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		<title>IGMG - Islamische Gemeinschaft Milli Görüs</title>
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	<description>Die neuesten Nachrichten aus der IGMG - Onlineredaktion.</description><language>{$plugin.tt_news.displayXML.xmlLang}</language><image>
		<title>IGMG - Islamische Gemeinschaft Milli Görüs</title>
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	<width></width><height></height><description>Die neuesten Nachrichten aus der IGMG - Onlineredaktion.</description></image><generator>TYPO3 - get.content.right</generator><docs>http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss</docs><lastBuildDate>Fri, 03 Sep 2010 09:00:00 +0200</lastBuildDate><item>
	<title>Hutba – Die Kadr-Nacht (2010)</title>
	<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/09/03/hutba-die-kadr-nacht-2010.html</link>
<description>„Wir haben ihn wahrlich in der Nacht des Schicksals herabgesandt. Und was lässt dich wissen, was die Nacht des Schicksals ist? Die Nacht des Schicksals ist besser als tausend Monate. In ihr kommen die Engel und der Geist mit ihres Herrn Erlaubnis herab, mit jeglichem Auftrag. Frieden ist sie bis zum Anbruch der Morgenröte.“ (Sure Kadr, [97:1-5])</description><content:encoded><![CDATA[
	<p class="bodytext"><b>Verehrte Muslime,</b></p>
	<p class="bodytext"><span lang="NL">während wir den größten Teil des gesegneten Ramadans nun hinter uns lassen müssen, dürfen wir uns auf die Kadr-Nacht freuen. Die Kadr-Nacht wird im Koran als <b><i>„besser als tausend Monate“</i></b> beschrieben. Sie ist in der Nacht vom Sonntag, den 5. September auf den darauffolgenden Montag.</span></p>
	<p class="bodytext"><span lang="NL">&nbsp;</span></p>
	<p class="bodytext"><span lang="NL">Besondere Ereignisse machen einen Tag oder eine Nacht wertvoller als andere. So ist es der Beginn der Herabsendung des Korans, der diese Nacht zu etwas Besonderem macht. Über die Kadr-Nacht, der im Koran eine eigene Sure gewidmet wurde, heißt es: </span><b><i>„</i></b><b><i><span lang="NL">Wir haben ihn wahrlich in der Nacht des Schicksals herabgesandt. Und was lässt dich wissen, was die Nacht des Schicksals ist? Die Nacht des Schicksals ist besser als tausend Monate. In ihr kommen die Engel und der Geist mit ihres Herrn Erlaubnis herab, mit jeglichem Auftrag. Frieden ist sie bis zum Anbruch der Morgenröte.</span></i></b><b><i>“</i></b> (Sure Kadr, [97:1-5]) </p>
	<p class="bodytext">&nbsp;</p>
	<p class="bodytext"><b>Verehrte Geschwister,</b></p>
	<p class="bodytext">im Sinne dieser Verse sollten wir die Kadr-Nacht mit Gottesdiensten (pl. Ibâdât) verbringen, um von ihrem Segen zu profitieren. Denn, so verheißt uns der Gesandte Gottes, Muhammad (saw), <b><i><span lang="NL">„Wer aus reinem Glauben und den Lohn von Gott erwartend die Kadr-Nacht mit Gottesdiensten verbringt, dem werden seine vergangenen Sünden vergeben.“</span></i></b><i><span lang="NL"></span></i><span lang="NL">(Buchârî, Îmân, 25) Seit Beginn des Ramadans versuchen wir durch unsere Gottesdienste und guten Taten das Wohlgefallen unseres Schöpfers zu erlangen. In der Kadr-Nacht erreicht unser Streben seinen Höhepunkt. So sollten wir in dieser gesegneten Nacht viel im Koran lesen – und zwar mit dem Bewusstsein, dass es sich um eine Quelle der Heilung (Schifâ), die&nbsp;</span>Mitteilung unseres Herrn handelt, die bis zum Tag des Jüngsten Gerichts Gültigkeit haben wird und uns rechtleiten wird. Wir sollten ihn im Bewusstsein lesen, dass wir&nbsp;genau jene Worte sprechen, die der Prophet sprach und dass jeder Buchstabe zehnfach belohnt wird. Unser Bittgebet (Duâ) sollte auch folgende Worte&nbsp;Muhammads (saw) enthalten: <b><i><span lang="NL">„O Allah, du bist der Verzeihende, der Großzügige. Du magst es zu vergeben, vergib auch mir.</span>“ </i></b>(Tirmizî, Daawât, 845)<b><i><span lang="NL"></span></i></b></p>
	<p class="bodytext"><span lang="NL">&nbsp;</span></p>
	<p class="bodytext"><b>Verehrte Muslime,</b></p>
	<p class="bodytext">falls es noch nicht geschehen ist, sollten wir heute die Fitr-Abgabe zahlen. Unser Prophet beschrieb diese für jeden Muslim verpflichtende Abgabe, die im Ramadan zu zahlen ist, wie folgt: <b><i>„Allah hat die Fitr-Abgabe befohlen, um das Fasten von unnötigen und schlechten Äußerungen zu reinigen und die Bedürftigen zu speisen. Sie wird von dem angenommen, der sie vor dem Festtagsgebet entrichtet. Wenn sie nach dem Festtagsgebet entrichtet wird, gilt sie als freiwillige Spende.“</i></b> (Abû Dâwûd, Zakat, 17) Außerdem sollten wir uns an der Spendenkampagne zugunsten der Unterdrückten und Benachteiligten beteiligen, die wir seit langem in der Kadr-Nacht durchführen. Neben diesem materiellen Gottesdienst sollten wir auch Bittgebete für diese Menschen sprechen. Möge das Leid der Menschen auf der Welt und insbesondere in der islamischen Welt ein Ende finden! Möge uns Allah vergeben und unsere Bittgebete erhören. In diesem Sinne möchten wir allen unseren Geschwistern anlässlich der Kadr-Nacht gratulieren.</p>
	<p class="bodytext">&nbsp;</p>
	<p class="bodytext"><b>IGMG-Irschadabteilung&nbsp;</b></p>
	]]></content:encoded><category>Freitagspredigt</category>
<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 09:00:00 +0200</pubDate>
</item><item>
<title>IGMG-Gemeinde Herne organisierte Ausflug in den &quot;Movie Park&quot;</title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/09/02/igmg-gemeinde-herne-organisierte-ausflug-in-den-movie-park.html</link>
<description>Die IGMG-Gemeinde Herne organisierte in den Sommerferien für die Schülerinnen und Schüler einen Ausflug in den &quot;Movie Park&quot;. </description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext">Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von dem Bildungsvorsitzenden der Sekundarstufe I, Emre Kandemir. Vor dem Ausflug hielt Kandemir eine kurze Ansprache. „Es gehört zu unseren Aufgaben eine Bezugsperson für die Jugendlichen zu sein, ihnen in jeder Lebenslage zur Seite zu stehen und ihre Sorgen zu teilen. Dieser Aufgabe kommen wir mit Freude nach. Auch in Zukunft werden wir Ausflüge und mehrtätige Fahrten für die Jugendlichen organisieren. Darüber hinaus planen wir, mit den Jugendlichen&nbsp;ins Zeltlager zu fahren und Blockseminare zu organisieren“, sagte Kandemir. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Die Schülerinnen und Schüler, die an dem Ausflug in den Movie Park teilnahmen, erlebten einen abwechslungsreichen Ferientag und teilten am Ende des Ausfluges ihre Zufriedenheit&nbsp;mit. (fy)</p>
]]></content:encoded><category>Verband</category>
<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 10:00:00 +0200</pubDate>
</item><item>
<title>Unicef-Bericht: Acht Millionen Kinder leiden in Pakistan</title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/09/02/unicef-bericht-acht-millionen-kinder-leiden-in-pakistan.html</link>
<description>Nach Schätzungen des UN-Kinderhilfswerks Unicef sind mehr als achtMillionen Kinder von den Folgen der verheerenden Überschwemmungen in Pakistan direkt betroffen, während weitere 3,5 Millionen dringend auf Hilfe zum Überleben angewiesen sind.</description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext">„Die Not, die wir in Pakistan sehen, ist unvorstellbar“, stellte die stellvertretende Vorsitzende des UN-Kinderhilfswerks in Deutschland, Ann-Kathrin Linsenhoff, fest.<br />Es sind immer wieder die Kinder, die von einer Katastrophe am härtesten betroffen sind. In Pakistan sind mehr als acht Millionen Kinder in den Hochwassergebieten betroffen, so die Schätzungen von Unicef. Weitere 3,5 Millionen seien dringend auf Hilfe zum Überleben angewiesen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Insgesamt jedoch sind nach UN-Angaben mehr als 17 Millionen Pakistaner von den Überschwemmungen betroffen. Millionen sind auf der Flucht. In den Flutgebieten der südpakistanischen Provinz Sindh haben die Wassermassen des Indus innerhalb von 48 Stunden mehr als eine Million Menschen in die Flucht getrieben. Etwa 300.000 Menschen mussten nach Angaben der Behörden ihre Häuser und Höfe verlassen, nachdem in der<br />Region Thatta mehrere Deiche gebrochen waren. Die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ warnte außerdem vor dem Ausbruch lebensbedrohlicher Krankheiten aufgrund verschmutzter Brunnen. Wenn Vertriebene in ihre Dörfer zurückkehrten, hätten sie oft nur verdrecktes Wasser. „Dann können wir davon ausgehen, dass die Durchfallerkrankungen zunehmen“, sagte der Präsident der deutschen Sektion der Organisation, Tankred Stöbe. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass bereits etwa 200.000 Menschen an Durchfall erkrankt sind. Mehr als eine Viertel Million Flutopfer leide an Hauterkrankungen, sagte Stöbe. „Doch diese Erkrankungen sind in der Regel nicht tödlich.“</p>
