Laut Meldungen der amtlichen Nachrichtenagentur CNS ist die Hinrichtung von neun Männern vollstreckt worden. Es wurde jedoch kein genauer Zeitpunkt genannt. Der Oberste Volksgerichtshof habe die Urteile gemäß dem geltenden Recht bestätigt, hieß es lediglich.
Die im Oktober zum Tode verurteilten neun Uiguren sind hingerichtet worden. Ihnen wurde Beteiligung an den Unruhen im Westen Chinas im Juli vorgeworfen. Die neun Personen waren des Mordes und anderer schwerer Verbrechen für schuldig befunden worden.
Vergangenen Montag sind 20 weitere Angeklagte vor Gericht gestellt worden. Der Weltkongress der Uiguren (WUC) kritisierte die Prozesse scharf, da sie „politisiert“ seien. Der Sprecher des in München ansässigen Weltkongresses der Uiguren, Dilxat Raxit, sagte, dass die Hingerichteten kein faires Verfahren bekommen hätten, und für die weiteren Angeklagten sei dies auch nicht zu erwarten, kritisierte Raxit. „Die neun Uiguren durften vor der Hinrichtung nicht einmal ihre Familien sehen.“ Er zeigte sich enttäuscht über die Vereinigten Staaten und die Europäische Union, die keinen Druck auf China ausgeübt und auch sonst nichts zum Schutz der uigurischen Minderheit getan hätten.
Die schweren Ausschreitungen hatten sich in Urumqi entzündet. Uiguren hatten mit Prostesten die Aufklärung des Todes von zwei uigurischen Arbeitern, die in Südchina von einem Mob von hunderten Menschen angegriffen worden waren, gefordert. Es kam bei den Protesten zu Ausschreitungen zwischen Uiguren und Chinesen. (ab)
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