Im Rahmen der Gespräche über die Lage in Pakistan rief der Generalsekretär der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC), Ekmeleddin Ihsanoglu, die internationale Gemeinschaft und insbesondere die muslimische Welt dazu auf, Soforthilfe in Pakistan zu leisten. Außerdem plädierte Ihsanoglu für die Einrichtung eines Fonds für etwaige Naturkatastrophen.
Die Not in Pakistan bestehe nach wie vor, obwohl bislang beträchtliche Ersthilfen und Spenden geleistet wurden, teilte der OIC-Generalsekretär Ihsanoglu nach dem Pakistan-Treffen mit. Hierzu rief er muslimische Länder und Organisationen sowie Finanzeinrichtungen auf, Pakistan mit Soforthilfen beizustehen, teilte die türkische Nachrichtenagentur Cihan mit.
Die OIC empfahl den Organisationen der Mitgliedsstaaten eine koordinierte Hilfeleistung, bei der unter anderem die muslimischen Organisationen in Pakistan um Zusammenarbeit gebeten werden sollten.
Bei der Flutkatastrophe in Pakistan sind bislang über 1600 Menschen ums Leben gekommen, weitere 25 Millionen Menschen sind infolge der Flut obdachlos. 3, 5 Millionen Kinder sind derzeit Hunger und Seuchen ausgesetzt.
Das Ausmaß der Katastrophe in Pakistan sei bei weitem nicht vergleichbar mit der Tsunami-Katastrophe in Indonesien sowie dem Hurrican Katrina in den USA. Daher sollten auch Hilfsfonds in großem Format eingerichtet werden, so Ihsanoglu weiter.
Im Weiteren erwäge die OIC die Bereitstellung eines Fonds, aus dem Länder und Gemeinschaften Hilfe erhalten sollen, die von einer Naturkatastrophe erschüttert werden.
Auch sei es unerlässlich, künftig Katastrophenwarnungszentren auch in muslimischen Ländern einzurichten, da man durch den Klimawandel immer mehr mit Naturkatastrophen rechnen müsse. (ab)
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