Mittwoch 30. September 2009

Deutschland
Muslimisches Seelsorgetelefon stößt auf große Nachfrage

Das erste muslimische Seelsorgetelefon mit Sitz in Berlin ist bereits seit Mai im Einsatz und trifft seitdem auf große Nachfrage. Ehrenamtliche muslimische Seelsorger verschiedener Nationalitäten beraten und bieten seelische Unterstützung bei kulturspezifischen Problemen.

Seelsorger fühlen sich bei Anrufern aus anderen Kulturkreisen häufig überfordert. Dies machte den Bedarf an einem muslimischen Seelsorgetelefon deutlich.  Auf einer Tagung kam der Leiter der Kirchlichen Telefonseelsorge in Berlin, Uwe Müller, mit der Hilfsorganisation „Islamic Relief“ in Kontakt und die Idee für die erste muslimische Seelsorge entstand. „Islamic Relief“ übernahm gemeinsam mit Diakonie und Caritas die Trägerschaft.

 

Ausgebildet wurden die ehrenamtlichen Mitarbeiter von erfahrenen Seelsorgern der Kirchlichen Telefonseelsorge und Imamen. Der Geschäftsführer Imran Sagir erklärt: „Wir sind weder ein religiöses Angebot noch ein Migrantentelefon. Wir bieten einen muslimischen Bezugsrahmen.“ Ihr Anliegen sei es, die Sorgen der Menschen anzuhören und zusammen mit ihnen nach Auswegen aus der Krise zu suchen. Grundlegende Kenntnisse über den Islam und die Kultur der muslimischen Menschen in Deutschland seien hilfreich bei den Beratungsgesprächen. Auch Nichtmuslime könnten von der Seelsorge Gebrauch machen, fügt Sagir hinzu.

 

Bisher hätten insgesamt 440 Menschen das kostenfreie muslimische Seelsorgetelefon schon genutzt, so Sagir. Es ginge meist um zwischenmenschliche Beziehung, sagt einer der 22 ehrenamtlichen Mitarbeiter. Für das Muslimische SeelsorgeTelefon (MuTeS) wird mit dem Slogan "Ein Notruf für die Seele - Ein Gespräch kann Welten öffnen" auf Flyern und Plakaten in Moscheen, über Rundmails sowie im Internet geworben. Die Rufnummer ist zwar zurzeit täglich von 16 bis 24 Uhr zu erreichen, eine 24-stündige Bereitschaft sei jedoch in Planung. „Außerdem wollen wir an zwei Tagen die sonst auf deutsch geführten Gespräche auch auf türkisch, an einem Tag auf arabisch anbieten.“, kündigt Sagir an.

 

Öffnet externen Link im aktuellen FensterDas muslimische Seelsorgetelefon ist täglich von 16 bis 24 Uhr unter der kostenfreien Telefonnummer 030-443509821 erreichbar.


Am 3. Oktober 2011 findet der bundesweite "Tag der offenen Moschee" statt. Unsere Sonderseiten zum...

Nach einer ersten erfolgreichen Spendenaktion hat sich der Vorstand der Islamischen Gemeinschaft...

Angesichts der humanitären Notlage in Somalia hat der IGMG-Vorstand beschlossen, eine Spendenaktion...

Pierre Vogel tritt in Hamburg auf, liest man in der Welt-Zeitung. Vielleicht ein Schaukampf des...

Am 12. Juni hat die Türkei gewählt. Das Ergebnis der seit acht Jahren regierenden AKP (Partei für...

Im Allgemeinen widmeten sich US-Präsidenten in ihrer zweiten und letzten Regierungsperiode dem...

Das vonseiten des IGMG Hilfs- und Sozialverein Hasene errichtete Schulgebäude im pakistanischen...

„Die Stimmabgabe bei Wahlen ist ein hohes Gut und sollte nicht vergeudet werden. Daher rufen wir...

„Gewalt ist unter keinen Umständen tolerierbar. Wir verurteilen jedwede Gewalt mit aller Schärfe....

Dschâhiz war ein vielschichtiger Gelehrter des 8. und 9. Jahrhunderts. Er lebte und wirkte in der...

Sizilien ist die größte Mittelmeerinsel und gehört heute zu Italien. In der Vergangenheit war sie...

Zu den aufregensten Zeiten des Monats Ramadan gehören das Sahûr- und das Iftâr-Essen. Unser Prophet...

Diskriminierung

Keine Nachrichten in dieser Ansicht.

Publikationen

Hier können Sie auszugsweise einen Blick in "Die Lehre des Islam" von Prof. Dr. Muhammed Hamidullah werfen. Das vorliegende Buch beinhaltet zwei Abschnitte von Prof. Hamidullahs Werk „Der Islam – Geschichte,Religion, Kultur". 

Bestellung

Öffnet internen Link im aktuellen FensterWeitere Publikationen


Startseite Suchen Impressum Intranet Sitemap Bildergalerie