Der Mörder der 31-jährigen Ägypterin Marwa el-Sherbini ist offiziell wegen Mordes, versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung angeklagt worden. Das Motiv des Angeklagten sei ausgeprägter Hass auf Nichteuropäer und Muslime. Das wurde von der Anklagebehörde am Dienstag in Dresden mitgeteilt. Der Sprecher Christian Avenarius erklärte: „Er hat heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen gehandelt.“ Ein psychiatrischer Sachverständiger halte ihn für schuldfähig.
Vor etwa acht Wochen tötete der 28-jährige Russlanddeutsche die Ägypterin während eines Berufungsprozesses im Landgericht Dresden vor den Augen ihrer Familie mit mindestens 16 Messerstichen. Ihr Mann wurde bei dem Versuch sie zu schützen, ebenfalls mit mindestens 16 Messerstichen schwer verletzt.
Der im russischen Perm geborene Angeklagte, der seit 2003 in Deutschland lebe, müsse mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe rechnen. Der Prozess gegen ihn wird laut Landgericht Ende 2009 oder Anfang 2010 beginnen. (sa)
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