Montag 13. April 2009

International
Islamisches Bankenwesen ist Gewinner der Finanzkrise

Während die Banken und Börsen unter der weltweiten Finanzkrise zu leiden haben, bleiben islamische Banken weitestgehend verschont. Die deutsche Tageszeitung „Die Welt“ weist auf das Wachstum des islamischen Bankenwesens trotz Krise hin.

Laut Die Welt investierten islamische Banken nicht in spekulative Geschäfte; erst durch die Krise hätten westliche Banken die reale Wirtschaft wahrgenommen.

 

Weitere Gründe für die weitgehende Verschonung der islamischen Banken von den Folgen der Krise sind das Zinsverbot und das Verbot des Handelns mit Schuldpapieren. "Außerdem gibt es das Prinzip, dass man nichts verkaufen kann, das man nicht besitzt oder das noch nicht existiert", bemerkt Davide Barzilai, Experte für Islamic Banking bei einer Anwaltskanzlei.

 

Ferner verhindern schariakonforme Investitionen übermäßige Verschuldung, Manipulation und Spekulation. Anstatt sich an spekulativen Geschäften zu beteiligen, investieren islamische Banken in der realen Wirtschaft und beteiligen sich am Gewinn sowie am Verlust des jeweiligen Unternehmens. Anstatt am Geschäft mit Kapital zu gewinnen, wird so die Wirtschaft vorangetrieben.   

   

Das Interesse am Islamic Banking wächst von Tag zu Tag. Mit einem jährlichen Rekordwachstum von 15 bis 20 Prozent sind schariakonforme Investitionsmöglichkeiten nicht nur für Muslime attraktiv, sondern auch für Unternehmen und Privatpersonen, die nach neuen Investitionsmöglichkeiten suchen. Das Marktvolumen würde jetzt schon ein Volumen von 800 Milliarden bis eine Billion Dollar umfassen, so Zaid el-Mogaddedi vom Institute for Islamic Banking and Finance in Frankfurt. Das Potenzial liege aber bei vier Billionen Dollar. Denn vor allem in muslimischen Ländern sei das Interesse groß.

 

Vatikan empfiehlt islamisches Finanzwesen

 

Während inzwischen einige Pakete verabschiedet wurden, um der Finanzkrise zu entkommen, empfiehlt der Vatikan sich am islamischen Bankenwesen zu orientieren. In der Tageszeitung „Osservatore Romano“, wurde darauf hingewiesen, dass islamkonforme Investitionen frei von Zinsen sind, Spekulationen verbieten und Manipulation sowie übermäßige Verschuldungen verhindern. (am)


Am 3. Oktober 2011 findet der bundesweite "Tag der offenen Moschee" statt. Unsere Sonderseiten zum...

Nach einer ersten erfolgreichen Spendenaktion hat sich der Vorstand der Islamischen Gemeinschaft...

Angesichts der humanitären Notlage in Somalia hat der IGMG-Vorstand beschlossen, eine Spendenaktion...

Pierre Vogel tritt in Hamburg auf, liest man in der Welt-Zeitung. Vielleicht ein Schaukampf des...

Am 12. Juni hat die Türkei gewählt. Das Ergebnis der seit acht Jahren regierenden AKP (Partei für...

Im Allgemeinen widmeten sich US-Präsidenten in ihrer zweiten und letzten Regierungsperiode dem...

Das vonseiten des IGMG Hilfs- und Sozialverein Hasene errichtete Schulgebäude im pakistanischen...

„Die Stimmabgabe bei Wahlen ist ein hohes Gut und sollte nicht vergeudet werden. Daher rufen wir...

„Gewalt ist unter keinen Umständen tolerierbar. Wir verurteilen jedwede Gewalt mit aller Schärfe....

Zu den aufregensten Zeiten des Monats Ramadan gehören das Sahûr- und das Iftâr-Essen. Unser Prophet...

Ibn Battuta (1304-1369) ist der größte (bekannteste/berühmteste) muslimische Reisende des...

Sizilien ist die größte Mittelmeerinsel und gehört heute zu Italien. In der Vergangenheit war sie...

Diskriminierung

Keine Nachrichten in dieser Ansicht.

Publikationen

Hier können Sie auszugsweise einen Blick in "Die Lehre des Islam" von Prof. Dr. Muhammed Hamidullah werfen. Das vorliegende Buch beinhaltet zwei Abschnitte von Prof. Hamidullahs Werk „Der Islam – Geschichte,Religion, Kultur". 

Bestellung

Öffnet internen Link im aktuellen FensterWeitere Publikationen


Startseite Suchen Impressum Intranet Sitemap Bildergalerie