Mittwoch 23. Dezember 2009

Deutschland, Moscheebau, Islam, Glauben, Kopftuch, Diskriminierung, Gesellschaft
Kardinal Meisner bezeichnet „Asymmetrie“ bei der Religionsfreiheit als Auslöser für die Islamfeindlichkeit

Im Interview der Woche des Deutschlandfunks erklärt Kardinal Joachim Meisner, dass eine Abstimmung wie in der Schweiz über das Bauverbot von Minaretten in Deutschland kaum anders ausfallen würde. Grund dafür sei eine Asymmetrie bei der Religionsfreiheit, glaubt Meisner. Christen würden in muslimischen Ländern in ihrem religiösen Leben behindert. In Europa werde aber gerichtlich geboten, „dass eine deutsche Schule einem Muslim einen Gebetsraum zur Verfügung stellen muss.“ Da stimme etwas nicht, so Meisner.

Obgleich der Kardinal in dem Interview die Bedeutung der Religionsfreiheit hervorhebt, sieht er darin gleichwohl einen Auslöser für die Islamfeindlichkeit, da sie in islamisch geprägten Ländern nicht beachtet werde: "Es ist ein Kampf, der vergeblich ist. Und da fragt man sich vom Gefühl her: Da stimmt etwas nicht. Und daher kommt auch so die ganze Aversion gegen unsere muslimischen Mitbürger", sagte Kardinal Meisner wörtlich. „Da haben auch die Muslime ein Recht, ihre Religion zu leben bis hin zum Moscheebau. Aber wenn gleichzeitig in Europa verboten oder geboten werde, "dass wir die Kreuze abnehmen" ­ etwa vom Europäischen Gerichtshof angeordnet, und ein deutsches Gericht verfüge, dass in einer deutschen Schule ein Zimmer für muslimische Schüler zum Gebet freigemacht werden müsse, "dann ist das so eine Asymmetrie, dass die Leute sagen, hier stimmt doch was nicht".

 

Dabei lässt der Kardinal unbeachtet, dass auch in Deutschland religiöse Minderheiten Diskriminierungen und Behinderungen zu beklagen haben und viele Frauen etwa wegen des Kopftuchverbots nicht ihren Beruf ausüben können, und sich somit weder entfalten, noch der Gesellschaft einen Beitrag leisten können. Hinzu kommt, dass Meisner von einer Schwäche des Christentums und einer Stärke des Islams spricht und damit die Angst vor religiöser Überfremdung verstärkt. (sa)


Gebetszeiten
Deutschland:
Großstädte weltweit:

Bundestagspräsident Norbert Lammert setzt sich in einem Schreiben an seinen türkischen Amtskollegen...

„Wer mit offenen Augen und Ohren in einem von Türken, Arabern, Afghanen bewohnten Stadtteil lebt,...

In diesen Tagen wird in Malaysia ernsthaft diskutiert, ob Christen ihren (?) Gott auch „Allah“...

In Istanbul fand letzte Woche ein Treffen von türkischen Nichtregierungsorganisationen aus aller...

Die „Empfehlungen zur Weiterentwicklung von Theologien und religionsbezogenen Wissenschaften an...

Josef Isensee zählt zu den profiliertesten Staatsrechtlern in Deutschland. Sein Name ist mit dem...

Die Frauenabteilung des IGMG-Regionalverbands Ruhr A kam mit den Leiterinnen der regionalen...

Am Weltfrauentag besuchte der Vorsitzende des IGMG-Regionalverbands Rhein-Neckar-Saar ein...

Beim 8. Wissenswettbewerb der Islamischen Föderation in Wien (IFW) traten die Teilnehmer aus zwölf...

Die Bedeutung der Moschee bei der Entwicklung einer gefestigten Persönlichkeit sowieder Entwicklung...

Das Wort „Hadsch“ bedeutet Absicht, Hinwendung und Wanderung. Im islamischen Sinne ist damit die...

Hinter der Entsendung der Menschen auf die Erde steckt eine göttliche Absicht. Der Mensch, ein mit...

Diskriminierung

Keine Nachrichten in dieser Ansicht.

Download Verbandstext
März 2010
  • Fitra – Die Natur des Menschen aus islamrechtlicher Sicht
  • „Wer Kinder hat, soll mit ihnen Kind sein“
  • Profilierung auf Kosten Gottes
  • „Islamische Studien“ in Sicht

Öffnet internen Link im aktuellen Fensterzum Archiv

Publikationen

Hier können Sie auszugsweise einen Blick in "Die Lehre des Islam" von Prof. Dr. Muhammed Hamidullah werfen. Das vorliegende Buch beinhaltet zwei Abschnitte von Prof. Hamidullahs Werk „Der Islam – Geschichte,Religion, Kultur". 

Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterBestellung 

Öffnet internen Link im aktuellen FensterWeitere Publikationen


Startseite Suchen Impressum Sitemap Bildergalerie