Dienstag 21. Februar 2012

Presseerklärungen
IGMG unterstützt Schweigeminute zum Gedenken an die Neonazi-Opfer

„Der Staatsakt für die Opfer der rechtsextremistischen Gewalt ist ein wichtiges Zeichen. Diesem symbolischen Akt müssen aber glaubwürdige und transparente Aufklärungsmaßnahmen folgen, die jegliche Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Aufarbeitung beseitigen. In Anbetracht des immensen Vertrauensverlustes vieler Menschen in die Sicherheitsdienste ist das elementar wichtig“, erklärt Oğuz Üçüncü, Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG), anlässlich des am 23. Februar 2012 stattfindenden Staatsaktes. Üçüncü weiter:

„Am 23. Februar 2012 schweigt Deutschland um Punkt 12 Uhr. Arbeitgeberverbände und zahlreiche Nichtregierungsorganisationen rufen dazu auf, in ihrer Arbeit innezuhalten und der Neonazi-Opfer zu gedenken. Zeitgleich gibt es einen zentralen Staatsakt der Verfassungsorgane des Bundes bei der Bundeskanzlerin Angela Merkel in Anwesenheit der Opferfamilien eine Ansprache halten wird.

 

Ein geschlossenes Auftreten für ein Deutschland, in dem Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit keinen Platz haben, ist angesichts der schrecklichen Ereignisse begrüßenswert und wichtig.

 

Daher ruft auch die Islamische Gemeinschaft Milli Görüs alle Muslime in Deutschland dazu auf, sich an dieser Aktion zu beteiligen. Zudem wird die Islamische Gemeinschaft Milli Görüs am Freitag (24. Februar 2012) in ihren bundesweit mehr als 300 Moscheen während des Freitagsgebets der Opfer gedenken und auch die bundesweite Aktion thematisieren.

 

In Zeiten, wo Verunsicherung und Misstrauen weit verbreitet sind, ist es wichtig zu wissen, dass die breite Mehrheit der Bevölkerung keine Form des Extremismus toleriert – egal gegen wen und was sie gerichtet ist. Das fördert den Zusammenhalt und ist die beste Antwort auf die Neonazi-Morde.“


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