Insgesamt zwölf muslimische Lehrerinnen und sieben Referendarinnen mit Kopftuch in Nordrhein-Westfalen
Nach einem neuen Lagebericht zum Kopftuchverbot, den Schulministerin Barbara Sommer (CDU) dem Schulausschuss vorgelegt hat, gibt es an den Schulen in Nordrhein-Westfalen insgesamt zwölf muslimische Lehrerinnen und sieben Referendarinnen, die ein Kopftuch im Dienst tragen. Acht von ihnen wurde das Kopftuchtragen verboten, weil sie angeblich dadurch den „Schulfrieden gefährden“ würden. Sieben von ihnen klagen gegen das Verbot. Die übrigen vier dürfen es weiterhin tragen. Auch die Referendarinnen dürfen weiterhin mit Kopftuch unterrichten, weil der Bund hier das Ausbildungsmonopol hat.
Ex-Schulministerin Ute Schäfer (SPD) sagte, mit dem Kopftuchverbot werde „mit Kanonen auf Spatzen“ geschossen. „Emanzipierte Lehrerinnen werden gezwungen, das Kopftuch abzulegen“, kritisiert sie. Der CDU-Abgeordnete Michael-Ezzo Solf behauptete dagegen, dass das Kopftuch gegen „Verfassungsgüter wie die Freiheit, Menschenwürde und die Gleichberechtigung“ verstoße. Mit Hinblick auf die Düsseldorfer Sozialpädagogin, die wegen des Tragens einer Baskenmütze von der Bezirksregierung abgemahnt wurde, fragte Grünen-Fraktionsvorsitzende Sylvia Löhrmann: „Wodurch gefährdet eine Baskenmütze die Gleichberechtigung?“ In Nordrhein-Westfalen gilt seit August 2006 ein Kopftuchverbot für muslimische Lehrerinnen. (hv)
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