Der Beginn der gesegneten Drei Monate

 

Der siebte, achte und neunte Monat des Mondkalenders, also die Monate Radschab, Schabân und Ramadan werden in der Tradition als die „Drei Monate“ bezeichnet.

 

Diesen drei Monaten wird im Islam eine besondere Bedeutung beigemessen. Sie werden von den Muslimen herbeigesehnt und so gut wie nur möglich genutzt. Obwohl die so genannten gesegneten Drei Monate in dieser Form in keiner Überlieferung anzutreffen sind, haben sie in den muslimischen Gesellschaften eine besondere Stellung. Dies rührt zweifelsohne von der Anziehungskraft des Monats Ramadan, „dem König der elf Monate“, wie er im türkischsprachigen Raum genannt wird. Die Monate Radschab und Schabân haben unter den restlichen Monaten eine insofern wichtige Funktion, als dass sie Vorgänger und damit eine Vorbereitungsphase für den Monat Ramadan sind. Der Gesandte Gottes sagte über diese Monate: „Der Monat Radschab ist der Monat Allahs, der Schabân ist mein Monat und der Ramadan ist der Monat meiner Umma.“ (Buchârî)

 

Der Gesandte hatte außer im Ramadan am meisten in den Monaten Radschab und Schabân gefastet. Wenn der Schabân begann, sagte er: „O Allah, segne die Monate Radschab und Schabân und führe uns in den Ramadan.“ (Kaschful Chafâ)

 

In diesen drei Monaten befinden sich auch die Regâib-Nacht, die Berât-Nacht, die Mirâdsch-Nacht und die Kadr-Nacht. Neben dem Pflichtfasten im Ramadan, empfahl der Prophet den Muslimen auch in diesen Monaten zu fasten.

 

Dazu wird beispielsweise von Abbâd bin Hanîf eine Überlieferung berichtet: „Ich fragte Saîd ibni Dschubajr über das Fasten im Monat Radschab. Er gab mir folgende Antwort: „Ich hörte Ibni Abbâs folgendes sagen: „Der Gesandte Gottes fastete in manchen Jahren im Radschab so oft, dass wir dachten, er wird das Fasten gar nicht mehr beenden. In manchen Jahren fastete er so wenig, dass wir dachten, er wird gar nicht mehr fasten.“ (Muslim)

 

Von Aîscha stammt folgende Überlieferung: „Der Gesandte Gottes fastete in keinem Monat des Jahres mehr als im Schabân und sagte: Verrichtet von den Handlungen (Amâl) diejenigen, zu denen ihr die Kraft habt. Denn solange ihr es nicht leid seid, ist es Allah auch nicht. Die Hanlung, die bei Allah am meisten wiegt, ist diejenige, die zwar wenig aber regelmäßig ist.“ (Muslim)

 

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