]]></content:encoded><category>International</category>
<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 09:00:00 +0200</pubDate>
</item><item>
<title>Ramadanfreude im Kulturzentrum Tuğra</title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/09/01/ramadanfreude-im-kulturzentrum-tugra.html</link>
<description>Die Ramadan-Veranstaltungen des Kulturzentrums Tuğra in Gelsenkirchen stoßen auf großes Interesse.</description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext">Im Kulturzentrum Tugra beginnt der Tag mit dem Morgengebet. Die anschließende Mukabala am frühen Morgen -Koranrezitation während des Ramadan- gehört zu den Besonderheiten des diesjährigen Ramadan.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Vor dem Mittagsgebet finden Vorträge statt. Nach dem Gebet wird darüber hinaus eine zweite Mukabala durchgeführt, bei der auch die Bedeutung der rezitierten Verse vorgetragen und erklärt werden. Abends halten der Gemeindeimam Ibrahim Kılıçlı und andere Gastredner vor dem Tarawih-Gebet Vorträge zu verschiedenen Themen. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><a href="fileadmin/bilder/teskilat/bolgeler/Ruhr-A/0100831_cemiyetbaskani_Feyzullah__Maras.jpg" target="FEopenLink" onclick="vHWin=window.open('http://www.igmg.de/fileadmin/bilder/teskilat/bolgeler/Ruhr-A/0100831_cemiyetbaskani_Feyzullah__Maras.jpg','FEopenLink','width=800,height=600');vHWin.focus();return false;" class="download" ><img src="fileadmin/img/icons/download.gif" alt=""><img class="float_right" src="uploads/RTEmagicC_0100831_cemiyetbaskani_Feyzullah__Maras.jpg.jpg" width="200" height="150" alt=""></a>„Da der Ramadan dieses Jahr auf die Schulferien fiel, befürchteten wir eine geringe Teilnahme an den Veranstaltungen. Doch zu unserer großen Freude ist die Teilnahme an den Iftar-Essen, an den Terawih-Gebeten und den anderen Veranstaltungen entgegen unseren Erwartungen&nbsp;sehr groß“, sagte der Gemeindevorsitzende Feyzullah Maraş. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Insbesondere die Anwesenheit von ausländischen Studenten, Lastwagenfahrern und Bedürftigen bei den Iftar-Essen, freue ihn sehr, teilte Maraş mit und bedankte sich bei den Verantwortlichen und den Organisatoren der Veranstaltungen. (fy)</p>
]]></content:encoded><category>Verband</category>
<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 10:00:00 +0200</pubDate>
</item><item>
<title>Pakistan: Menschen vor einer neuen Flutwelle auf der Flucht</title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/09/01/pakistan-menschen-vor-einer-neuen-flutwelle-auf-der-flucht.html</link>
<description>Die Lage in Pakistan ist weiterhin desolat. Erneut kam es am Wochenende zu einer Hochwasserwelle, die eine Massenflucht auslöste. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge verließen rund eine Million Menschen ihre Dörfer und Städte am Indus. Es gebe keine Entwarnung für die kommenden Tage. Derweil haben Muslime weltweit den Flutopfer in Pakistan rund eine Milliarde Dollar zugesagt. Das Geld kommt von Regierungen, NGOs und Spendenaktionen, teilte die Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) mit, die zu der Spendenaktion aufgerufen hatte (igmg.de berichtete).</description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext">Mehr als 175 000 Menschen flohen am Sonntag aus der Stadt Thatta in der Provinz Sindh, nachdem ein Schutzdamm in der Umgebung gebrochen war. Einwohner suchten Schutz in umliegenden Städten und Dörfern. Tausende Menschen flohen zur Grabstätte eines muslimischen Heiligen, die höher gelegen ist. Zahlreiche Menschen mussten die Nacht im Freien verbringen. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Die Hochwasserkatastrophe in Pakistan hat weite Teile des Landes überflutet, mehr als eine Million Häuser zerstört. Etwa 20 Millionen Menschen sind von der Flut betroffen. Millionen Menschen sind infolge der Naturkatastrophe obdachlos geworden und sind auf Hilfe angewiesen. In verschiedenen Flüchtlingscamps im Sindh starben mindestens 44 Menschen an den Folgen ansteckender Krankheiten. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Doch es ist nicht nur das anhaltende Hochwasser, mit dem die betroffenen Menschen zu kämpfen haben. Die unzureichende Versorgung ist ein weiteres Problem in der Krisenregion. In Thatta blockierten etwa Flutopfer bereits eine Straße, um gegen&nbsp;die mangelnde Versorgung zu protestieren. &quot;Die Helfer behandeln uns wie Bettler&quot;, klagte eine 80-Jährige. &quot;Sie werfen einfach mit der Nahrung. Es ist entwürdigend.&quot; Oft würden Bedürftige leer ausgehen, wenn die Hilfsgüter in die Menge geworfen werden, beklagten sie. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><b>Muslime spenden rund eine Milliarde Dollar </b></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Unterdessen folgten zahlreiche Muslime weltweit dem Appell der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) und spendeten rund&nbsp; eine Milliarde Dollar. Die OIC erklärte, das Geld komme von Regierungen, Nichtregierungsorganisationen und Spendenaktionen in Saudi-Arabien, der Türkei, Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar. OIC-Vorsitzende Ekmeleddin Ihsanoglu sagte, Muslime gehörten zu den größten Spendern, was Bargeld sowie auch Hilfsgüter betreffe. Immer wieder war die schleppende Spendenfreudigkeit für Pakistan kritisiert worden, da zahlreiche Aktionen weltweit nicht zu großen Summen führten. (ab)</p>
]]></content:encoded><category>International</category>
<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 09:00:00 +0200</pubDate>
</item><item>
<title>Antikriegstag: „Truppen raus aus Afghanistan!“</title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/09/01/antikriegstag-truppen-raus-aus-afghanistan.html</link>
<description>Am 1. September ist Antikriegstag. An diesem Tag wird des Beginns des Zweiten Weltkriegs erinnert. Friedensgruppen und Gewerkschaften protestieren dieses Jahr unter anderem gegen die Beteiligung der Bundeswehr an Kriegen in aller Welt und fordern „Truppen raus aus Afghanistan!“ Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ruft unter dem Motto „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! Keine Auslandseinsätze!“ zu Aktionen auf.</description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext">Die Gewerkschaften fordern in diesem Jahr konkret ein Ende des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan und die Unterstützung beim Aufbau einer Zivilgesellschaft in dem Land. Der dortige Krieg sei mit militärischen Mitteln nicht zu gewinnen. Lange geheim gehaltene Papiere belegten, „wie schmutzig er ist und wie viele zivile Opfer er bereits gefordert hat. Die schlimmsten Befürchtungen wurden übertroffen“, erklärte der DGB-Bundesvorstand anlässlich des Antikriegstages in Berlin.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Konflikte, Krisen und Kriege könnten nur vermieden werden, so der DGB-Vorstand, „wenn die Verteilung von Wohlstand in und zwischen Staaten gerechter wird. Die Weltfinanz- und -wirtschaftskrise habe die Ungleichheit weiter verschärft. &quot;Eine ganze Generation ist um ihre Zukunft gebracht.“</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Die Weltwirtschaftskrise habe auch die Ernährungskrise weiter verschärft, weil mancherorts ausländische Direktinvestitionen geringer wurden oder ganz wegfielen oder wegen der geschrumpften Budgets der Entwicklungszusammenarbeit und des Handels. „Armuts-, Ernährungs- und Klimakrise sind ungelöst und werden immer mehr Kriege um Ressourcen und mithin mehr Elend nach sich ziehen“, warnt der DGB. „Nur Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit, der Kampf gegen Durst, Hunger und Ausbeutung sowie das Streiten für sozialen Fortschritt, gerechte Verteilung und Gewerkschaftsrechte“ könnten dauerhaften Frieden schaffen. (sa)</p>
