Der Aschûra-Tag

Der zehnte Tag des Monats Muharram ist der Aschûra-Tag. Der Monat Muharram wird im Koran zu den vier bedeutenden Monaten gezählt. Am ersten Tag dieses Monats zu fasten wird belohnt, als hätte man das gesamte Jahr hindurch gefastet. In einem Hadîth dazu heißt es: „Das beste Fasten nach dem Fasten im Monat Ramadan ist das Aschûra-Fasten im Muharram; einem Monat, der von Allah geschätzt wird.“(Muslim)

Aischa (ra) berichtet folgendes: „Bevor der Islam kam, fasteten die Mekkaner sowie der Gesandte Gottes am Aschûra-Tag. Nach der Hidschra von Mekka nach Medina führte er dieses Fasten fort und empfahl es den Muslimen.“ (Buchârî)

 

In einem anderen Hadîth, der von Tabarâni überliefert wird, heißt es: „Am Aschûra-Tag strandete das Schiff Noahs (as)auf dem Berg Cudi. An diesem Tag fasteten Noah und seine Gefährten aus Dankbarkeit gegenüber Allah und die Tiere hatten nichts gefressen. Am Aschûra-Tag spaltete Allah das Meer für die Söhne Israels. Ebenfalls am Aschûra-Tag verzieh Allah dem Propheten Âdam (as) und Jûnus (as). Abraham kam am Aschûra-Tag auf die Welt.“ (Tabarâni)

Husajn (ra), ein Enkel des Gesandte Gottes starb am 10. Muharram und wurde zum Schahîd. Dieser Vorfall ist für alle Muslime Grund für Trauer. Sunnitische Muslime fasten an diesem Tag, während schiitische Muslime diesem Ereignis einen besonderen Wert beimessen. Sie betrachten diesen Tag als Tag der Trauer, so dass sie am Aschûra-Tag nicht lachen, kein Fleisch essen, keine neue Kleidung anziehen und keine neue Tätigkeit beginnen.

Auch eine besondere Speise, die an diesem Tag traditionell zubereitet wird, wird auf folgendes Ereignis zurückgeführt: Es wird erzählt, dass Noah (as) und seine Gefährten, die an diesem Tag auf Festland trafen, diesen Tag feierten und zu diesem Anlass eine Speise aus Proviant zubereiteten, der noch übriggeblieben war. In diesem Sinne wird am Aschûra-Tag diese Speise gekocht und an die Nachbarschaft verteilt.

 

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