Freitagspredigt

 

Freitag 23. Oktober 2009

Freitagspredigt
Hutba – Geschwisterlichkeit

„O ihr, die ihr glaubt! Gebt euch Allah ganz und gar hin und folgt nicht den Fußstapfen des Satans; siehe er ist euer Feind.“ [2:208]

Verehrte Muslime,

wenn wir von Geschwisterlichkeit sprechen, meinen wir die von unserer Religion gestiftete geschwisterliche Verbindung. Denn unser Herr sagt im Koran: „Die Gläubigen sind Brüder.“ [49:10] Demnach sind alle Muslime, ganz gleich wo sie herkommen, welche Sprache sie sprechen und welche Hautfarbe sie haben, im wahrsten Sinne des Wortes Geschwister. Zwietracht, Hass, Feindschaft und alles andere, was diese von Gott gestiftete Beziehung stört, ist sündhaft. Mehr noch: Alle Wege und Mittel, die die Geschwisterlichkeit gefährden könnten, sind im Islam verboten. Unser Prophet machte des Öfteren darauf aufmerksam: „Beneidet euch nicht. Betrügt nicht beim Handel. Kehrt euch nicht den Rücken zu... O ihr Diener Gottes! Seid Geschwister. Muslime sind Geschwister, er tut ihm nicht unrecht, lässt ihn nicht im Stich und sieht nicht auf ihn herab.“ (R. Salihîn, Bd. 1, S. 277)

 

Verehrte Geschwister,

den Menschen zur Glückseligkeit im Diesseits und im Jenseits zu verhelfen und ihnen ein friedliches Leben im Diesseits zu ermöglichen, gehört zu den grundlegenden Absichten des Islams. Dies ist auch die Bedeutung des Wortes „Islam“. Denn Islam bedeutet Frieden und Hingabe, und Muslim ist derjenige, der sich Gott hingibt und in Frieden mit sich und den anderen Geschöpfen Gottes lebt. Im Koran heißt es: „O ihr, die ihr glaubt! Gebt euch Allah ganz und gar hin und folgt nicht den Fußstapfen des Satans; siehe er ist euer Feind.“ [2:208] Die Muslime sind angehalten das Band der Geschwisterlichkeit untereinander zu stärken und allen Menschen gegenüber respektvoll entgegenzutreten. Der Gesandte Gottes beschrieb den Muslim als jemanden, „der mit anderen gut auskommt und mit dem man gut auskommt.“ (Kaschful Chafâ, Bd. 1, S. 224).

 

Verehrte Muslime,

als in Europa lebende Muslime müssen wir uns bemühen, eine friedliche und geschwisterliche Atmophäre innerhalb unserer Gemeinschaft zu gewährleisten. Danach müssen wir unsere Kontakte zu den anderen muslimischen Gemeinschaften vertiefen und uns auch den Belangen unserer Geschwister weltweit widmen. Streitigkeiten sollten beiseite gelegt werden. Aus diesem Geist heraus sollten wir uns zum Wohle aller Menschen in der Gesellschaft einsetzen, in der wir leben. Auf diese Weise können wir den Menschen die Botschaft unserer Religion – Liebe, Frieden, Geschwisterlichkeit und Solidarität – näher bringen. Bevor wir unsere Hutba mit einem Vers und einem Hadîth beenden, bitten wir Gott, dass er uns von allem fernhalte, das unserer Geschwisterlichkeit schaden könnte: „Und  gehorcht Allah und Seinem Gesandten und hadert nicht miteinander, damit ihr nicht kleinmütig werdet und eure Kraft euch verloren geht...“ [8:46] Muhammad der Gesandte Gottes  (saw) sagte: „Ein Muslim ist jemand, vor dessen Hand (Handlung) und Zunge (Worten) die anderen Menschen sich nicht zu fürchten brauchen.“ (Tirmizî, Îmân, 12)

  

IGMG-Irschadabteilung


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Hier können Sie auszugsweise einen Blick in "Die Lehre des Islam" von Prof. Dr. Muhammed Hamidullah werfen. Das vorliegende Buch beinhaltet zwei Abschnitte von Prof. Hamidullahs Werk „Der Islam – Geschichte,Religion, Kultur". 

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