Am 1. September ist Antikriegstag. An diesem Tag wird des Beginns des Zweiten Weltkriegs erinnert. Friedensgruppen und Gewerkschaften protestieren dieses Jahr unter anderem gegen die Beteiligung der Bundeswehr an Kriegen in aller Welt und fordern „Truppen raus aus Afghanistan!“ Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ruft unter dem Motto „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! Keine Auslandseinsätze!“ zu Aktionen auf.
Die Gewerkschaften fordern in diesem Jahr konkret ein Ende des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan und die Unterstützung beim Aufbau einer Zivilgesellschaft in dem Land. Der dortige Krieg sei mit militärischen Mitteln nicht zu gewinnen. Lange geheim gehaltene Papiere belegten, „wie schmutzig er ist und wie viele zivile Opfer er bereits gefordert hat. Die schlimmsten Befürchtungen wurden übertroffen“, erklärte der DGB-Bundesvorstand anlässlich des Antikriegstages in Berlin.
Konflikte, Krisen und Kriege könnten nur vermieden werden, so der DGB-Vorstand, „wenn die Verteilung von Wohlstand in und zwischen Staaten gerechter wird. Die Weltfinanz- und -wirtschaftskrise habe die Ungleichheit weiter verschärft. "Eine ganze Generation ist um ihre Zukunft gebracht.“
Die Weltwirtschaftskrise habe auch die Ernährungskrise weiter verschärft, weil mancherorts ausländische Direktinvestitionen geringer wurden oder ganz wegfielen oder wegen der geschrumpften Budgets der Entwicklungszusammenarbeit und des Handels. „Armuts-, Ernährungs- und Klimakrise sind ungelöst und werden immer mehr Kriege um Ressourcen und mithin mehr Elend nach sich ziehen“, warnt der DGB. „Nur Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit, der Kampf gegen Durst, Hunger und Ausbeutung sowie das Streiten für sozialen Fortschritt, gerechte Verteilung und Gewerkschaftsrechte“ könnten dauerhaften Frieden schaffen. (sa)
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