Großbritannien will ausländischen Studenten die Visa-Bedingungen erschweren. Es soll dadurch vermieden werden, dass das Studenten-Visum durch illegale Beschäftigung missbraucht wird.
Es sollen von den ausländischen Studenten unter anderem bessere Sprachkenntnisse verlangt und die zusätzlichen Verdienstmöglichkeiten gekürzt werden, teilte das britische Innenministerium am Samstag mit.
„Jene ausländische Studenten, die ernsthaft hier studieren wollen, sind uns nach wir vor willkommen", erklärte Innenminister Alan Johnson. Die neuen Visa-Bedingungen richteten sich gegen jene, die vor allem wegen Arbeit nach Großbritannien kämen. Unter anderem soll die Zahl der wöchentlich erlaubten Arbeitsstunden halbiert werden. Studenten dürfen vor dem ersten Abschluss künftig nur noch zehn Stunden arbeiten statt wie bisher 20 in der Woche, begleitenden Angehörigen wird die Arbeitsaufnahme gänzlich untersagt. Zu Kursen, die weniger als sechs Monate dauern, dürfen künftig keine Angehörigen mehr einreisen.
Insbesondere trifft es die Studenten aus den Ländern Nepal, Nordindien und Bangladesch. Seit letzter Woche nimmt Großbritannien keinen Visaantrag von Studenten aus diesen Ländern an, die Zahl der Anträge sei einfach zu groß. Im vergangenen Jahr nahmen Schätzungen zufolge 280.000 junge Menschen aus dem Ausland ein Studium in Großbritannien auf. Die neuen Bestimmungen sollen in den kommenden Wochen in Kraft treten.
30 Prozent der ausländischen Studierenden, die mit einem Studentenvisum ins Großbritannien eingereist sind, belegen hauptsächlich kurzzeitige Kurse anstatt länger dauernde Studienkurse mit anschließendem Hochschulabschluss, sagte Johnson. (ab)
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