Von: Bekir Tanrıkulu

Mittwoch 09. September 2009

Gemeinschaft
BIG lud zum Iftar-Empfang

Der Einladung zum Iftar des Bündnisses Islamischer Gemeinden in Norddeutschland (BIG) folgten zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Religion und Kultur.

Unter den Gästen der Veranstaltung, die im Wilhelmsburger Bürgerhaus in Hamburg stattfand, befanden sich der Hamburger Justizsenator Dr. Till Steffen, der Generalkonsul der Türkei, Devrim Öztürk, sowie seine Stellvertreterin Canan Ünal, der türkische Religionsattaché ÖmerYılmaz, Europaparlamentsabgeordneter Vural Öger, SPD-Mitglied in der Hamburgischen Bürgerschaft Bülent Çiftlik, dıe Bundestagskandidaten Aydan Özoğuz (SPD), Johannes Kars (SPD), Jan van Aken (LINKE), der Bürgerschaftsabgeordnete Mehmet Yıldız (LINKE) und der Generalsekretär der IGMG Oğuz Üçüncü.

 

In seiner Rede betonte der Öffnet externen Link in neuem FensterBIG-Vorsitzende Ramazan Uçar die Bedeutung des Ramadans im muslimischen Leben. In diesem Monat spiele Zusammenhalt und Geschwisterlichkeit eine noch größere Rolle als sonst.

 

Till Steffen lobte das friedliche Zusammenleben in der mulitikulturellen Stadt Hamburg und wies darauf hin, dass die Muslime der weltoffenen Stadt ihren Glauben ohne Einschränkungen leben könnten und dies ein Zeichen dafür sei, dass Muslime ein Teil der Gesellschaft sind.

 

 

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Trotzdem glaube Justizsenator, dass die Vorurteile gegenüber dem Islam und den Muslimen in den vergangenen Jahren doch eher gestiegen seien. Umso notwendiger sei es, sich gegen dergleichen einzusetzen.

 

Da es in Hamburg Menschen mit veschiedenen Migrationshintergründen gibt, habe man auch die Zahl der Angestellten mit Migrationshintergrund in der Stadtverwaltung erhöht. Denn, so Steffen, kulturelle Vielfalt sei ein Reichtum und niemand dürfe wegen seiner Sprache, Religion oder seines Geschlechts ausgeschlossen und diskriminiert werden. In einem Einwanderungsland wie Deutschland dürfe man dies auf keinen Fall zulassen.

 

Der türkische Generalkonsul Devrim Öztürk sprach über den Ramadan als ein Monat des Teilens und der Solidarität und sagte weiter: „Die Menschen müssen sich mit Respekt und Toleranz begegnen. Diesen Respekt und diese Toleranz habe ich heute gesehen. Dies ist ein gutes Beispiel für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“

 

 

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Öztürk bemerkte, dass die türkischen Migranten als Teil der deutschen Gesellschaft in Deutschland leben wollen. „Dass es sechs Migranten mit türkischem Hintergrund als Abgeordnete in der Hamburgischen Bürgerschaft gibt, ist der beste Beiweis dafür.“, so Öztürk. Ferner erinnerte Öztürk an die bevorstehenden Wahlen und rief alle dazu auf sich an diesen zu beteiligen.

 

Indes machte der Bundestagskandidat Jan van Aken (LINKE) auf die in letzter Zeit gestiegenen Aktivitäten der NPD aufmerksam und forderte diese zu verbieten. Weiter sprach sich Van Aken für ein kommunales Wahlrecht für Migranten aus. Dies sei ein demokratisches Recht.

 

Nachdem der Imâm der Zentrumsmoschee, Münir Çamlı, zum Abendgebet rief, ging man zu Iftar-Essen über. Abgerundet wurde die Veranstaltung mit musikalischen Stücken des Türkischen Sufi-Musik Ensembles. (am)


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