Im Zusammenhang mit dem vorgestellten Zukunftsbericht für NRW gehört das Kopftuch zu den am heftigsten diskutierten Themen. Die Debatten kreisen um Fragen über die Freiwilligkeit des Kopftuchtragens und die Symbolik des Kopftuchs.
Alice Schwarzer, Deutschlands berühmteste Feministin und Kommissionsmitglied in der Zukunftskommission „Nordrhein Westfalen 2025“, hatte ein Kopftuchverbot gefordert und es damit begründet, dass das Kopftuch ein Symbol für die Unterdrückung der Frauen sei.
Der NRW-Minister für Frauen und Integration, Armin Laschet (CDU), äußerte hingegen in einem Beitrag der Bild-Zeitung, dass es nicht zulässig sei, „jeder freiwillig Kopftuchtragenden Frau zu unterstellen, dass sie unterdrückt oder fundamentalistisch sei“. Er bezeichnete die Glaubensfreiheit als ein hohes Gut der deutschen Verfassung. Es käme nicht „auf das Kopftuch an, sondern auf den Kopf darunter“. Gleichzeitig merkte er an, dass es inakzeptabel sei, dass Frauen von ihren Männern, Brüdern und Vätern gezwungen werden Kopftuch zu tragen.
Dass Laschet trotz dieser Erkenntnisse das Kopftuchverbot für Lehrerinnen als richtig bezeichnet und dies mit der erforderlichen Neutralität von Lehrerinnen begründet, wird von den meisten Muslimen als eine inkonsequente Haltung empfunden. (fy)
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