Freitag 05. Februar 2010

Deutschland, Islam, Gesellschaft
Bündnis Islamischer Gemeinden begrüßt Genehmigung des Muezzinrufs

Der Vorsitzende des Bündnisses Islamischer Gemeinden in Norddeutschland (BIG), Ramazan Uçar, hat die Entscheidung der Stadt Rendsburg zum Muezzinruf begrüßt. „Die Genehmigung des Gebetsrufes ist ein wichtiges Zeichen für die Muslime in Rendsburg aber auch bundesweit. Integration ist wechselseitig und stellt somit auch Anforderungen an die Mehrheitsgesellschaft“, betonte Uçar. Die Religionsfreiheit gelte auch für die Muslime in Deutschland und „sie haben ein Recht darauf, ihre Religion öffentlich zu leben. Der Gebetsruf ist Teil des religiösen Lebens von Muslimen, sowie die Kirchenglocken Teil des religiösen Lebens der Christen sind“, sagte der Theologe.

Die gegenseitige Akzeptanz spiele hier eine wichtige Rolle, unterstrich Uçar.  Der Dialog der Religionen und insbesondere der Dialog mit der Bevölkerung seien wichtige Bausteine, um Missverständnisse und Ängste abzubauen. Die BIG setzte sich in diesem Sinne etwa mit dem jährlich stattfindenden Tag der offenen Moscheen und mit vielen über das Jahr verteilten Veranstaltungen verstärkt für ein besseres Zusammenleben ein. „In Rendsburg werden wir uns auch weiterhin für vertrauensbildende Maßnahmen mit der Bevölkerung einsetzen. Als wohlwollendes Zeichen dieser vertrauensbildenden Maßnahmen werden wir zunächst nicht in vollem Umfang Gebrauch von unserem Recht auf die Ausrufung des Gebetsrufes machen, sondern ihn nur an Freitagen zum Freitagsgebet ausrufen“, sagte Uçar abschließend.

 

„Nach langen hitzigen Debatten um den Gebetsruf in Rendsburg sind wir der Auffassung, mit dem Ausrufen des Gebetsrufes an Freitagen zum Freitagsgebet eine gute Lösung gefunden zu haben“, ist sich der stellvertretende Vorsitzende der BIG, Ahmet Yazıcı, sicher. Er hoffe, dass sich die Wogen glätten und allmählich der Alltag wieder eintritt. Die Initiative „Kein öffentlicher Gebetsruf“ hatte im Vorfeld des Genehmigungsverfahrens eine Unterschriftenkampagne gestartet - begleitet von offenen Drohungen im Internet. Was als Protest gegen die Lärmbelästigung begann, entwickelte sich im Laufe der vergangenen Monate zu einer „Anti-Islam-Bewegung“. Das Islamische Zentrum habe die Pflicht, sich dem hiesigen Kulturkreis anzupassen, so der Sprecher der Initiative bei der Übergabe der Unterschriften im Oktober letzten Jahres. (sa)


Am 3. Oktober 2011 findet der bundesweite "Tag der offenen Moschee" statt. Unsere Sonderseiten zum...

Nach einer ersten erfolgreichen Spendenaktion hat sich der Vorstand der Islamischen Gemeinschaft...

Angesichts der humanitären Notlage in Somalia hat der IGMG-Vorstand beschlossen, eine Spendenaktion...

Pierre Vogel tritt in Hamburg auf, liest man in der Welt-Zeitung. Vielleicht ein Schaukampf des...

Am 12. Juni hat die Türkei gewählt. Das Ergebnis der seit acht Jahren regierenden AKP (Partei für...

Im Allgemeinen widmeten sich US-Präsidenten in ihrer zweiten und letzten Regierungsperiode dem...

Das vonseiten des IGMG Hilfs- und Sozialverein Hasene errichtete Schulgebäude im pakistanischen...

„Die Stimmabgabe bei Wahlen ist ein hohes Gut und sollte nicht vergeudet werden. Daher rufen wir...

„Gewalt ist unter keinen Umständen tolerierbar. Wir verurteilen jedwede Gewalt mit aller Schärfe....

Aufgrund ihres tragenden Gewichts und ihrer großzügigen Struktur wird den Bögen in der Architektur...

Dschâhiz war ein vielschichtiger Gelehrter des 8. und 9. Jahrhunderts. Er lebte und wirkte in der...

Ibn Battuta (1304-1369) ist der größte (bekannteste/berühmteste) muslimische Reisende des...

Diskriminierung

Keine Nachrichten in dieser Ansicht.

Publikationen

Hier können Sie auszugsweise einen Blick in "Die Lehre des Islam" von Prof. Dr. Muhammed Hamidullah werfen. Das vorliegende Buch beinhaltet zwei Abschnitte von Prof. Hamidullahs Werk „Der Islam – Geschichte,Religion, Kultur". 

Bestellung

Öffnet internen Link im aktuellen FensterWeitere Publikationen


Startseite Suchen Impressum Intranet Sitemap Bildergalerie