Das Schweizer Bundesamt für Migration (BFM) hat zum besseren Verständnis der Migrantengruppen vier neue Studien durchgeführt. Darin wurden die Lebensumstände von Migranten in der Schweiz näher untersucht. Ein anschließendes Handbuch soll den Schweizern den Umgang mit Ausländern erleichtern.
Die Studien, bei der Migranten aus Portugal, der Türkei, Kosovo, Somalia und Eritrea näher betrachtet wurden, sollen Hintergrundinformationen über das Leben der Migranten und Empfehlungen für eine bessere Integration liefern. Sie richten sich in erster Linie an jene, die im Alltag mit Migranten zu tun haben. „Ob Sie Lehrerin sind und ein somalisches Kind in der Klasse haben, oder ob Sie Arzt sind und einen kosovarischen Patienten behandeln: Mit dem entsprechenden Handbuch erhalten Sie gebündelt und stringent Auskunft“, sagte BFM-Vizedirektor Mario Gattiker zu den Studien. Die Studien würden jedoch keine „Ranglisten der Integration“ darstellen, betonte Gattiker.
Laut den Studien zeigen Migrantenvereine bei der Integration oft eine wichtige Rolle. Dies gilt insbesondere für Türkinnen und Türken: Die Migrantenvereine bieten für die im Ausland lebenden Türken eine wichtige Anlaufstelle für Neuankömmlinge, vermitteln Informationen und nehmen eine Brückenfunktion zu Behörden ein.
In der Diaspora der Somalier und Eritreer sind die Migrantenvereine wichtig für die Bekämpfung der weiblichen Genitalverstümmelung, die in Somalia und Eritrea weit verbreitet ist, so die Studien. In der Diaspora scheine bezüglich der Mädchenbeschneidung ein Umdenken stattzufinden, unter anderem dank der Präventionsarbeit von Migrantenvereinen, schreiben die Autoren.
Auch belegen die Studien, dass kosovarische Jugendliche bei der Ausbildung und dem Berufseinstieg immer noch benachteiligt sind. Empfohlen werde daher eine frühe Förderung der Kinder mit Migrationshintergrund. Es solle gehandelt werden, bevor sich Probleme abzeichneten.
Berufstätige portugiesische Migranten bilden eine geringe Anzahl, so die Studien. Das Erlernen einer Landessprache stelle für diese Migrationsgruppe jedoch noch eine Herausforderung dar. Den Migranten müsse aufgezeigt werden, dass das Beherrschen einer Landessprache auch für sie selbst nützlich sei, so die Herausgeber der Studien.
Die Zuwanderer aus der Türkei bilden mit rund 120 000 Personen die sechstgrösste Migrantengruppe in der Schweiz. 40 Prozent von ihnen haben die Schweizer Staatsangehörigkeit erworben. (ab)
Am 3. Oktober 2011 findet der bundesweite "Tag der offenen Moschee" statt. Unsere Sonderseiten zum...
Am 12. Juni hat die Türkei gewählt. Das Ergebnis der seit acht Jahren regierenden AKP (Partei für...
Diskriminierung
Keine Nachrichten in dieser Ansicht.
Publikationen
Hier können Sie auszugsweise einen Blick in "Die Lehre des Islam" von Prof. Dr. Muhammed Hamidullah werfen. Das vorliegende Buch beinhaltet zwei Abschnitte von Prof. Hamidullahs Werk „Der Islam – Geschichte,Religion, Kultur".































