andalusien messe

 

Mittwoch 23. Dezember 2009

Deutschland, Islam, Gesellschaft
Hamburger Bischöfin kann sich Muezzin-Ruf vorstellen

Hamburgs Bischöfin Maria Jepsen kann sich einen wöchentlichen Muezzin-Ruf in der Hansestadt grundsätzlich vorstellen. Die CDU sieht darin eine Provokation. Die SPD ist skeptisch. Dabei liege noch kein Antrag vor.

„Wenn es nicht mit großen Lautsprechern übertragen würde, glaube ich, würde ein Ruf zum Freitagsgebet nicht unbedingt stören, sondern deutlich machen: Die Muslime sind auch hier bei uns, sie verstecken sich nicht, sie geben ein Zeichen“, sagte die Hamburger Bischöfin in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Vor allem aber müssten die Bewohner des Stadtteils einverstanden sein. "Es müsste sehr ausführlich mit ihnen beraten werden", sagte Maria Jepsen. Das sensible Miteinander dürfe nicht zerstört werden.

 

Sie könne sich zudem nicht vorstellen, dass die Menschen in Hamburg für ein Bauverbot von Minaretten stimmen würden, wie in der Schweiz. "Wenn so etwas aufkäme, würden wir es sicher im Interreligiösen Forum miteinander bereden", sagte Jepsen. "Was wir an Integrationsarbeit im religiösen Bereich leisten, wird manchmal gar nicht so wahrgenommen."

 

Wolfgang Beuß von der CDU lehnt hingegen den Muezzin-Ruf in Hamburg kategorisch ab. "Rufe eines Muezzins vom Minarett einer Moschee kann ich mir in Hamburg kaum vorstellen, und ich befürworte so etwas auch nicht", sagt der Fraktionsvize und kirchenpolitischer Sprecher der CDU. "Minaretten sind kein bloßer Bauschmuck, sondern politische und religiöse Symbole, sie verkörpern einen Machtanspruch. Sie dienen daher keineswegs dem Religionsfrieden", so Beuß gegenüber der Welt. "In unserer Gesellschaft herrscht eine latente Angst vor religiöser Überfremdung." Den Ruf eines Muezzins würden viele Menschen, so glaubt Beuß, als Provokation empfinden. Das leiste einer feindseligen Stimmung Vorschub.

 

"Es fällt mir nicht leicht, mir das vorzustellen", sagte auch der SPD-Fraktionschef Michael Neumann. Gleichwohl sei der Islam in Deutschland angekommen. Man müsse solche Entscheidungen pragmatisch fällen. (sa)


Am 3. Oktober 2011 findet der bundesweite "Tag der offenen Moschee" statt. Unsere Sonderseiten zum...

Nach einer ersten erfolgreichen Spendenaktion hat sich der Vorstand der Islamischen Gemeinschaft...

Angesichts der humanitären Notlage in Somalia hat der IGMG-Vorstand beschlossen, eine Spendenaktion...

Pierre Vogel tritt in Hamburg auf, liest man in der Welt-Zeitung. Vielleicht ein Schaukampf des...

Am 12. Juni hat die Türkei gewählt. Das Ergebnis der seit acht Jahren regierenden AKP (Partei für...

Während man einerseits immer noch die Zugehörigkeit des Islams zu Deutschland diskutiert, wird auf...

Der Vorsitzende der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüş (IGMG), Kemal Ergün, besuchte gemeinsam...

Unter der Federführung von Adnan Sağlam, Leiter der IGMG-Abteilung für Soziale Dienste des...

Stuttgart lud anlässlich der 50-jährigen Einwanderung nach Deutschland ein. An der Veranstaltung...

Die islamische Religion schöpft ihr Selbstverständnis aus zwei wichtigen Quellen: Koran und Sunna....

Aufgrund ihres tragenden Gewichts und ihrer großzügigen Struktur wird den Bögen in der Architektur...

In der islamischen Tradition wird die vorislamische Zeit auf der arabischen Halbinsel als...

Diskriminierung

Keine Nachrichten in dieser Ansicht.

Publikationen

Hier können Sie auszugsweise einen Blick in "Die Lehre des Islam" von Prof. Dr. Muhammed Hamidullah werfen. Das vorliegende Buch beinhaltet zwei Abschnitte von Prof. Hamidullahs Werk „Der Islam – Geschichte,Religion, Kultur". 

Bestellung

Öffnet internen Link im aktuellen FensterWeitere Publikationen


Startseite Suchen Impressum Intranet Sitemap Bildergalerie