Die islamische Gemeinde in der Schweiz, immerhin die zweitgrößte Religionsgemeinschaft nach der Christlichen, wird nicht mehr so anwachsen wie in den 70er Jahren. Das besagt eine Studie des Forschungsmitarbeiters am Religionswissenschaftlichen Seminar an der Uni Luzern, Samuel-Martin Behloul.
Die Zahl der Zuwanderung von muslimischen Einwanderern in der Schweiz zeige eine Tendenz zur Stagnation, so die Studie des Religionswissenschaftlers Behloul an der Uni Luzern. Behloul begründet dies einerseits mit der schwierig gewordenen Einwanderung. Auf der anderen Seite würden sich die hier lebenden Muslime den hiesigen Bedingungen anpassen. Dies sei insbesondere an der Geburtenrate zu beobachten, die sich laut Experten langsam in Richtung des schweizerischen Niveaus bewegt. "Zwischen 2000 und 2010 ist es nicht erneut zu einer Verdoppelung gekommen", sagte Behloul ferner.
Insgesamt könne man sagen, dass die Mehrheit der Muslime wie bei anderen Religionen laizistisch orientiert sei, stellte denn auch die Kommission für Migrationsfragen fest.
Zum Thema Integration fand Forschungsmitarbeiter Behloul heraus: Die meisten Zuwanderer seien in der Schweiz "angekommen" und würden die Eidgenossenschaft inzwischen als ihre Heimat betrachten. Zurzeit leben rund 400 000 Muslime in der Schweiz. (ab)
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