Der IGMG-Landesverband Berlin, die Islamische Föderation, die Initiative Berliner Muslime und zahlreiche muslimische Vereine organisierten vergangenen Freitag eine Demonstration gegen Islamophobie und Fremdenhass mit abschließender Trauerkundgebung für Marwa El-Sherbini vor dem Brandenburger Tor in Berlin.
Auf der Kundgebung, an der trotz Regen ca. 500 Menschen teilnahmen, gedachten die Teilnehmer der ermordeten Ägypterin Marwa El-Sherbini und taten ihren Frust über die mangelnde Positionierung der Mehrheitsgesellschaft kund. Der Generalsekretär des Islamrats, Burhan Kesici, sprach den Verwandten sein Beileid aus und kritisierte die distanzierte Berichterstattung und die Zurückhaltung der Politiker und zivilgesellschaftlicher Organisationen. „Die Zivilgesellschaft und die Politik haben sich in diesem Fall zunächst zurückgehalten und erst reagiert, nachdem sie Druck von Muslimen im In- und Ausland erfahren haben. Die Äußerungen der Politiker halten wir für nicht ausreichend. Wir haben als Muslime das Gefühl, dass die Deutsche Politik den Vorfall verdrängen möchte.“, so Kesici. In der Rede ging Kesici auch auf die Alltagsdiskriminierung ein, die insbesondere Frauen mit Kopftüchern erleiden müssen.
Auch Nawal El-Zaher von der Neuköllner Begegnungsstätte prangerte in ihrem Redebeitrag insbesondere das Zögern der Politiker an. Sie erklärte, dass die Muslime ein Teil der Gesellschaft seien und dass dies akzeptiert werden müsse. Zudem machte auch sie darauf aufmerksam, dass kopftuchtragende Frauen häufig Diskriminierungen ausgesetzt sind.
Laila Rowa vom islamischen Kultur- und Erziehungszentrum schilderte indessen eigene Diskriminierungserfahrungen auf dem Arbeitsmarkt sowie verbale und physische Angriffe auf offener Straße. Rowa zufolge sei bei solchen Übergriffen keine Solidarität von Passanten zu erfahren.
Fereshta Ludin, muslimische Lehrerin, die erfolglos gegen das Kopftuchverbot bis vor das Bundesverfassungsgericht zog, war ebenfalls anwesend. Ludin ergriff spontan das Wort und bewegte mit einem emotionalen Nachwort die Anwesenden.
Als letzter Redner sprach Mounir Azzaoui vom Zentralrat der Muslime in Deutschland. Azzaoui kritisierte in seiner Rede das Schweigen der Kanzlerin Merkel und des Innenministers Schäuble. Azzaoui sagte, dass sich die Kanzlerin und der Innenminister mit dem Integrationsgipfel und der Islamkonferenz rühmten, aber wenn es um tatsächliche Probleme ginge, sei nichts von ihnen zu vernehmen. Herr Azzaoui machte deutlich, dass er insbesondere von Frau Böhmer, der Bundesbeauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration, klare Worte erwartet hätte.
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Diskriminierung
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Hier können Sie auszugsweise einen Blick in "Die Lehre des Islam" von Prof. Dr. Muhammed Hamidullah werfen. Das vorliegende Buch beinhaltet zwei Abschnitte von Prof. Hamidullahs Werk „Der Islam – Geschichte,Religion, Kultur".






































