Wahl gestellt. Der IGMG Stadtverband in Duisburg tritt mit einer eigenen Liste an.</description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext">„Der Integrationsrat ermöglicht die Mitsprache bei konkreten Entscheidungen in den Städten und Gemeinden.“ Das erklärten der Geschäftsführer des Städtetages NRW, Dr. Stephan Arcticus, sowie der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes NRW, Dr. Bernd Jürgen Schneider, in Düsseldorf. Der Rat sei ein wichtiges Gremium, um die Beteiligungsmöglichkeiten von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zu verbessern. „Er ist die politische Vertretung aller Menschen mit Zuwanderungsgeschichte auf kommunaler Ebene und nimmt die Interessen wahr von Zugewanderten und ihren Familien gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit“, so Arcticus und Schneider. Die Integrationswahlen finden erstmals nach einem geänderten Wahlgesetz statt. Danach können in den Integrationsgremien neben den direkt gewählten Migrantenvertretern zusätzlich auch entsandte Ratsmitglieder Stimme und Sitz bekommen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Auch Innenminister Dr. Ingo Wolf und Integrationsminister Armin Laschet unterstrichen die Bedeutung des Integrationsrates. Wolf: „Damit wird für die Integrationsarbeit in den Gemeinden eine gute Grundlage geschaffen. Der Erfolg vor Ort wird von dem Bemühen aller Akteure um vertrauensvolle Zusammenarbeit abhängen.“ Laschet ergänzte: „Es war höchste Zeit, dass Menschen mit Zuwanderungsgeschichte stärker in die kommunalen Entscheidungsprozesse eingebunden werden und somit direkt vor Ort mitbestimmen können.“ Es sei ein zentrales Anliegen des Landes, Menschen mit Zuwanderungsgeschichte mehr politische Teilhabe zu eröffnen. (sa)</p>
]]></content:encoded><category>Deutschland</category><category>Migration</category><category>Gesellschaft</category>
<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 08:00:00 +0100</pubDate>
</item><item>
<title>IHH e.V. hilft weiterhin in Haiti</title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/02/04/ihh-ev-hilft-weiterhin-in-haiti.html</link>
<description>Seit dem 30. Januar setztdie Hilfsorganisation IHH e. V. ihre Hilfskampagnen im Erdbebengebiet Haiti fort.</description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext">Die IHH e.V. werde in erster Linie 300 Familien mit Grundnahrungsmitteln wie Reis, Mais, Zucker und Salz und 6000 Liter sauberem Wasser und Kerzen versorgen, teilte Dr. Zeliha Vural von der Organisation mit.</p>
<p class="bodytext"><br />Man arbeite gemeinsam mit der Organisation „Helping Hands“, eine Organisation, die in Haiti und in der Dominikanischen Republik tätig sei. In erster Linie seien zwei Lastwagen mit Hilfsgütern&nbsp; in der Hauptstadt Port-au-Prince und in Umgebungsdörfern verteilt worden.</p>
<p class="bodytext"><br />Die Verteilung der Güter sei gemeinsam mit den pakistanischen Polizisten erfolgt, die unter der Führung der Vereinten Nationen stehen.</p>
<p class="bodytext"><br />Die Islamische Gemeinschaft Milli Görüs unterstützt die IHH e.V. in ihren Arbeiten im Erdbebengebiet.<strong></strong></p>
<p class="bodytext"><strong><br />Bereits 150 000 Tote in Haiti</strong></p>
<p class="bodytext"><strong></strong><br />Berichten zufolge sind bislang 150 000 Menschen dem Erdbeben in Haiti zum Opfer gefallen. Die genau Zahl der bislang Vermissten sei jedoch ungewiss, sagte der haitanische Informationsminister, Marie-Laurence Jocelyn Lassegue. Keiner sei sich sicher, ob 200 000 oder 300 000 Tote geborgen wurden. Allein in der Hauptstadt seien es mehr als 150 000 gewesen.<br /><br />Der Europäischen Kommission zufolge sind infolge des Erdbebens 250 000 verletzt worden. (ab)</p>
]]></content:encoded><category>International</category>
<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 10:30:00 +0100</pubDate>
</item></channel></rss>