Der steigenden Nachfrage nach islamisch-konformen Halal-Lebensmitteln kommen weltweit immer mehr Lebensmittelfirmen nach. Vorreiter ist Nestlé, der weltgrößte Lebensmittelkonzern, der sein Geschäft mit Halal-Lebensmitteln erweitern will.
Im Rahmen einer Halal-Tagung in den Niederlanden teilte der für die Region Asien zuständige Nestlé -Chef, Frits van Dijk, dass Nestlé das Angebot an halal-konformen Lebensmitteln auch in Europa erweitern will. Nach eigenen Angaben führt Nestlé bereits in Frankreich, Großbritannien und Deutschland in diesem Bereich. Der Konzern habe mit Halal-Produkten jährlich einen Umsatz von 36,4 Millionen Euro.
Auch prognostizierte Nestlé, dass in den kommenden Jahren der Absatz von Halal-Produkten „markant“ wachsen wird. Die Ausführung von muslimfreundlichen Produkten ist bei Nestlé nicht neu. Bereits seit den 1980er Jahren führt die Firma Halal-Versionen von bekannten Produkten wie Kit Kat, Smarties, Maggi-Suppen, Milo oder Nescafé. Das mache rund fünf Prozent des gesamten Jahresumsatzes aus, so die eigenen Angaben des Lebensmittelkonzerns.
Auch deutsche Firmen haben das Geschäft mit Halal-Produkten für sich entdeckt
Auch in Deutschland wächst die Zahl von Firmen, die Halal-Produkte anbieten. Nach eigenen Angaben der europäischen Prüf- und Zertifizierungsstelle Halalcontrol in Rüsselsheim gibt es bereits rund 400 Firmen. „Die Tendenz ist steigend. Der Markt wächst jedes Jahr um etwa 16 Prozent. Derzeit wird er auf zwischen 4 bis 5 Milliarden Euro geschätzt“, betont Mahmoud Tatari, der Halalcontrol 2001 mit gründete. Bei den Unternehmen wachse das Interesse, auch Produkte speziell für Verbraucher islamischen Glaubens anzubieten. Allein in Deutschland gibt es etwa 3,5 Millionen Muslime, in Westeuropa sind es rund 20 Millionen.
Halalcontrol zertifiziert nach eigenen Angaben bereits Waren von Nestlé, Langnese oder Unilever. Den «halal»-Stempel tragen aber auch Produkte von Bayer, BASF oder Merck. „Den Hauptanteil machen mit 90 Prozent Lebensmittel aus“, betont Tatari. Europaweit seien bereits mehr als 4000 halal-Produkte auf dem Markt. Auch der Einzelhandel entdeckt dieses Thema. So gebe es schon Anfragen von Deutschlands führendem Discounter Aldi.
Generell sind alle aus Pflanzen gewonnenen Lebensmittel «halal», ausgenommen berauschende und giftige Produkte, heißt es bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. (ab)
Am 3. Oktober 2011 findet der bundesweite "Tag der offenen Moschee" statt. Unsere Sonderseiten zum...
Diskriminierung
Keine Nachrichten in dieser Ansicht.
Publikationen
Hier können Sie auszugsweise einen Blick in "Die Lehre des Islam" von Prof. Dr. Muhammed Hamidullah werfen. Das vorliegende Buch beinhaltet zwei Abschnitte von Prof. Hamidullahs Werk „Der Islam – Geschichte,Religion, Kultur".





