]]></content:encoded><category>Deutschland</category><category>Gesellschaft</category>
<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 07:43:00 +0200</pubDate>
</item><item>
<title>Ehegattennachzug: Sprachtest als Hürde für Familienleben</title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/08/31/ehegattennachzug-sprachtest-als-huerde-fuer-familienleben.html</link>
<description>Die „Auswirkungen der Sprachanforderungen beim Ehegattennachzug“ sind Thema einer Kleinen Anfrage der Linksfraktion (17/2746). Unter anderem wollen die Abgeordneten wissen, wie viele Visa zum Ehegattennachzug im ersten beziehungsweise im zweiten Quartal dieses Jahres erteilt wurden.</description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext">Die Einreiseerlaubnis und damit das Zusammenleben der Ehegatten verzögerten sich aufgrund der Sprachanforderungen beim Ehegattennachzug in vielen Konstellationen erheblich, erklärt die Fraktion in ihrer Vorbemerkung der Anfrage. Ein gutes Drittel aller Teilnehmer besteht den für den Ehegattennachzug erforderlichen Sprachtest nicht und muss weiter im Ausland bleiben. Das sei familienfeindlich. Im Jahr 2009 hätten nur 64 Prozent aller Prüfungsteilnehmenden weltweit den seit August 2007 für einen Ehegattennachzug erforderlichen Sprachtest im Ausland bestanden. Die&nbsp;Bestehensquoten sei mit 60 Prozent noch einmal schlechter, wenn Betroffene zuvor keinen Sprachkurs eines Goethe-Instituts besuchen konnten, das heißt in 73 Prozent aller Fälle. In zahlreichen Ländern liegen die Werte aufgrund länderspezifischer und sprachlicher Besonderheiten noch einmal darunter. In dieser Statistik sei noch nicht mal erfasst, wie viele Versuche die Betroffenen unternehmen mussten, um den Sprachtest bestehen zu können.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Dass Eheleute zwangsweise voneinander getrennt leben müssen, solange ein Deutsch-Zertifikat nicht vorliegt, bedeutet für diese erhebliche Belastungen und eine Einschränkung des Grundrechts auf Familienzusammenleben, die auch durch keinen der vorgegebenen Zwecke der Gesetzesregelung gerechtfertigt wird, betont die Fragestellerin. Denn dass die Sprachprüfungen im Ausland geeignet sein sollen, Zwangsverheiratungen zu verhindern oder eine Integration in Deutschland zu erleichtern, könne die Bundesregierung nicht einmal ansatzweise nachvollziehbar begründen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><b>EuGH fordert Begünstigung des Familiennachzugs</b></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Nachdem die schriftliche Begründung des Grundsatzurteils des Bundesverwaltungsgerichts&nbsp;vom 30.März 2010 zu den Sprachanforderungen beim Ehegattennachzug vorliegt, geht die Linke davon aus, dass dieses Urteil einer Überprüfung durch das Bundesverfassungsgericht bzw. durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH) nicht standhalten wird. Insbesondere hatte der EuGH erst am 4.März 2010 entschieden (Chakroun/Niederlande, C-578/08), dass die so&nbsp;genannte Familienzusammenführungs-Richtlinie der Europäischen Union den Mitgliedstaaten positive Verpflichtungen auferlegt, denen klar definierte subjektive Rechte entsprechen. Die Genehmigung des Familiennachzugs stellt demnach die Grundregel der Richtlinie dar, während Handlungsspielräume zur Abweichung von dieser Regel eng auszulegen sind und das Richtlinienziel einer Begünstigung des Familiennachzugs nicht&nbsp;beeinträchtigen dürfen. Mit dieser Rechtsprechung des EuGH sei die Auffassung des Bundesverwaltungsgerichts&nbsp;völlig unvereinbar, einem in Deutschland fest integrierten Ehegatten mit Daueraufenthaltsrecht sei es zuzumuten, seine gesamte soziale und wirtschaftliche Existenz in Deutschland und alle erworbenen Rechtsansprüche&nbsp;aufzugeben, um „die familiäre Einheit im Ausland herzustellen“, wenn es dem nachzugswilligen Ehegatten aus nicht zu vertretenden Gründen nur schwer oder gar nicht möglich sein sollte, die geforderten Sprachkenntnisse zu erwerben (Urteil vom 30.März 2010, 1 C 8.09, Randnummer 45).</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Nach einem Urteil des EuGH vom 29.April 2010 (C-92/07) sei zudem davon auszugehen, dass die Sprachanforderungen beim Ehegattennachzug auch gegen die Stillhalteklausel des Artikels 13 des Assoziationsratsbeschlusses (ARB) Nr. 1/80 verstoßen. Damit könne die Regelung auf genau die Personengruppe, mit der die Gesetzesänderung durch den damaligen Bundesinnenminister Dr.Wolfgang Schäuble maßgeblich begründet wurde – „Menschen türkischer Abstammung“ (Plenarprotokoll16/90, S. 9065) –, nur noch sehr eingeschränkt angewandt werden, meint die Linksfraktion.</p>
]]></content:encoded><category>Deutschland</category><category>Recht</category><category>Entscheidungen</category><category>Gesellschaft</category><category>Migration</category>
<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 08:00:00 +0200</pubDate>
</item><item>
<title>Monotheistische Religionen und die Hauptthemen des Korans</title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/08/30/monotheistische-religionen-und-die-hauptthemen-des-korans.html</link>
<description>Monotheistisch nennt man Religionen, die sich auf eine Offenbarung (Wahy) von Seiten des einen Gottes berufen. Das Ziel aller monotheistischen Religionen ist es, dem vernunftbegabten Menschen zur Glückseligkeit im Diesseits und im Jenseits (Âchira) zu führen.</description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext">In den monotheistischen Religionen gibt es nur den einen Gott, allein er ist es, der angebetet werden soll. Der erste Mensch und zugleich Prophet war Adam (as). Durch die Offenbarung, die er von Gott erhielt, leitete er seine Nachkommen auf dem Weg des Monotheismus (Tawhîd). In der Geschichte der Menschheit geschah es aber immer wieder, dass sich die Menschen von diesem Weg entfernten. Deshalb schickte Allah Propheten, damit sie die Menschen erneut auf den rechten Weg zurück brachten. So ist es nicht möglich, dass eine Religion von Menschen gegründet oder gestiftet wird. Wenn wir von einem Propheten als dem „Religionsgründer“ sprechen, dann nur in dem Sinne, dass er den Menschen die Lehre Gottes übermittelt und gelehrt hat.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Die monotheistischen Religionen teilen eine gemeinsame Glaubensgrundlage. Diese umfasst den Glauben (Îmân) an Gott und den Jüngsten Tag (Kiyâma), an die Existenz von Engeln (Malak) und die Erkenntnis, dass Allah der Menschheit Propheten und Schriften gesandt hat. Außerdem gehört hierzu auch der Glaube daran, dass es nach dem Tod ein anderes „Leben“ gibt, sprich ein Paradies (Dschanna) und eine Hölle (Dschahannam). Zu den Glaubensgrundlagen gehört auch der Glaube an ein Schicksal (Kadr), ohne jedoch damit den Menschen in seiner Freiheit zu beschränken, so dass dieser seine Entscheidung treffen kann, für die er im Jenseits aber gerade stehen wird. Ferner stimmen die monotheistischen Religionen in der Vorstellung überein, dass allein der allmächtige Schöpfer der Anbetung würdig ist und kein Gottesdienst (Ibâda) für einen anderen außer ihm verrichtet werden kann. Alle Propheten haben den Menschen diese Grundsätze vermittelt. Diese Übereinstimmung trifft ebenfalls für den Bereich der Gottesdienste zu, auch wenn hier viele verschiedene Formen vorhanden sind. So gibt es in den monotheistischen Religionen das Gebet (Salâh), das Fasten (Sawm) oder unterschiedliche Formen von Almosen (Zakât, Infâk). Die monotheistischen Religionen verbindet ferner eine gemeinsame ethische Basis. Sie rufen zu Barmherzigkeit und Toleranz auf, messen dem Leben und der Würde des Menschen eine hohe Bedeutung zu, verlangen Gerechtigkeit und Gleichheit, fördern Treue, Standhaftigkeit, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt und stellen sich gegen jede Art von Ungerechtigkeit und gegen alles, was im Sinne der Religion ethisch nicht vertretbar ist. Kurz: Diese Religionen möchten einen Menschen, der an den einen Gott glaubt, nur ihn anbetet und ein aufrichtiges und rechtschaffenes Leben führt. Sie möchten den Menschen zur inneren Reife und zur Glückseligkeit führen. Im Koran wird dieser Weg wie folgt beschrieben: <b><b><b><i>„Er hat euch als Religion anbefohlen, was er Noah vorschrieb und was wir dir offenbarten und Abraham und Moses und Jesus auftrugen: am Glauben festzuhalten und ihn nicht zu spalten. Schwer ist für die Götzendiener das, wozu du sie aufrufst. Allah erwählt dafür, wen er will, und leitet dahin, wer sich reumütig bekehrt</i></b></b><b><i>.