Der Mawlîd an-Nabawî

Muhammad der Gesandte Gottes

 

Mawlîd bedeutet „Geburt“, „Geburtstag“ bzw. „Geburtsort“. Mit diesem aus der arabischen Wurzel „“wa-la-da“ stammenden Wort wird die Geburt des Gesandten Gottes sowie feierliche Veranstaltungen, die zu seinen Ehren organisiert werden und Schriften, die von ihm handeln, bezeichnet. Außerdem wird auch das Geburtshaus Muhammads (saw), das östlich der Kâba beim Hügel Safa liegt, „Mawlîd“ genannt.

 

Der Gesandte Gottes kam im „Jahr des Elefanten“ am zwölften Tag des Monats Rabî al-Awwal auf die Welt. Dies entspricht dem 20. April 571 n. Chr.

 

In der Nacht der Geburt des Propheten fanden einige außergewöhnliche Dinge statt: die Sternbilder im Palast des persischen Herrschers Chusraw (Kisra) zerbrachen und das Feuer der Feueranbeter, dass seit Tausend Jahren brannte erlosch. Außerdem wurden die Frauen, die bei seiner Geburt anwesend waren, Zeugen wunderbarer Dinge. Der Großvater des Gesandten Gottes veranstaltete sieben Tage nach seiner Geburt ein großes Fest und gab ihm den bei den damaligen Arabern nicht gebräuchlichen Namen Muhammad, was soviel wie „der Gepriesene“ heißt.

 

Die Fatimiden (910 bis 1171) waren die ersten, die eine feierliche Zeremonie zu Ehren des Gesandten Gottes ausrichteten und an der nur die Bewohner des Palastes und Bedienstete des Staates teilnahmen. Die Fatimiden richteten solche Feiern auch zu Ehren Alîs (ra) und Fâtimas (ra) aus. In den späteren Jahrhunderten erlangte diese Praktik Verbreitung unter allen Muslimen.

 

Muslime in Europa feiern den Mawlîd, indem sie Feierlichkeiten in den Moscheen organisieren, bei denen über den Gesandten Gottes referiert und Loblieder gesungen werden. Außerdem hat sich in den letzten Jahren die Durchführung von umfassenden Veranstaltungen außerhalb der Moscheen in großen Sälen etabliert.

 

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