Undifferenzierte Äußerungen von Politikern erschwerten aber diese Arbeit, weil sie Misstrauen förderten – so auch die implizite Forderung von Bayerns Innenminister Beckstein, das Kopftuch abzulegen
Der bayerische Innenminister Günther Beckstein (CSU) hat einen Monat vor der zweiten Islam-Konferenz wieder einmal ohne Anlass die Muslime aufgerufen, die Werte-Ordnung in Deutschland zu beachten und mehr Integrationsbereitschaft zu zeigen. Diesmal ging Beckstein mit seinen Forderungen noch weiter und rief die Verbände auf, muslimischen Frauen nicht zu empfehlen, ein Kopftuch zu tragen. Auch warnte er wieder vor einem „islamistischen Terror“, der die größte Gefahr für die innere Sicherheit darstelle.
Der Islamrat erklärte, die muslimischen Verbände würden die Integration sehr ernst nehmen. Die Politiker erschwerten dies aber mit ihren undifferenzierten Äußerungen, beklagte der Ratsvorsitzende Ali Kizilkaya, der zudem die Versuche der christlichen Kirchen kritisierte, „die Muslime oberlehrerhaft zu erziehen“. Der Islamratsvorsitzende sagte außerdem, dass es eine Selbstverständlichkeit sei, die Grundwerte in Deutschland zu achten. Die Muslime müssten nicht alle zwei Monate dazu aufgefordert werden. (hv)
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Diskriminierung
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