Sonntag 15. März 2009

Gemeinschaft, IrschadAbteilung
Finale des 21. Europäischen Koranrezitationswettbewerbs

Zum 21. mal organisierte die IGMG-Irschadabteilung das Finale des Europäischen Koranrezitationswettbewerbs. In der Altersgruppe der 10 bis 13-jähigen wurde M. Bilal Demirel aus dem Regionalverband Ruhr A Erster. Bei den 14 bis 18-jährigen schaffte es Mustafa Papak aus Wien auf den ersten Platz.

Die Jury des diesjährigen Wettbewerbs wurde von Prof. Mustafa Öztürk geleitet und bestand aus Prof. Dr. Yaşar Kurt, dem bekannten Rezitator İlhan Tok, dem Pädagogen Mustafa Kütahyalıoğlu und dem stellverstretenden Leiter der IGMG-Irschadabteilung Hulusi Ünye. In der Altersgruppe der 10 bis 13-jährigen wurde Bilal Demirel aus dem Regionalverband Ruhr A Erster, Mehmed Papak aus Wien Zweiter, Abdulbaki Avcı aus dem Regionalverband Stuttgart Dritter und Yunus Emre Çiftçi vom Regionalverband Nord-Ruhr Vierter. Bei den 14 bis 18-jährigen erreichte Mustafa Papak aus Wien den ersten Platz, während Muhammed Haydar aus Hamburg Zweiter, Abdurrahman Atasoy aus Stuttgart Dritter und Ahmed Dönmez aus dem Regionalverband Köln Vierter wurde.

 

An der Verantaltung, die im Regionalverband Stuttgart stattfand, nahmen der IGMG-Vorsitzende Yavuz Çelik Karahan, der Stuttgarter Attaché für religiöse Angelegenheiten Cevdet Çelen, zahlreiche Mitglieder des IGMG-Vorstands, die Vorsitzenden und Vorstandsmitglieder der Regionalverbände sowie hunderte Gäste teil.

 

Sowohl der IGMG-Vorsitzende Karahan als auch der Leiter der IGMG-Irschadabteilung Ahmed Özden, der Attaché für religiöse Angelegenheiten der türkischen Botschaft, Çelen und Prof. Dr. Yaşar Yakut von der Hitit-Universität hielten eine Ansprache zur Bedeutung des Tages.

 

Nach einer Koranrezitation von İlhan Tok und Sezai Çakan wurde dem Vorsitzenden des Regionalverbandes Stuttgart die Gelegenheit gegeben, zu den Anwesenden zu sprechen.

 

Danach sprach Yavuz Çelik Karahan. In seiner Rede bedankte sich Karahan bei den Teilnehmern des Wettbewerbs, deren Eltern, Lehrern sowie allen, die an der Organisation und Durchführung der Veranstaltung mitgewirkt haben. 

 

Außerdem fügte Karahan hinzu: „Wir sind Diener des Korans, der uns von Allah als ein Gnadenerweis gegeben wurde. Der Koran ist ein göttliches Buch, das den Menschen zu einem guten Charakter führt. Aus diesem Grund legen wir, als muslimische Religionsgemeinschaft, so viel wert auf das Erlernen und Verständnis dieses Buches. Die Teilnehmer des heutigen Wettbewerbs sowie deren Eltern haben Grund zu großer Freude.

 

Den Koran in schönster Weise zu rezitieren ist sehr verdienstvoll. Noch wichtiger ist es aber, die Botschaft des Korans zu verinnerlichen und zu leben. Denn der Koran wurde nicht gesandt, um gelesen zu werden, sondern um gelebt zu werden. All unsere Bemühungen zielen darauf ab, eine dem Weg des Korans folgende selbstbewusste Generation zu erziehen.“

 

Der Vorsitzende der IGMG rief die Anwesenden dazu auf, auch in den kommenden Jahren mit vollem Einsatz in diesem Sinne zu arbeiten und wünschte den Wettbewerbern viel Erfolg.

 

Ahmed Özden, Leiter der auch für die Koranrezitationswettbewerbe verantwortlichen Irschad-Abteilung, sagte in seiner Rede:

 

„So wie in vielen anderen Bereichen, kann sich die Islamische Gemeinschaft Millî Görüş glücklich schätzen, eine solche Veranstaltung zu organisieren. Wir danken Allah dafür.

 

Unser größter Wunsch ist es, dass die hier rezitierten Koranverse unsere Herzen erweichen und uns Frieden schenken. In diesem Sinne sagte der bekannte muslimische Denker Muhammad Ikbal: „Wenn die Botschaft des Korans sich nicht in deinem Herzen zu neuem Leben gelangt, kann dir weder der Korankommentar von Razi noch der von Zamachscharî helfen.“

 

Genau dies ist unser Ziel als islamische Religionsgemeinschaft: sich den Charakter, der im Koran beschrieben wird, aneignen und ein Leben als vorbildlicher Muslime führen. Abdullâh bin Mas'ûd (ra), einer der Gefährten des Gesandten Gottes, überlieferte den Hadîth: „Sie (die Gefährten des Propheten) begnügen sich mit zehn Versen; Sie lernen sie sofort auswendig und beginnen sie umzusetzen.“

 

Ferner sagte Umar (ra): „Wir lernten den Koran auf schwierige Weise und lebten nich einfach. Es wird eine Zeit kommen, in der man den Koran einfach lernen, aber schwer leben wird.“

 

Aus der Menschheitsgeschichte lernen wir, dass diejenigen, die sich an der Offenbarung orientieren, immer errettet werden. Abraham (as) konnte das Feuer nichts anhaben, für Moses wurde das Meer geteilt, Jesus wurde in den Himmel gerettet. Auch in der Gegenwart wird dies nicht anders sein.“

 

Özden bedankte sich bei den Anwesenden für ihre Teilnahme und wünschte den Wettbewerbern viel Erfolg.

 

Auch der Attaché für religiöse Angelegenheiten Çelen hielt eine kurze Begrüßungsrede und bedankte sich bei den Verantwortlichen, dass er zu solch einer bedeutenden Veranstaltung eingeladen wurde.

 

Schließlich hielt Prof. Dr. Yaşar Yakut, der eigens für die Veranstaltung aus der Türkei angereist war, einen Vortrag über den Koran und seine Weisheit. Er hob hervor, dass der Koran seine Botschaft nicht nur an die Menschen zur Zeit der Offenbarung gerichtet hat, sondern, dass er eine universelle Natur besitzt. Ebenso referierte Prof. Kurt über den Charakter des Propheten. Er beglückwünschte die Anwesenden zum Mawlîd an-Nabawî und bedankte sich für die Einladung.

 

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch die Koranrezitation des bekannten türkischen Rezitators İlhan Tok. Anlässlich des Mawlîd an-Nabawî trug der Imâm der Wangener Moschee abschließend den „Viladet Bahri“, einen berühmten Lobgesang auf den Propheten von Süleyman Çelebi, vor. Die Veranstaltung endete mit einem Gebet. (am)


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