Der Dachverband zur Erstellung von Standards des Islamic Bankings, die Accounting and Auditing Organization for Islamic Financial Institutions (AAOIFI), bezeichnet nach Angaben der Finanzzeitung „Handelsblatt“ rund 85 Prozent der als „islamkonform“ verkauften Anleihen als nicht mit den islamischen Regeln vereinbar.
Zur Begründung erklärte das Gremium, dass eine Anleihe den religiösen Anforderungen nicht entspricht, wenn nicht auch das Eigentum an den zugrundeliegenden Vermögenswerten auf die Anleihegläubiger übertragen wird. Dieses Erfordernis werde bisher von rund 85 Prozent der als „islamkonform“ gehandelten Anleihen nicht erfüllt.
Dem Bericht des „Handelsblatts“ zufolge, hat das Urteil des AAOIFI starke Kursverluste in der Branche zur Folge. Von Januar bis August hätten die Kurse im Mittel 1,51 Prozent nachgegeben. Damit sei der Rückgang größer als bei US-Unternehmensanleihen. Der große Einfluss des Gremiums hängt mit der bindenden Wirkung seiner Entscheidungen in sechs islamischen Ländern zusammen. Die Institution wird von über 155 Mitgliedern aus 40 Ländern getragen. (sa)
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