In einer Pressemitteilung bezeichnete die Christlich-Islamische Gesellschaft e.V. das Kopftuchverbot als integrationsfeindlich und diskriminierend
In einer Pressemitteilung hat sich die Christlich-Islamische Gesellschaft e.V gegen den im nordrhein-westfälischen Landtag von der CDU und der FDP vorgestellten Gesetzesentwurf für ein grundsätzliches Verbot des Kopftuches für muslimische Beamtinnen und Angestellte im öffentlichen Dienst ausgesprochen und das Kopftuchverbot als ein falsches Signal für ein Miteinander der Religionen kritisiert. Die Diskussionen um ein Kopftuchverbot führten zu Desintegration, zu gesellschaftlicher Spaltung und zu Diskriminierung ihrer Trägerinnen, warnte der Verein.
Der Vorsitzende der Christlich-Islamischen Gesellschaft, Bashir Ahmad Dultz erklärte: „ Gerade die Musliminnen, die durch ihre berufliche Karriere ein Beispiel für Integration und Selbstbestimmung sein könnten, sollen gezwungen werden, ihre Identität zu verleugnen. Die vom Gesetzentwurf geforderte Verpflichtung zur Neutralität ist am Auftreten und der Dienstführung einer Person festzustellen, nicht an einem Kleidungsstück.”
Zudem fügte Rainer Schwarz, stellvertretender Vorsitzender der Christlich-Islamischen Gesellschaft, hinzu: „ Unglaubwürdig wird der Gesetzesentwurf dann, wenn er argumentiert, dass die entsprechende Darstellung christlicher und abendländischer Bildungs- und
Kulturwerte oder Traditionen nicht dem geforderten neutralen Verhalten
widersprechen würde.” Dies verletze das Neutralitätsgebot des Staates gegenüber den religiösen Überzeugungen seiner Bürger, betonte Schwarz.
Weiterhin hieß es in der Pressemitteilung, die Christlich-Islamische Gesellschaft e.V sei im Laufe ihrer mehr als 20 jährigen Arbeit zu der Überzeugung gekommen, dass die Religionen in der Gesellschaft nur dann positive Beiträge leisten könnten, wenn ihre Vertreter wie zum Beispiel Christen, Muslime, Juden, Buddhisten, Hindus und andere, sich gleichberechtigt und unbehindert in allen gesellschaftlichen Feldern bewegen und begegnen können.
Von dem geplanten Kopftuch in Nordrhein-Westfalen sind mehr als 20 Lehrerinnen betroffen. Einige von ihnen sind schon seit Jahrzehnten als Lehrerin tätig. (hv)
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Diskriminierung
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