</i></b></b><b><i>“</i></b> (Sure Schûrâ, [42:13])</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Vor dem Hintergrund dieser Ausführungen soll im folgenden auf die Hauptthemen des Korans hingewiesen werden. Dies geschieht in dem Bewusstsein, das der Islam – als letzte der monotheistischen Religionen – die genannten gemeinsamen Grundlagen beinhaltet, bestätigt und gegebenenfalls berichtigt.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">So wie in allen göttlichen Offenbarungen ist eines der Hauptthemen des Korans der Glaube an den einen und einzigen Gott. Fragen nach der Erschaffung, dem Leben und der Zukunft des Menschen werden unter diesem Aspekt behandelt. Allah ist der Schöpfer und Herr (Rab) von allem. Er hat das Universum und die Erde erschaffen und sie dem Menschen – als eines seiner Geschöpfe – gegeben. Er hat ihm die natürlichen Ressourcen der Erde zur Verfügung gestellt. Der Mensch lebt einige Zeit auf dieser Welt und verlässt sie, wenn seine Zeit kommt. Jedoch lässt Allah den Menschen nicht auf sich gestellt, er leitet ihn, indem er ihm seine Propheten und Schriften schickt. Der Koran erklärt dies folgendermaßen: <b><b><i>„Der Gesandte glaubt an das, was ihm von seinem Herrn herabgesandt wurde, und ebenso die Gläubigen. Alle glauben an Allah und seine Engel und seine Schriften und seine Gesandten und machen keinen Unterschied zwischen seinen Gesandten. Und sie sprechen: „Wir hören und gehorchen. Schenke uns deine Vergebung, unser Herr! Und zu dir ist die Heimkehr! “</i></b></b> (Sure Bakara, [2:285]) <b><b><i>„Wenn die Erde heftig von ihrem Beben erschüttert wird und ihre Last herauswirft und der Mensch ausruft: „Was ist mit ihr?“ An diesem Tage wird sie ihre Erlebnisse erzählen, wie dein Herr es ihr eingegeben hat. An diesem Tage werden die Menschen einzeln hervorkommen, um ihre Werke zu sehen. Und wer Gutes (auch nur) im Gewicht eines Stäubchens getan hat, wird es sehen. Und wer Böses (auch nur) im Gewicht eines Stäubchens getan hat, wird es sehen.“</i></b></b> (Sure Zilzâl, [99:1-8])</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Ein weiteres Hauptthema des Korans ist seine Ethik. Dem Koran zufolge soll der Glaube sich im Leben widerspiegeln. Der Glaube an Allah und das Jenseits soll am Handeln des Gläubigen erkennbar sein, sie soll sein Handeln leiten. Gott ist gut und möchte das Gute, er ist gerecht und großzügig und tut niemandem Unrecht: <b><b><i>„Er ist es, welcher die Reue seiner Diener annimmt und Untaten vergibt. Und er weiß, was ihr tut. Und er erhört diejenigen, welche glauben und das Rechte tun, und verstärkt ihnen gegenüber seine Gunst. Die Ungläubigen aber trifft strenge Strafe.“</i></b></b> (Sure Schûrâ, [42:25-26])</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Der Muslim gestaltet sein Leben gemäß seinem Glauben an Gott. So wird er verantwortungsbewusst handeln und sich von allem Schlechten fernhalten. Denn:<b><b><i>„Siehe, Allah gebietet, Gerechtigkeit zu üben, Gutes zu tun und die Nahestehenden zu beschenken. Und er verbietet das Schändliche und Unrechte und Gewalttätige. Er ermahnt euch, euch dies zu Herzen zu nehmen.“</i></b></b> (Sure Nahl, [16:90])<b><b><i>„(Wahrhaft gläubig sind,) die das Gelübde erfüllen und einen Tag fürchten, dessen Übel sich weit ausbreitet und die den Armen und die Waise und den Gefangenen speisen, auch wenn sie der Nahrung selbst bedürfen. „Seht, wir speisen euch um Allahs willen. Wir wollen weder Belohnung von euch noch Dank. Seht, wir fürchten einen finsteren, unheilvollen Tag von Seiten unseres Herrn.“</i></b></b> (Sure Insân, [76:7-10]) Allah hat die Welt erschaffen, um sie dem Menschen zur Verfügung zu stellen. Das heißt, er ist für sie verantwortlich, er soll sie bewahren und zum Guten einsetzen: <b><i>„Esst von dem Guten, das wir euch bescherten, doch nicht ohne Maß, so dass nicht mein Zorn auf euch hereinbricht; denn der, auf den mein Zorn hereinbricht, kommt zu Fall.“</i></b> (Sure Tâhâ, [20:81])</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">So nimmt auch die Verantwortlichkeit des Menschen eine zentrale Rolle unter den Themen des Korans ein. In zahlreichen Koranversen (Âya) wird die Beziehung der Menschen untereinander angesprochen und geregelt. Der Glaube und der Anspruch des Islams auch in das gesellschaftliche Leben hineinzuwirken, kommt in diesem Zusammenhang deutlich zum Vorschein. Ihr Glaube verpflichtet Muslime zur Gerechtigkeit, was auch bedeutet, dass alle vor dem Recht gleich sind und das Recht hochgehalten werden soll. Dies ist im Koran etwa in folgenden Versen niedergeschrieben:<b><b><i>„O ihr, die ihr glaubt! Steht in Gerechtigkeit fest, wenn ihr vor Allah bezeugt. Der Hass gegen (bestimmte) Leute verführe euch nicht zu Ungerechtigkeit. Seid gerecht, das entspricht mehr der Gottesfurcht. Und fürchtet Allah. Siehe, Allah kennt euer Tun.“</i></b></b> (Sure Mâida, [5:8])<b><b><i>„O ihr, die ihr glaubt! Tretet für die Gerechtigkeit ein, wenn ihr vor Gott Zeugnis ablegt, und seies gegen euch selber oder eure Eltern und Verwandten. Handele es sich um arm oder reich, Allah steht euch näher als beide. Und überlasst euch nicht der Leidenschaft, damit ihr nicht vom Recht abweicht.Wenn ihr (das Recht) verdreht oder euch (von ihm) abkehrt, siehe, Allah weiß, was ihr tut.“</i></b></b> (Sure Nisâ, [4:135])</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Diesem Gerechtigkeitsverständnis folgen Koranverse, in denen Konkretes, aber Grundsätzliches für beispielsweise soziale oder ökonomische Fragen gesagt wird:<b><b><i>„O ihr, die ihr glaubt! Wenn es bei euch um eine Schuld auf einen bestimmten Termin geht, so schreibt es auf. Und ein Schreiber schreibe es euch auf wie es Rechtens ist. Und kein Schreiber weigere sich zu schreiben, wie Allah es ihn gelehrt hat. Er schreibe denn, und der Schuldner diktiere. Und er fürchte Allah, seinen Herrn, und lasse nichts weg...“</i></b></b> (Sure Bakara, [2:282]) <b><i>„O ihr, die ihr glaubt! Verbietet nicht die guten Dinge, die Allah euch erlaubt hat, aber übertretet auch nicht. Siehe, Allah liebt nicht die Übertreter.“</i></b> (Sure Mâida, [5:87])</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Schließlich nehmen auch die Gottesdienste einen bedeutenden Platz im Koran ein. Gottesdienste wie das Gebet, das Fasten und die Pilgerreise (Hadsch) werden immer wieder erwähnt. Denn sie fördern und festigen den Glauben und die ethischen und religiösen Bestimmungen und beleben das individuelle und gemeinschaftliche Bewusstsein. Deshalb sind sie im Islam von Bedeutung und gehören zum Muslimsein dazu. Ganz selbstverständlich heißt es deshalb im Koran:<b><b><i>„Siehe, Ich bin Allah. Es gibt keinen Gott außer mir. Darum diene mir und verrichte das Gebet im Gedenken an mich.“</i></b><b><b><b>(Sure Tâhâ, [20:14])</b></b><b><i>„</i></b></b><b><i>O ihr, die ihr glaubt! Euch ist das Fasten vorgeschrieben, wie es den Menschen vor euch vorgeschrieben war; vielleicht werdet ihr gottesfürchtig.“</i></b> (Bakara Sûresi, [2:183]) <b><i>„Und vollzieht die Pilgerfahrt und die Umra um Allahs willen.“</i></b></b> (Sure Bakara, [2:196])</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Alles in allem kann festgehalten werden, dass der Koran die letzte Offenbarung Gottes ist, deren Hauptthemen sich um den monotheistischen Glauben und dessen Umsetzung im Leben drehen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">(Aus dem Türkischen von Ali Mete)</p>
]]></content:encoded><category>Islam</category><category>Glauben</category><category>Koran</category><author>mhulusiunye@hotmail.com</author>
