Freitag 21. August 2009

Ein Hadîth - Ein Gedanke, Glaubenspraxis, Ramadan
Ramadan – Barmherzigkeit, Vergebung und Errettung

„Der Beginn des Monats Ramadan ist Barmherzigkeit, seine Mitte ist Vergebung und sein Ende ist die Errettung von der Hölle.“ (Bajhâki)

Weshalb Barmherzigkeit? Dass es eine solche Gelegenheit, wie die des Ramadan gibt, ist ein Zeichen höchster Barmherzigkeit. Denn Gott hat diesen Monat seinen Geschöpfen geschenkt, damit sie all seine Gaben erkennen und sich auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben konzentrieren. Der Ramadan ist Erholung und Reinigung des Körpers und vor allem der Seele. Gleichzeitig bietet er die Möglichkeit, eine unvorstellbare Belohnung zu erhalten.

 

Dies ist jedoch nur ein Teil der vielen Aspekte des Fastenmonats Ramadan. Eine der höchsten Tugenden im Islam, die Geduld, wird vor allem in diesem Monat gefestigt. Viele schaffen es oft in diesen Wochen sich von schlechten Gewohnheiten fernzuhalten und von Lastern abzulassen, die im restlichen Jahr nur schwer abzulegen sind, wie Rauchen, viel Schlafen oder übermäßiges Essen. Der Gläubige lernt seine Triebseele (Nafs) zu erziehen und wird im besten Fall Herr über sie, bevor der Nafs ihn zu leiten beginnt. Wird dieser Gottesdienst mit einer aufrichtigen Absicht vollzogen, verspricht Gott dem Gläubigen seine Vergebung.

 

Reflektiert man die wenigen Tage und die „kleine“ Anstrengung im Vergleich zu Gottes absoluter Vergebung, lässt dieses Geschenk dankbar schmunzeln. Die jährlich 29-30tägige Entsagung von einigen elementaren Bedürfnissen von der Morgendämmerung bis Sonnenuntergang und die Wertschätzung dieser Gelegenheit bedeutet für den Muslim die Befreiung von der Hölle, verspricht uns der Prophet Muhammad (saw). Wer kann da von einer untragbaren Bürde sprechen? (sk)

 

 

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