Mit dem Wunsch nach mehr Moscheen hat der scheidende Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) eine Protestwelle ausgelöst. Zu Unrecht, stellt Schakfeh fest. Der Protest sei unter anderem darauf zurückzuführen, dass viele Österreicher ein falsches Bild vom Islam hätten, was wiederum auf die hetzerischen Äußerungen einiger rechtsgerichteter Parteien zurückzuführen sei. Wenn Moscheen zunehmend zum Alltag gehörten, würde das Verständnis der Österreicher für den Islam wachsen, sagte Schakfeh in einem Interview mit der österreichischen Nachrichtenagentur APA.
„Eine Moschee ist keine Bedrohung, sondern vielmehr ein Ort der Besinnung und des Gebetes. Ein Ort, wo man sich mit anderen trifft und Freundschaften schließt", sagte der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich und plädierte darüberhinaus für Verwaltungsstellen und Informationsstellen in jeder Landeshauptstadt, die Menschen hierüber aufklären. Auf lange Sicht könne man Menschen nicht verbieten, ihre wirkliche religiöse Freiheit, die verfassungsgeschützt ist, auszuüben", argumentiert Anas Schakfeh. Ein Minarett sei zwar religiös nicht vorgeschrieben, "aber eine Kirche hat eine Struktur, eine Architektur. Und eine Moschee hat auch eine Architektur."
Man könne jedoch über die Ausgestaltung der Türme, etwa die Höhe, sprechen. Auch Lautsprecher, über die die Gebetsrufe verkündet werden, müssten nicht unbedingt sein. Rund eine halbe Million Muslime gibt es in Österreich, für die es zu wenige Bethäuser gebe.
Auch im Namen der offenen Gesellschaft sei eine Moschee keine Bedrohung, da „eine Moschee nicht versteckt sein solle. Denn versteckte Dinge seien immer problematisch und verdächtig. „Wir wollen weder problematisch, noch verdächtig sein, sondern ganz normale Bürger und Bürgerinnen des Landes", betonte Schakfeh.
Dass viele Österreicher ein falsches Meinungsbild vom Islam hätten, sei unter anderem auf hetzerische Äußerungen einiger rechtsgerichteter Parteien zurückzuführen, die damit auf mehr Stimmenfang gingen. Es sei eine Beleidigung einer großen Religion, dass neue Moscheen als „Brutstätten für radikale Islamisten“ dienten, wie die FPÖ in den vergangenen Tagen behauptete. „Das ist das Wahlprogramm dieser Partei, denn anscheinend hat sie kein anderes Programm außer Fremdenfeindlichkeit", so Schakfeh weiter.
Nur durch offenes Zusammenleben mit Menschen muslimischen Glaubens seien diese Vorurteile abbaubar, unterstrich der IGGiÖ-Vorsitzender und sagte: „Wenn man uns besser kennen lernt, dann wird man auch dieses Bild korrigieren.“ (ab)
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Hier können Sie auszugsweise einen Blick in "Die Lehre des Islam" von Prof. Dr. Muhammed Hamidullah werfen. Das vorliegende Buch beinhaltet zwei Abschnitte von Prof. Hamidullahs Werk „Der Islam – Geschichte,Religion, Kultur".
