<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 11:35:00 +0200</pubDate>
</item><item>
<title>Britische Apotheken starten Anti-Rauch-Kampagne im Ramadan </title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/08/30/britische-apotheken-starten-anti-rauch-kampagne-im-ramadan.html</link>
<description>Apotheken in Großbritannien starteten während des Fastenmonats Ramadan eine Anti-Rauch-Kampagne. Mit einer kostenlosen Beratung und Gesundheitscheck möchten sie ihre muslimische Kunden dazu animieren, den Fastenmonat dazu zu nutzen, mit dem Rauchen aufzuhören. Muslime dürfen beim Fasten vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang nichts essen, nichts trinken und auch nicht rauchen.</description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext">Da Muslime beim Fasten einen vollen Tag lang auf das Rauchen verzichten, könnten sie dies auch in Zukunft völlig tun, meinte eine Apothekenkooperation in Großbritannien und startete eine Anti-Rauch-Kampagne speziell für die muslimischen Patienten. Damit möchten Apotheken, die bei dieser Aktion mitmachen, muslimischen Patienten mit Rat und Gesundheitscheck beistehen, um sie vor eventuellen Nebenerscheinungen während dieser Zeit aufzuklären.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Eine erste Reaktion auf die Kampagne kam vom muslimischen Rat in Großbritannien. Muslime würden dieses Vorhaben von Apotheken begrüßen, sagte ein Sprecher und appellierte zugleich an alle Raucher in der Gesellschaft, den Muslimen gleichzutun. &nbsp;„Unsere Glaubensbrüder sollen jedoch die Einnahme ihrer Medikamente auch während des Ramadans nicht vergessen. Wir legen ihnen ans Herz, die Dosis und den Zeitraum&nbsp; nicht willkürlich selbst zu ändern, sondern dies vorher mit ihren Ärzten und Apothekern absprechen“, teilte der muslimische Rat desweiteren mit. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Jedes Jahr machen britische Apotheken mit neuen Serviceleistungen für muslimische Kunden auf sich aufmerksam. Bereits letztes Jahr gab es ein Angebot für muslimische Patienten, die regelmäßige Medikamente einnehmen müssen. Sie wurden von speziell dafür eingeschulten Apothekerfachkräften betreut und&nbsp;beraten. (ab)</p>
]]></content:encoded><category>International</category>
<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 09:00:00 +0200</pubDate>
</item><item>
<title>„Sarrazin spaltet die Gesellschaft“</title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/08/30/sarrazin-spaltet-die-gesellschaft.html</link>
<description>Thilo Sarrazins (SPD) erneute Provokationen und Hetze sorgen für Empörung. Am Wochenende verbreitete er diesmal Ansichten zum Erbgut von Juden und Basken. So sagte er im Sonntagsgespräch mit der Berliner Morgenpost: „Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen, Basken haben bestimmte Gene, die sie von anderen unterscheiden.“ Die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) warf Sarrazin vor, die Gesellschaft zu spalten.</description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext">Merkel sagte in der ARD: „Die Äußerungen sind vollkommen inakzeptabel. Sie sind ausgrenzend …, machen ganze Gruppen in der Gesellschaft verächtlich.“ Sarrazin erschwere damit die Diskussion über die Integration, statt sie zu erleichtern. „Die Art und Weise, wie hier geredet wird, spaltet die Gesellschaft.“ Gleichzeitig regte sie an, dass die Bundesbank sich mit dem Fall ihres Vorstandsmitglieds befasst. „Ich bin mir ganz sicher, dass man auch in der Bundesbank darüber sprechen wird, dass es da ja nicht nur um Geld und Finanzprobleme geht, sondern dass die Bundesbank ist ein Aushängeschild für das ganze Land ist.“ Die Bank sei „nach innen und außen wichtig.“ Sie sei deshalb sicher, dass man in der Bundesbank über den Fall Sarrazin sprechen werde, sagte Merkel.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Renate Künast forderte ebenfalls den Bundesbankvorstand auf, „endlich eine klaren Beschluss zur Ablösung zu fassen“. Die Linkspartei hat sogar eine parteiübergreifende Initiative für eine Abberufung gefordert. „Ich schlage eine parteiübergreifende Resolution vor, die Sarrazin zum Rücktritt oder Bundesbankvorstand, Bundesregierung und Bundespräsident zu seiner Abberufung auffordert“, sagte Parteivize Katja Kipping am Sonntag in Berlin.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">FDP-Chef Guido Westerwelle kritisierte andererseits, Sarrazin unterstelle Kindern aus Ausländerfamilien generell mangelnden Bildungswillen. „Herr Sarrazin leitet Wasser auf die Mühlen des Rassismus und des Antisemitismus“, sagte der Vizekanzler dem Bonner General-Anzeiger. Wortmeldungen, die Rassismus oder gar Antisemitismus Vorschub leisten, hätten in der politischen Diskussion nichts zu suchen, so Westerwelle. &nbsp;Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan (CDU), warf Sarrazin vor, Migranten mit seinen umstrittenen Thesen zu verletzen und pauschal zu diskreditieren. „Es gibt unendlich viele fleißige Zuwanderer – diese verdienen Respekt, nicht Häme“, sagte sie der Bild am Sonntag.“</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><b>SPD: „Wir wollen uns trennen“</b></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Der Berliner SPD-Landesverband will unterdessen ein Parteiausschlussverfahren prüfen. „Dauerhaft kann es eine Partei nicht mittragen, wenn ein Mitglied gegen ihre Grundsätze verstößt“, sagte der Landesvorsitzende Michael Müller. Auch Joachim Poß, der zurzeit die Bundestagsfraktion der SPD leitet, forderte Sarrazin wegen seiner umstrittenen Äußerungen zum Austritt auf. „Wir brauchen eine sachliche und produktive Diskussion zum Zusammenleben mit Migranten. Sarrazin wählt eine Form, die Diskriminierung mit einschließt und einen positiven Dialog von vorn herein nicht zulässt“, sagte Poß der WAZ. Der innenpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, Dieter Wiefelspütz, attestiert Sarrazin im Gespräch mit der taz zudem „eine billige Form von Stammtischpolitik mit Brandstifterqualität“ und meint: „Wir sollten uns trennen.“ (sa)</p>
]]></content:encoded><category>Deutschland</category><category>Diskriminierung</category>
<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 08:00:00 +0200</pubDate>
</item><item>
<title>Brandanschlag auf Jüdischen Friedhof in Dresden</title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/08/30/brandanschlag-auf-juedischen-friedhof-in-dresden.html</link>
<description>Am Sonntag ist ein Brandanschlag auf den Neuen Jüdischen Friedhof in Dresden verübt worden. Unbekannte Täter zündeten am frühen Morgen die Eingangstür an, wie das Landeskriminalamt Sachsen (LKA) und die Staatsanwaltschaft Dresden mitteilten.</description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext">Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) hat den Anschlag in der Dresdner Johannstadt scharf verurteilt. „Diese menschenverachtende und antisemitische Straftat verurteile ich ganz entschieden. Wer so etwas tut, richtet sich damit gegen unsere gesamte Gesellschaft“, betonte der Minister am Sonntag in einer Mitteilung. Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) äußerte sich ebenfalls besorgt. Vor dem Anschlag auf die Begräbnishalle sei es bereits zu zwei Bränden in Wohnhäusern der linksalternativen Szene gekommen. „Diese anscheinend politisch motivierten Anschläge sind eine beunruhigende Entwicklung. Sollte sich der Verdacht bestätigen, dass hier rechtsradikale Gruppen oder Einzeltäter am Werk waren, müssen die demokratischen Kräfte in der Stadt darauf eine friedliche aber wirkungsvolle Antwort finden“, betonte sie.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">In allen drei Fällen ermittelt die Sonderkommission Rechtsextremismus des LKA wegen schwerer Brandstiftung. Ein rechtsextremer Hintergrund sei möglich. Die Polizei sucht nun nach Zeugen. Wer sich zwischen 3:00 und 6:00 Uhr in der Nähe des Jüdischen Friedhofs aufhielt, wird gebeten sich unter der kostenfreien Rufnummer 0800 - 6738152 zu melden. (sa)</p>
]]></content:encoded><category>Deutschland</category><category>Diskriminierung</category>
