Von: N. Levent Şener

Samstag 24. Januar 2009

Gemeinschaft, KurbanKampagne
Opfertierkampagne in Gambia

Wir überbringen Grüße und Bittgebete aus Gambia…

Nach einer mühsamen Reise trafen wir IGMG-Helfer für Gambia, Kadir Çataklı (Nordruhr), Sadi Baran aus Köln und ich, N. Levent Sener (Hamburg) uns am Zielort. Musa Jallow, unser Kooperationspartner, empfing uns sehr herzlich am Flughafen und brachte uns zu unserem Aufenthaltsort, wo wir sofort mit den Vorbereitungen anfingen.
Nach einer anfänglichen Spendenration von 300 Opfertieren wurden die Spenden von der IGMG-Zentrale bereits nach einem Tag unserer Vorbereitungen am 6. Dezember 2008 verdoppelt, worüber wir uns sehr freuten.


Wir merkten jedoch, dass ein Tag vor dem Opferfest die Preise der Opfertiere in die Höhe getrieben wurden. Doch wir mussten mit unseren Vorbereitungen fortfahren.
So teilten wir die Helfergruppe auf: Unser Gruppenleiter Kadir Catakli und Musa Jallow blieben in der Hauptstadt Banjul zurück. Wir übrigen Helfer machten uns auf den Weg in die Stadt Bansang, die 350 km entfernt im Norden des Landes liegt.


Während unserer Fahrt nach Bansang gesellten sich ein türkischer Unternehmer in Gambia, Metin Unlutabak, und zwei gambische Freunde dazu, um uns bei der Arbeit zu unterstützen.


Da das offizielle Opferfest in Gambia erst am Dienstag, den 9. 12. 2008 stattfand, konnten wir am Montag mit unseren Gemeinden in Deutschland in Ruhe telefonieren.
Insgesamt kauften wir hier 31 Großtiere auf und schächteten und verteilten sie an die Dörfer in der Umgebung von Bansang.


Die Menschen hier erlebten zum ersten Mal die Opfertierkampagne. Umso größer war ihre Freude und Überraschung und sie teilten uns Wünsche für weitere Opfertierkampagnen mit.

 

Am ersten Tag des Opferfestes verrichteten wir das Morgengebet im Dorf von Musa Jallow, der uns bis dahin begleitet hatte. Hier erfreuten wir auch die Kinder und schenkten ihnen Süßigkeiten und Luftballons.
 
Insgesamt erreichten wir so 15 Dörfer und feierten mit ihnen gemeinsam das Opferfest. In den restlichen Dörfern fand die Schächtung und Verteilung der Opfertierspenden von Dorfvorstehern und Imamen unter unserer Beaufsichtigung statt.


In drei Dörfern unterstützten wir jedes Haus mit finanzieller Hilfe und erfreuten in zehn Dörfern die Dorfkinder mit Geschenken.


Am 11. Dezember 2008 kehrten wir endlich ruhigen Gewissens in die Hauptstadt Banjul zurück. Insgesamt erreichten in Gambia 728 Opfertierspenden die Bedürftigen. So übertrafen wir die uns von der IGMG-Zentrale vorgegebene Spendenration von 600 Spenden.


Unsere Opfertierspenden in Banjul kamen insbesondere den islamischen Schulen, Gefangenenhäusern, SOS-Kinderdörfern, der Marineflotte sowie den Dörfern in der Umgebung und der durch den Binnenkrieg von Senegal nach Gambia geflüchteten heimatlosen zugute.


Allah möge die Spenden annehmen. (ab)


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