Mittwoch 14. Januar 2009

Deutschland
11.000 kamen zur Gaza-Demonstration in Duisburg

Mindestens 11.000 Demonstranten haben an dem Protestmarsch gegen den Krieg im Gaza-Streifen in Duisburg teilgenommen. Organisiert wurde die Demonstration von den vier nordrhein-westfälischen Regionalverbänden Köln, Düsseldorf, Nord-Ruhr und Ruhr-A der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs(IGMG).

Der Protestmarsch unter dem Motto „Stoppt den Krieg in Gaza“ setzte sich vom Duisburger Bahnhof in Bewegung. Er  verlief über die Friedrich-Wilhelm-Straße und der Steinschen Gasse zum Burgplatz (Am Rathaus). Dort fand die Abschlusskundgebung der Demonstration statt.
 
Den friedlichen Verlauf des Demonstrationszuges störte ein unglücklicher Vorfall. Einige Demonstranten bewarfen zwei israelische Fahnen in einem Obergeschoss eines Wohnhauses mit Schneebällen. Die Ordner der IGMG sperrten den Bereich vor dem Wohnhaus ab und sorgten dafür, dass der Protestmarsch fortgesetzt wurde. Einige der jungen Provokanten konnten davon abgehalten werden, Schneebälle nach den Fahnen zu werfen, bei einigen gelang dies jedoch nicht.

 



„Von solchen Provokateuren distanzieren wir uns in aller Klarheit“, sagte Oguz Ücüncü, Generalsekretär der IGMG. „Den Zugang zu einer Demonstration kann man nicht kontrollieren und leider kann es vorkommen, dass sich unter die friedlichen Demonstranten immer wieder auch solche Provokateure und Krawallmacher mischen. Wir haben als Veranstalter unser bestes gegeben, um solche Situationen gar nicht erst entstehen zu lassen. Dass dies uns außer diesem Einzelfall weitestgehend gelungen ist, wird die Polizei auch sicherlich bestätigen. Leider kann man jedoch nicht alles und jeden bei einer Demonstration von solch einer Größe kontrollieren. Wir bedauern den Vorfall und distanzieren uns von diesen und ihrem antisemitischen Ausfall.“

Ohne weitere Vorfälle zog der Protestmarsch zum Duisburger Rathaus. Auf der Abschlusskundgebung auf dem Burgplatz richteten die Regionalverbandsvorsitzenden ein Grußwort an die Teilnehmer und dankten für das zahlreiche Erscheinen.

Als Redner trat der Vorsitzende des Islamrats für die Bundesrepublik Deutschland, Ali Kizilkaya auf. In seiner Rede kritisierte Kizilkaya die israelischen Angriffe auf den Gaza-Streifen und verurteilte die Tötung von Zivilisten. Kizilkaya wies auf die miserable Situation der Palästinenser im Gaza-Streifen hin und forderte die Beendigung jeglicher Kampfhandlungen und ein Ende der Blockadepolitik Israels.
 
Auch Yavuz Celik Karahan kritisierte die anhaltende Besatzung der Palästinensergebiete und das völkerrechtswidrige Verhalten Israels. Er wies auf das Leid der Palästinenser hin, die seit Monaten nun von der Zufuhr von Lebensmitteln, Medikamenten und Treibstoff abgeschnitten sind. In dieser Situation sehen sich die Palästinenser auch noch erbarmungsloser Angriffe der israelischen Armee gegenüber gestellt. Karahan kritisierte insbesondere die Ohnmacht der Weltöffentlichkeit und das Wegschauen vieler Staaten. Karahan schloss seine Rede mit dem Wunsch nach sofortiger Einstellung aller Gewalthandlungen und einem Frieden im Nahen Osten ab.


Die Demonstranten zogen anschließend wieder zum Duisburger Hauptbahnhof, wo sich die Demonstration schließlich auflöste. (aek)


Am 3. Oktober 2011 findet der bundesweite "Tag der offenen Moschee" statt. Unsere Sonderseiten zum...

Nach einer ersten erfolgreichen Spendenaktion hat sich der Vorstand der Islamischen Gemeinschaft...

Angesichts der humanitären Notlage in Somalia hat der IGMG-Vorstand beschlossen, eine Spendenaktion...

Pierre Vogel tritt in Hamburg auf, liest man in der Welt-Zeitung. Vielleicht ein Schaukampf des...

Am 12. Juni hat die Türkei gewählt. Das Ergebnis der seit acht Jahren regierenden AKP (Partei für...

Im Allgemeinen widmeten sich US-Präsidenten in ihrer zweiten und letzten Regierungsperiode dem...

Das vonseiten des IGMG Hilfs- und Sozialverein Hasene errichtete Schulgebäude im pakistanischen...

„Die Stimmabgabe bei Wahlen ist ein hohes Gut und sollte nicht vergeudet werden. Daher rufen wir...

„Gewalt ist unter keinen Umständen tolerierbar. Wir verurteilen jedwede Gewalt mit aller Schärfe....

Dschâhiz war ein vielschichtiger Gelehrter des 8. und 9. Jahrhunderts. Er lebte und wirkte in der...

Aufgrund ihres tragenden Gewichts und ihrer großzügigen Struktur wird den Bögen in der Architektur...

In der islamischen Tradition wird die vorislamische Zeit auf der arabischen Halbinsel als...

Diskriminierung

Keine Nachrichten in dieser Ansicht.

Publikationen

Hier können Sie auszugsweise einen Blick in "Die Lehre des Islam" von Prof. Dr. Muhammed Hamidullah werfen. Das vorliegende Buch beinhaltet zwei Abschnitte von Prof. Hamidullahs Werk „Der Islam – Geschichte,Religion, Kultur". 

Bestellung

Öffnet internen Link im aktuellen FensterWeitere Publikationen


Startseite Suchen Impressum Intranet Sitemap Bildergalerie