Mehr als 70 Frauen haben eine Initiative gegen ein Kopftuch-Verbotsgesetz ins Leben gerufen. Unter den Unterzeichnerinnen der Initiative finden sich zahlreiche Vertreter von Parteien, Religion und Gesellschaft. Frau Marie-Luise Beck, Ausländerbeauftragte des Bundes, Prof. Dr. Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a.D. und Elisa Klapheck, Chefredakteurin der „jüdisches Berlin“ sind nur einige aus der langen Liste der Unterzeichner.
In dem Aufruf weisen die Frauen auf den negativen Verlauf der Kopftuch-Diskussion der letzten Zeit hin. Insbesondere das stereotype Gleichsetzen des Kopftuchs mit Fundamentalismus wird von den Unterzeichnerinnen kritisiert. Sie weisen gerade auf die negativen Folgen solch eines Gesetzes auf die betroffenen Frauen hin: „Wenn wir ohne Prüfung der individuellen Motive generell Frauen mit Kopftuch vom öffentlichen Schulleben ausschließen, treffen wir gerade die Frauen, die mit ihrem Streben nach Berufstätigkeit einen emanzipatorischen Weg beschreiten wollen.“
Ein weiterer gewichtiger Vorwurf der Unterzeichnerinnen ist, dass mit solch einem Gesetz gerade die gebotene Gleichbehandlung von Religionsgemeinschaften schaden nimmt: „Jenseits der Frage, ob man für eine striktere Säkularisierung der Institution Schule eintritt oder auch dort die religiöse Pluralität unserer Gesellschaft sichtbar werden lassen will, ist die Gleichbehandlung aller Religionsgemeinschaften verfassungsrechtlich geboten. Eine unterschiedliche Behandlung islamischer Symbole gegenüber den christlichen und jüdischen ist integrationspolitisch äußerst problematisch, verstärkt Konflikte statt sie zu reduzieren. Ein von einem generellen Verdachtsmoment abgeleitetes Kopftuchverbot, das zudem noch geschlechtsspezifisch wirkt, wäre eine religiös bedingte Diskriminierung mit praktischen Berufsausschluss.“
Interessant ist auch die Äußerung Frau Klaphecks in einem Spiegel-Interview zu dem Vorwurf, die Initiative würde sich mit dem Aufruf zu Helfern eines fundamentalistischen Islams machen. Die Kopftuchdebatte würde sie an die erzwungene Assimilation der Juden im 19. Jahrhundert erinnern. Deren Religion sollte in Deutschland auch nur unter der Bedingung akzeptiert werden, dass auf äußere Erkennungsmerkmale verzichtet wird, so Klapheck.
Am 3. Oktober 2011 findet der bundesweite "Tag der offenen Moschee" statt. Unsere Sonderseiten zum...
Diskriminierung
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Hier können Sie auszugsweise einen Blick in "Die Lehre des Islam" von Prof. Dr. Muhammed Hamidullah werfen. Das vorliegende Buch beinhaltet zwei Abschnitte von Prof. Hamidullahs Werk „Der Islam – Geschichte,Religion, Kultur".




























