Der Bundestagspräsidenten Norbert Lammert (CDU) hat am Iftar-Empfang des Koordinationsrats der Muslime (KRM) teilgenommen. Die Etablierung der Tradition, wonach Muslime zum gemeinsamen Fastenbrechen im Ramadan auch ihre nichtmuslimischen Freunde und Nachbarn einladen, sei eine kulturelle Bereicherung für Deutschland, betonte Lammert in seiner Ansprache.
Der CDU-Politiker äußerte sich auch zur Integration von Muslimen in Deutschland. „Integration kann nur gelingen, wenn das auch gewollt ist“, sagte der Bundestagspräsident am Donnerstag in Berlin. Der Integrationsprozess verlange Anstrengung bei allen Beteiligten und erfordere die aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. „Die kulturelle Vielfalt birgt Herausforderungen und Chancen gleichermaßen“, so Lammert. Man dürfe die Vorzüge, die diese Vielfalt bietet, aber nicht außer Acht lassen. Das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen richte sich schließlich nach dem Grundgesetz. Der Bundestagspräsident nutzte die Gelegenheit, um die Muslime in Deutschland dazu aufzurufen, an den Bundestagswahlen am 27. September teilzunehmen.
Die KRM-Vertreter betonten indes, dass die Muslime Teil dieser Gesellschaft sind. Der Vorsitzende des Islamrats für die Bundesrepublik Deutschland, Ali Kizilkaya, sagte in einer kurzen Rede unter anderem, dass aber die Islamfeindlichkeit in Teilen der Gesellschaft die Muslime beunruhige. Die Politik müsse diese Ängste ernst nehmen und dieser islamfeindlichen Entwicklung, die ihren Höhepunkt mit dem Mord an die Ägypterin Marwa al-Sherbini erreicht habe, aktiv entgegentreten. (sa)
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