Der Sprecher des Koordinierungsrates der Muslime (KRM) Ali Kizilkaya erklärte, dass der Nationale Integrationsgipfel grundsätzlich positiv zu bewerten sei. Die Bundesregierung müsse sich jedoch verstärkt auch in der „tatsächlichen Politik“ um die Integration kümmern. Es sei unstreitig, dass Migranten ein Gewinn für unsere Gesellschaft sind. Davon sei aber „leider wenig zu spüren“.
Als Grund dafür nannte Kizilkaya beispielhaft die Schaffung neuer Hürden im Zuwanderungsrecht und die Irritationen durch den bundesweiten Einbürgerungstest. Kizilkaya forderte zudem die Bundesregierung dazu auf, stärker als bisher den Kontakt zu den muslimischen Verbänden zu suchen.
Die Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Maria Böhmer (CDU), hatte am Freitag eine positive Bilanz zur Umsetzung des Nationalen Integrationsplans gezogen. Eine Zwischenbilanz zum Nationalen Integrationsplan soll am 6. November 2008 der Öffentlichkeit vorgelegt werden. (sa)
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