<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 07:45:00 +0200</pubDate>
</item><item>
<title>Die Kadr-Nacht – Besser als tausend Monate</title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/08/29/die-kadr-nacht-besser-als-tausend-monate.html</link>
<description>„Im Ramadan gibt es eine solche Nacht, die besser ist als tausend Monate. Wer den Segen dieser Nacht nicht nutzt, dem ist nicht mehr zu helfen.” (Nasâî)</description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext"><span lang="TR">Die Kadr-Nacht (Nacht der Bestimmung, der Macht) ist die Nacht im Monat Ramadan, in der Allah dem Propheten Muhammad (saw) durch den Engel Gabriel die ersten Verse des Korans offenbarte. Diese Nacht, von der die Sure Kadr handelt, hat für die Muslime einen unermesslichen Stellenwert.</span></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><span lang="TR">In der Sure Kadr heißt es: </span><b><i>„</i></b><b><i>Wir haben ihn wahrlich in der Nacht des Schicksals herabgesandt. Und was lässt dich wissen, was die Nacht des Schicksals ist? Die Nacht des Schicksals ist besser als tausend Monate. In ihr kommen die Engel und der Geist mit ihres Herrn Erlaubnis herab, mit jeglichem Auftrag. Frieden ist sie bis zum Anbruch der Morgenröte.“</i></b><span lang="TR">&nbsp; </span>(Sure Kadr, [97:1-5]) </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><span lang="TR">Der Gesandte Gottes, Muhammad (saw), sagte:</span>&nbsp;<b><i>„Sucht die Kadr-Nacht in den letzen zehn geraden Nächten des Ramadans.“ </i></b>(Buchârî)<b></b><span lang="TR">Es ist auch bekannt, dass sich der Prophet bis zu seinem Tod immer in diesen letzten zehn Nächten des Ramadans zurückzog. Diese Sunna – </span>Îtikâf genannt – <span lang="TR">empfielt er auch seinen Gefährten und legt ihnen nahe, jede dieser einzelnen Nächte so zu erleben, als wäre sie die Kadr-Nacht. </span></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><span lang="TR">Deshalb werden viele Moscheen während dieser Zeit von den Gläubigen aufgesucht, um individuell oder in der Gemeinschaft zu beten, sich der Lektüre des Korans zu widmen oder Allahs zu gedenken, um so von dem Segen der Kadr-Nacht zu profitieren. &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; </span></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><b>Weitere Hadith-Kommentare aus unserer Reihe &quot;Ein Hadith - Ein Gedanke&quot; finden Sie&nbsp;</b><b><a href="nachrichten/artikel/2010/08/22/islam/ein-hadith-ein-gedanke.html" class="external-link-new-window" ><img style="margin-top: 0px; margin-right: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; padding-top: 0px; padding-right: 0px; padding-bottom: 0px; padding-left: 0px; font-size: 11px; border-top-width: 0px; border-right-width: 0px; border-bottom-width: 0px; border-left-width: 0px; border-style: initial; border-color: initial; border-style: initial; border-color: initial; " src="nachrichten/artikel/2010/08/22/fileadmin/img/icons/external_link_new_window.gif" alt="">hier</a>.</b>&nbsp;</p>
]]></content:encoded><category>Islam</category><category>Ein Hadîth - Ein Gedanke</category>
<pubDate>Sun, 29 Aug 2010 17:00:00 +0200</pubDate>
</item><item>
<title>Repräsentative Umfrage zur religiösen Vielfalt in Europa</title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/08/29/repraesentative-umfrage-zur-religioesen-vielfalt-in-europa.html</link>
<description>Der Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) startet in diesem Sommer eine Bevölkerungsumfragen zur religiösen Vielfalt in Europa. Die repräsentative Erhebung soll zeigen, wie die Bevölkerung in fünf europäischen Ländern auf die wachsende Zahl fremder Religionen in ihrer Umgebung reagiert, welche Regeln sie sich angesichts der wachsenden Vielfalt wünscht und was sie insbesondere vom Islam hält.</description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext">Für die Erhebung befragt das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid im Auftrag des Clusters je 1.000 Menschen in Ost- und in Westdeutschland, in Dänemark, Frankreich, den Niederlanden und Portugal. Die Ergebnisse sind Ende 2010 zu erwarten. „Wir wollen erfahren, wie europäische Gesellschaften auf die Probleme zunehmender religiöser Pluralität reagieren, welche Vorstellungen von der Konsens stiftenden Kraft der Religionen vorherrschen und wie die Menschen in den untersuchten Ländern das Verhältnis von Kirche und Staat sowie Religion und Politik geregelt wissen wollen“, sagte der Leiter der Studie, Soziologe Prof. Dr. Detlef Pollack, am Mittwoch in Münster.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Die Wissenschaftler fragen die Teilnehmer der Studie etwa, ob sie den Bau von Moscheen und Minaretten befürworten und ob sie die wachsende religiöse Vielfalt als Konfliktursache oder kulturelle Bereicherung ansehen. Im Fragebogen, der mündlich erhoben wird, steht auch, ob der Islam „in unsere westliche Welt passt“ und ob „Muslime sich an die westliche Kultur anpassen“ sollten. Die Forscher ergründen zudem, inwieweit die Befragten Islam und Christentum jeweils mit Begriffen wie Fanatismus, Friedfertigkeit, Benachteiligung von Frauen und Achtung der Menschenrechte verbinden. Geprüft wird auch, wie viel Kontakt zu anderen Gruppen – Juden, Christen, Muslimen, Hinduisten, Buddhisten und Atheisten – besteht. Dahinter steht die Annahme, dass persönliche Kontakte Vorurteile mindern können.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">„Die Leitfrage der Untersuchung lautet, wie sich verschiedene Religionen in einer Gesellschaft angesichts interreligiöser und kultureller Konflikte politisch und sozial integrieren lassen“, unterstreicht Soziologe Pollack. Sein Forschungsteam ergründe daher Einstellungen zu kulturellen Unterschieden, zur praktischen Religionsausübung und zur Toleranz gegenüber fremden Religionen. Thematisiert würden auch Gefühle wie die Angst vor Überfremdung.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Die Auswahl der fünf Länder folgt dem unterschiedlichen Grad an religiöser Vielfalt: Deutschland wurde aufgrund der großen Zahl muslimischer Bewohner sowie wachsender Konflikte um Moscheen, Ganzkörperschleier und Kopftücher ausgewählt. Das laizistische Frankreich interessiert die Forscher wegen seiner Diskussionen zum Burka-Verbot sowie sozialer Spannungen zwischen jungen Muslimen und Mehrheitsgesellschaft. Die Niederlande sind im Blickfeld, weil deren Bild einer toleranten und spannungsfreien Gesellschaft nach der Ermordung des Islamkritikers Theo van Gogh ins Wanken geraten ist. Dänemark dürfte nach Einschätzung der Soziologen sein Verhältnis zum Islam durch den Karikaturenstreit verändert haben. Portugal wird als Kontrastfall hinzugezogen, da dort die religiöse Vielfalt weniger stark ausgeprägt ist. Weil die Zahl der Muslime in Ostdeutschland viel geringer ist als im Westen, werden die beiden Landesteile mit jeweils 1.000 Befragten getrennt untersucht.</p>
]]></content:encoded><category>Deutschland</category><category>Gesellschaft</category>
<pubDate>Sun, 29 Aug 2010 08:00:00 +0200</pubDate>
</item><item>
<title>Sarrazin: Kritik von Gabriel und Merkel</title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/08/27/sarrazin-kritik-von-gabriel-und-merkel.html</link>
<description>Bundesbankvorstand und SPD-Mitglied Thilo Sarrazin wird für seine Äußerungen über Ausländer immer stärker kritisiert. SPD-Chef Sigmar Gabriel und Generalsekretärin Andrea Nahles legten Sarrazin den Rücktritt nahe. Auch die Bundeskanzlerin reagiert mit ungewöhnlicher Schärfe.</description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext">Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, Sarrazins Äußerungen, die „für viele Menschen in diesem Land nur verletzend sein können“, hätten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) „nicht ganz kalt gelassen“. Dieser habe „sehr, sehr polemisch“ zugespitzt. Seine Äußerungen seien überhaupt nicht hilfreich, um bei der Integration voranzukommen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">SPD-Chef Gabriel und Generalsekretärin Nahles legten Sarrazin den Parteiaustritt nahe. Er wolle genau prüfen, ob Sarrazins Ausführungen rassistisch sind. Sarrazins Aussagen seien zum Teil „dämlich“ und mitunter „gewalttätig“, sagte Gabriel. „Im Durchschnitt ist der Bundesbankvorstand dümmer geworden dadurch, dass er da Mitglied geworden ist.“</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Am Montag stellt Sarrazin in Berlin sein neues Buch vor. Mit dabei ist Necla Kelek. Passagen daraus wurden vorab unter anderem im Spiegel und Bild veröffentlicht. So schreibt der 65-Jährige in dem Auszug unter anderem, „dass es in ganz Europa „mit guten Gründen“ Vorbehalte gegen Muslime gebe. Die muslimischen Zuwanderer würden durch ihre hohe Geburtenrate die Deutschen in 80 bis 90 Jahren in die Minderheit drängen. (sa)</p>
