andalusien messe

 

Dienstag 10. November 2009

Palästina, International
Palästinenserpräsident Abbas zur erneuten Präsidentschaftskandidatur gedrängt

Nachdem der palästinensische Präsident und Vorsitzende der Parteien PLO und Fatah, Mahmud Abbas, letzte Woche seinen Rückzug bekanntgegeben hatte, wurde er aufgefordert, dies zu überdenken. Mehrere tausend Palästinenser gingen am Sonntag in Hebron auf die Straße.

In Sprechchören forderte die Menschenmenge Abbas dazu auf, erneut zu kandidieren. Ein Abbas-naher Sprecher wies Vermutungen zurück, dass Abbas aus taktischen Gründen seinen eventuellen Rückzug angekündigt habe.  „Das ist kein Manöver oder ein Versuch, irgendwelche Vorteile daraus zu ziehen“, sagte auch Abbas im palästinensischen Fernsehen. Vergeblich hatten zuvor auch die Führungsgremien der beiden Parteien sowie der jordanische König Abdullah und der israelische Präsident Peres ihn umzustimmen versucht. „Wenn Sie gehen, werden die Palästinenser ihre Chance auf einen unabhängigen Staat verlieren“, soll  Israels Präsident Schimon Peres gesagt haben.

 

Die Enttäuschung über den Kurswechsel des US-Außenministeriums im Nahen Osten habe bei der Entscheidung eine große Rolle gespielt. „Wir sind davon überrascht, die Vereinigten Staaten an der Seite Israels zu sehen“, sagte Abbas. Die amerikanische Außenministerin Clinton hatte am vergangenen Wochenende in Jerusalem im Gespräch mit Netanjahu die „beispiellosen“ Zugeständnisse im Vergleich zu früheren Verhandlungen gelobt. Darüberhinaus stellte sie noch klar, dass ein Baustopp in den Siedlungen nie eine Vorbedingung für neue Gespräche zwischen den beiden Konfliktparteien gewesen sei. An Abbas appellierte sie dagegen nur, sich der Aufnahme neuer Verhandlungen nicht mehr zu verschließen.

 

Ein Mitglied im Fatah-Zentralkomitee glaubt jedoch, dass Abbas seine Ankündigung überdenken könnte, wenn im Friedensprozess Fortschritte sichtbar würden. Dazu müssten jedoch die USA Druck auf Israel ausüben, was jedoch die Mehrheit der Palästinenser anzweifeln. „Es fällt auf, dass die amerikanische Außenministerin Clinton am Donnerstag schon in der Vergangenheitsform von Abbas sprach und ihre Worte wie ein Nachruf klangen. Auch die ägyptische Regierung äußerte sich auffällig zurückhaltend“, sagte der palästinensische Sicherheitsfachmann Zakaria al Qaq aus Ost-Jerusalem. (ab)


Am 3. Oktober 2011 findet der bundesweite "Tag der offenen Moschee" statt. Unsere Sonderseiten zum...

Nach einer ersten erfolgreichen Spendenaktion hat sich der Vorstand der Islamischen Gemeinschaft...

Angesichts der humanitären Notlage in Somalia hat der IGMG-Vorstand beschlossen, eine Spendenaktion...

Pierre Vogel tritt in Hamburg auf, liest man in der Welt-Zeitung. Vielleicht ein Schaukampf des...

Am 12. Juni hat die Türkei gewählt. Das Ergebnis der seit acht Jahren regierenden AKP (Partei für...

Während man einerseits immer noch die Zugehörigkeit des Islams zu Deutschland diskutiert, wird auf...

Der Vorsitzende der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüş (IGMG), Kemal Ergün, besuchte gemeinsam...

Unter der Federführung von Adnan Sağlam, Leiter der IGMG-Abteilung für Soziale Dienste des...

Stuttgart lud anlässlich der 50-jährigen Einwanderung nach Deutschland ein. An der Veranstaltung...

Bevor man danach fragen kann, wie denn Notfallbegleitung für Muslime aussehen kann, muss erst die...

Unter den Islamwissenschaftlern gibt es nach wie vor viele aus dem westlichen Kulturkreis, die sich...

Die Lebensweise des Propheten (Sunna), die sich in der Gesamtheit der überlieferten Hadithe...

Diskriminierung

Keine Nachrichten in dieser Ansicht.

Publikationen

Hier können Sie auszugsweise einen Blick in "Die Lehre des Islam" von Prof. Dr. Muhammed Hamidullah werfen. Das vorliegende Buch beinhaltet zwei Abschnitte von Prof. Hamidullahs Werk „Der Islam – Geschichte,Religion, Kultur". 

Bestellung

Öffnet internen Link im aktuellen FensterWeitere Publikationen


Startseite Suchen Impressum Intranet Sitemap Bildergalerie