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Das Opferfest

 

Kurban bedeutet „sich nähern“ und bezeichnet das, womit man sich Allah nähern kann. Der erste Tag des viertägigen Opferfestes ist der zehnte Tag des Monats Zul Hidschdscha. An diesem Tag verlassen die Pilger das Tal Arafat und machen sich auf den Weg zurück nach Mekka.

 

Feste sind Tage der Freude, Gemeinschaftlichkeit und Solidarität. An diesem Tag feiern nicht nur die Wohlhabenden, sondern auch die Armen. So wie die Muslime beim Ramadanfest die Bedürftigen finanziell unterstützen, so teilen sie auch das Fleisch der Opfertiere mit ihnen. Auf diese Weise herrscht in den muslimischen Gemeinden eine Atmosphäre der Gemeinschaftlichkeit und Geschwisterlichkeit. Diese verbindende Eigenschaft ist es, die den religiösen Festtagen eine unersetzbare Stellung innerhalb des muslimischen Lebens gibt.

 

Der Gesandte Gottes Muhammad (saw) wies auf Verantwortlichkeit der Wohlhabenden hin und sagte: „Wer in der Lage dazu ist, aber nicht opfert, soll sich unserem Gebetsplatz nicht nähern.“ (Ibni Mâdscha)

 

Indem der Muslim opfert, zeigt er seine Dienserschaft und seine Ergebenheit gegenüber den Geboten Allahs. Bei dieser symbolischen Handlung erinnern sich Muslime an die absolute Hingabe des Propheten Ibrâhîm, der bereit war, seinen Sohn Ismaîl zu opfern, wenn dies der Wunsch Allahs wäre.

 

Es darf nur mit der Absicht geopfert werden, Allah näher zu kommen und sein Wohlwollen zu erlangen. Das Geschöpf zeigt also, dass es bereit ist, sich mit allen Mitteln den Geboten des Schöpfers unterzuordnen.

 

Auch wenn es Unterschiede in Bezug auf die Form und die Abischt gibt, ist das Opfern eine Praxis, die in fast jeder Religion vorzufinden ist. Im Koran wird beispielsweise davon berichtet, dass die Söhne des Propheten Âdam (as) Allah opfer darbrachten. [5:27] In einem anderen Vers findet sich ein Hinweis auf das Vorhandensein des Opferns in den anderen Religionen mit göttlichem Ursprung. [22:34]

 

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