]]></content:encoded><category>Deutschland</category><category>Diskriminierung</category>
<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 09:46:00 +0200</pubDate>
</item><item>
<title>Hutba – Sozialer Ausgleich und materielle Gerechtigkeit: Zakat</title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/08/27/hutba-sozialer-ausgleich-und-materielle-gerechtigkeit-zakat.html</link>
<description>„Und wenn das (Freitags)Gebet beendet ist, dann zerstreut euch und bemüht euch wieder um Allahs Gaben...“ (Sure Dschum‘a, [62:10])</description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext"><b>Verehrte Muslime,</b></p>
<p class="bodytext">der Islam möchte dem Menschen ein Leben im Einklang mit seiner Moral und gemäß dem Postulat der Gleichheit ermöglichen. In der Offenbarungszeit des Korans herrschte eine erschreckende sozio-ökonomische Ungleichheit. Mekka war eine reiche Handelsstadt, in der sozial und wirtschaftlich benachteiligte und unterdrückte Menschen lebten, darunter viele auch als Sklaven. In Mekka konnte man auf jede Art von finanziellem Betrug stoßen. Der Koran äußert sich kritisch zu einer solchen Gesellschaft: <b><i>„</i></b><b><i>Es beherrscht euch das Streben nach mehr und mehr, bis ihr (euere) Gräber aufsucht.“</i></b> (Sure Takâthur, [102:1-2]) <b><i>„</i></b><b><i>Wehe einem jeden Verleumder und Nörgler, der ein Vermögen zusammenscharrt und (immer wieder) abzählt, im Glauben, dass sein Vermögen ihn unsterblich mache. Keineswegs! Wahrlich, er wird in die Zertrümmernde hinabgestürzt werden. Und was lässt dich wissen, was die Zertrümmernde ist? Das von Allah entfachte Feuer, das bis in die Herzen dringt! Es wird über ihnen zusammenschlagen, in langen (Feuer)Säulen.“</i></b> (Sure Humaza, [104:9])</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><b>Verehrte Geschwister,</b></p>
<p class="bodytext">im Grunde ist unsere Religion nicht gegen den Erwerb von Besitz und Vermögen. Ganz im Gegenteil. Im Koran wird der Besitz als Gnade Gottes beschrieben und das Streben nach rechtmäßig erworbenem Verdienst gutgeheißen. So heißt in einem Vers: <b><i>„</i></b><b><i><span lang="NL">Und wenn das (Freitags)Gebet beendet ist, dann zerstreut euch und bemüht euch wieder um Allahs Gaben...</span></i></b><b><i>“</i></b> (Sure Dschum‘a, [62:10]) Wogegen sich der Koran aber wendet, ist der Einsatz des Reichtums für schlechte Dinge. Dies hindert den Menschen daran, höhere Ziele erreichen zu können. Das Streben nach Reichtum wird zum Selbstzweck. <b><i>„</i></b><b><i><span lang="NL">Darum wende dich von dem ab, der sich von unserer Ermahnung abkehrt und nur das irdische Leben begehrt.</span></i></b><b><i>“</i></b> (Sure Nadschm, [53:29]) heißt es deshalb im Koran. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><b>Verehrte Muslime,</b></p>
<p class="bodytext">das Vermögen sollte erworben werden, um es auf rechtmäßige Weise und für gute Zwecke auszugeben. Es sollte auch dazu dienen, weniger bemittelten Menschen zu helfen. Der Reichtum sollte nicht unbedacht verschwendet werden. Denn der wahre Besitzer des Vermögens ist Allah, der im Koran bestimmt hat, dass <b><i>„</i></b><b><i><span lang="NL">von deren Vermögen ein Teil für den Bittenden und den verschämten Armen bestimmt ist.</span></i></b><b><i>“</i></b> (Sure Maâridsch, [70:24-25]) Das unverantwortliche Verhalten der reichen Menschen war oft Grund für gesellschaftliche Missverhältnisse. Dies beschreibt der Koran mit den Worten: <b><i>„</i></b><b><i><span lang="NL">Doch nein! Ihr haltet die Waisen nicht in Ehren,</span></i></b><b><i><span lang="NL"></span></i></b><b><i><span lang="NL">spornt einander nicht zur Speisung des Armen an, braucht das Erbe (des Unmündigen) auf und liebt (euer) Vermögen maßlos.</span></i></b><b><i>“</i></b> (Sure Fadschr, [89:17-20]) Unsere Religion besitzt zwei Mittel, um Schaden von der Gesellschaft abzuwenden, nämlich das Zinsverbot und die Almosensteuer (Zakat). Durch diese Mittel möchte der Islam verhindern, dass der Reichtum sich nur bei einer geringen Anzahl von Menschen ansammelt.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><b>Verehrte Geschwister,</b></p>
<p class="bodytext">die Zakat ist also ein Gottesdienst (Ibâda), der einen großen Beitrag zum sozialen Frieden leisten kann. Der richtige Einsatz der Zakat bedeutet, die Armut zu verringern. Die von der Almosensteuer Begünstigten werden im Koran zwar einzeln aufgezählt. In seiner umfassendsten Bedeutung ist die Zakat aber zur Deckung aller Bedürfnisse einer Gesellschaft da. Aus diesem Grund ist sie keine freiwillige Spende, die dem Ermessen des Einzelnen überlassen wird. Entweder wird sie vom Staat gesammelt und ihrem Zweck zugeführt oder die Muslime sorgen selbst dafür, indem sie entsprechende Organisationen gründen. In diesem Sinne wurde auch die Abteilung für Soziale Dienste unserer Gemeinschaft, der Islamischen Gemeinschaft Milli Görü<span lang="TR">ş</span> eingerichtet. Die gesammelten Zakat-und Fitr-Abgaben werden über unsere Organisation an Hilfsbedürftige in aller Welt verteilt. Damit die Zakat in bester Weise genutzt wird und die Muslime dafür von Allah belohnt werden, sollten wir uns dieser Kampagne anschließen und unsere Geschwister ebenfalls zur Teilnahme aufrufen.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><b>IGMG-Irschadabteilung</b></p>
]]></content:encoded><category>Freitagspredigt</category>
<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 09:00:00 +0200</pubDate>
</item><item>
<title>OIC ruft zu mehr Spenden für Pakistan auf</title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/08/27/oic-ruft-zu-mehr-spenden-fuer-pakistan-auf.html</link>
<description>Im Rahmen der Gespräche über die Lage in Pakistan rief der Generalsekretär der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC), Ekmeleddin Ihsanoglu, die internationale Gemeinschaft und insbesondere die muslimische Welt dazu auf, Soforthilfe in Pakistan zu leisten. Außerdem plädierte Ihsanoglu für die Einrichtung eines Fonds für etwaige Naturkatastrophen.</description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext">Die Not in Pakistan bestehe nach wie vor, obwohl bislang beträchtliche Ersthilfen und Spenden geleistet wurden, teilte der OIC-Generalsekretär Ihsanoglu nach dem Pakistan-Treffen mit. Hierzu rief er muslimische Länder und Organisationen sowie Finanzeinrichtungen auf, Pakistan mit Soforthilfen beizustehen, teilte die türkische Nachrichtenagentur Cihan mit.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Die OIC empfahl den Organisationen der Mitgliedsstaaten eine koordinierte Hilfeleistung, bei der unter anderem die muslimischen Organisationen in Pakistan um Zusammenarbeit gebeten werden sollten. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Bei der Flutkatastrophe in Pakistan sind bislang über 1600 Menschen ums Leben gekommen, weitere 25 Millionen Menschen sind infolge der Flut obdachlos. 3, 5 Millionen Kinder sind derzeit Hunger und Seuchen ausgesetzt.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Das Ausmaß der Katastrophe in Pakistan sei bei weitem nicht vergleichbar mit der Tsunami-Katastrophe in Indonesien sowie dem Hurrican Katrina in den USA. Daher sollten auch Hilfsfonds in großem Format eingerichtet werden, so Ihsanoglu weiter. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Im Weiteren erwäge die OIC die Bereitstellung eines Fonds, aus dem Länder und Gemeinschaften Hilfe erhalten sollen, die von einer Naturkatastrophe erschüttert werden.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Auch sei es unerlässlich, künftig Katastrophenwarnungszentren auch in muslimischen Ländern einzurichten, da man durch den Klimawandel immer mehr mit Naturkatastrophen rechnen müsse. (ab)</p>
