Laut einer Studie in England bevorzugen auch Nicht-Muslime das islamische Bankwesen immer häufiger
Einer Nachricht der BBC zufolge haben bislang viele Nicht-Muslime in England aus ethischen Gründen Girokonten bei islamischen Banken eröffnet. Es sei bemerkenswert, dass trotz der Londoner Attentate viele Engländer islamische Banken bevorzugten. Gründe für eine solche Entscheidung seien zunächst Bedenken, dass das angelegte Geld für gemeinwohlschädliche Investitionen wie für die Herstellung und den Vertrieb von Alkohol, Tabak, Rauschgift, Waffen und Glücksspiel sowie Pornografie verwendet werden könnte.
Die 25-jährige Ammei Dallaway, eine Kontoinhaberin bei einer islamischen Bank, erklärte in einem Kurzinterview, dass sie sich für eine islamische Bank entschieden habe, weil ihr Geld bei Islamic Banking nicht für gemeinwohlschädliche Zwecke verwendet werde. Sie habe dadurch ein reines Gewissen. „Da ich vor dem Anfang meiner Karriere stehe, habe ich zwar nicht so viel Kapital aber es beruhigt mich zu wissen, dass das Wenige, das ich habe, für ethisch reine Zwecke verwendet wird. Ich verabscheue den Gedanken, dass mein Kapital in indirekter Weise irgendein afrikanisches Land mit Waffen versorgt“, so Dellaway. Ihre Familie und Freunde hätten sie diesbezüglich sehr viel ausgefragt und dann eingesehen, dass das ethisch reine Finanzwesen und islamische Finanzsystem übereinstimmten.
Paul Sherrin, Vorsitzender der Islamic-Banking-Abteilung der Lloyd TSB Bank, sagte: „Die Studien zeigen, dass das Interesse für solche Banken in allen Schichten der Gesellschaft wächst.“ In der Nachricht heißt es weiter, dass das islamische Banksystem mit den religiösen Regeln der Scharia betrieben werde. Unter diesen Regeln des Bankwesens gilt vor allem die Investition des Kapitals in ethisch reine Anlagen. Verboten sind Investments in Industrieanlagen wie Alkohol, Tabak, Waffen, Glücksspiel und Pornografie. (ab)
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