]]></content:encoded><category>International</category><category>OİC</category>
<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 09:00:00 +0200</pubDate>
</item><item>
<title>USA: Messerattacke gegen muslimischen Taxifahrer in New York</title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/08/27/usa-messerattacke-gegen-muslimischen-taxifahrer-in-new-york.html</link>
<description>In New York wurde ein Taxifahrer Opfer einer rassistischen Messerattacke. Wegen seines islamischen Glaubens wurde der Taxifahrer aus Bangladesch von einem 21-jährigen Fahrgast angegriffen. Der Taxifahrerverband sowie mehrere Anti-Rassismus-Organisationen verurteilten indes die Tat scharf. Es gebe einen „wachsenden Hass gegen Muslime in New York und in den USA“.</description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext">Ein Fahrgast hat den 43-jährigen Taxifahrer Ahmed Sharif zunächst gefragt, ob er Muslim sei. Daraufhin versuchte der junge Mann von hinten, dem Fahrer die Kehle durchzuschneiden. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Das Opfer rettete sich ins Freie und benachrichtigte sofort die Polizei. Der Angreifer wurde umgehend von der Polizei festgenommen. Er muss sich wegen Mordversuchs und eines rassistisch motivierten Verbrechens verantworten. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">„Ich lebe hier seit 25 Jahren, ich fahre seit 15 Jahren Taxi und meine vier Kinder wurden hier geboren, ich habe noch nie so eine Unsicherheit gefühlt“, erklärte der Taxifahrer bestürzt in einer Mitteilung der Taxigewerkschaft. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Der Taxifahrerverband sowie mehrere Anti-Rassismus-Organisationen verurteilten die Tat scharf. Es gebe einen „wachsenden Hass gegen Muslime in New York und in den USA“, die sich vor allem auf Diskussion über das geplante islamische Gemeindezentrum in der Nähe des Ground Zero zurückzuführen sei, erklärte die „New Yorker Koalition gegen Islamophobie“. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Unterdessen teilte der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg mit, er habe mit dem Taxifahrer gesprochen und ihm versichert, dass die Zugehörigkeit zu einer Religion oder Ethnie keinen Unterschied in New York mache. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Seit dem Plan für den Bau eines islamischen Zentrums mit Moschee in der Nähe des Ground Zero haben hitzige Debatten über den Islam in New York zugenommen. (ab)</p>
]]></content:encoded><category>International</category>
<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 05:25:00 +0200</pubDate>
</item><item>
<title>Die Wunden sind tief in Pakistan </title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/08/26/die-wunden-sind-tief-in-pakistan.html</link>
<description>Am Sonntag, dem 22. August, führte das IGMG-Hilfsteam in Pakistan die Verteilung von mehr als 1.000 Hilfspaketen im Bezirk von Nowshera in der nördlichen Provinz Khyber-Pakhtunkhwa mit Erfolg durch.</description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext">Das gesamte Team arbeitete die ganze Nacht durch, um die Beladung der vier Lastwagen abzuschließen. Heftige Monsunregen in der Nacht erschwerten dies zusätzlich. Die ersten zwei Lastwagen fuhren um 7 Uhr morgens in die Krisengebiete. Adnan Şahin und Ufuk Seçgin vom IGMG-Team und Dr. Asim suchten zunächst den Bezirkskoordinator des Katastrophenschutzamts in Nowshera auf. Er begrüßte das IGMG-Team und dankte für die Hilfe für die Flutopfer in seinem Bezirk. &quot;Türkische Organisationen bieten mit Abstand den höchsten Beitrag an Nothilfe an und ich bin ihnen im Namen meines Volkes sehr dankbar dafür&quot;, erklärte er. Das IGMG- Hilfsteam vereinbarte, die Hilfsgüter in zwei Flüchtlingslagern zu verteilen. Ihnen wurde eine Gruppe von Polizeibeamten zugeordnet, um ihre persönliche Sicherheit in dieser unsicheren Region Pakistans zu gewährleisten. Das IGMG-Team wurde von zwei Kamera-Teams von den nationalen Nachrichtensendern ARY und Samaa begleitet, die Interviews mit der lokalen Bevölkerung sowie dem IGMG-Team führten und die Verteilung der Hilfsgüter filmten.<br /><br /> Zunächst fuhr das IGMG-Hilfskonvoi nach Aza Khel, wo die örtlichen Beamten bereits die Flutopfer identifiziert und Coupons verteilt hatten, die diese für die Entgegennahme von Hilfspaketen benötigten. Das Team machte zunächst eine Erkundungstour, um die Zerstörung in dieser Region zu sehen. &quot;Ganze Dörfer sind&nbsp; ausgelöscht und nicht mehr als ein paar Backsteinmauern sind übrig geblieben. Die gesamte Ernte wurde vernichtet und Hausbesitzer versuchen ein paar Habseligkeiten aus den Trümmern zu retten. Einige haben sogar mit dem Wiederaufbau ihrer Häuser begonnen&quot;, teilt das Team seine Beobachtungen mit.<br /><br /><img class="float_right" src="uploads/RTEmagicC_DSC_8943.bmp.jpg" height="146" width="220" alt="">Ufuk Secgin, der auch als Teil des IGMG-Aceh-Hilfsteams unmittelbar nach dem Tsunami im Dezember 2004 in Südostasien war, erklärte: &quot;Die durch das Hochwasser verursachte Verwüstung ist unbeschreiblich. Man kann dies mit einem langsamen Tsunami vergleichen, der den Menschen zwar ermöglichte, ihre Häuser zu verlassen, aber eine große Verwüstung verursachte. <br /><br /> Nach dem kurzen Rundgang waren die ersten zwei Lastwagen in Aza Khel angekommen und das Entladen der 45kg Lebensmittelpakete konnte beginnen. Das heiße Wetter um rund 40 Grad forderte alles von den hart arbeitenden Teams. In der Zwischenzeit warteten die Flutopfer bereits draußen vor dem Tor und mehr und mehr Menschen schlossen sich der Masse an. Die lokalen Polizeibeamten, führten die erste Gruppe durch das Tor und die Verteilung begann in einer koordinierten und disziplinierten Weise. Coupons und IDs wurden vor der Übergabe jedes Hilfspakets überprüft. Allerdings wurde die Menge vor dem Tor größer und größer, da sich Menschen ohne Coupons der Gruppe anschlossen. Das Polizeiteam versuchte, die Menschenmenge unter Kontrolle zu bringen und nur unter großen Anstrengungen schafften sie es, kleine Gruppen von Menschen durch das Tor zu führen. Nach zwei Stunden waren die ersten 500 Hilfspakete verteilt. <br /><br /> „Dieses Verhalten der Menschen ist Zeichen ihrer Verzweiflung. Sie sind hungrig und führen einen Kampf um Leben und Tod. Wir hatten auch nach dem Erdbeben 2005 in Kaschmir Hilfsgüter mit der IGMG verteilt, aber damals hatten die Menschen sich nicht auf diese Weise verhalten&quot;, erklärte Dr. Asim.<br /><br /><img class="float_left" src="uploads/RTEmagicC_DSC_8990.bmp.jpg" height="146" width="220" alt="">Nach der Verteilung der Hilfe in Aza Khel, fuhr das IGMG-Hilfskonvoi in die entlegene Stadt Kheshgi mit einer Bevölkerung von ca. 100.000 Menschen. Die letzten beiden IGMG-LKWs hatten sich in der Zwischenzeit dem Konvoi angeschlossen und als sie in Kheshgi ankamen warteten die lokalen Beamten bereits ungeduldig. Nach den Erfahrungen während der ersten Verteilung, vereinbarte das IGMG-Team mit den Vertretern aus dem Katastrophenschutzamt, die Taktik zu ändern. Anstatt die Hilfsgüter von einem zentralen Punkt aus zu verteilen, beschlossen sie, sie in kleinere Sendungen aufzuteilen und sie dezentral zu verteilen. Daher wurden die Waren auf kleinere Fahrzeuge umgeladen. Um Zeit zu sparen, wurden die Hilfsgüter an mehreren Orten gleichzeitig verteilt. Die Mitglieder des IGMG-Teams teilten sich in kleinere Gruppen auf und begleiteten die kleineren LKWs, um sicherzustellen, dass die Hilfsgüter die Zielgruppen erreichen würden. Diese Taktik erwies sich als erfolgreich in der Gruppe, die von dem IGMG-Hilfsteam begleitet wurde, aber die Verteilung in den anderen Gruppen wurde von der Bevölkerung unterbrochen, die sich nicht an die Ankündigungen der Polizei und der Dorfältesten hielten. Irgendwann musste einer der beiden Haupt-LKWs aufgegeben werden, so dass die Ladung von der verzweifelten Bevölkerung geplündert wurde. Da dieser Ort sich im tiefen Stammesgebiet befindet, hatte das IGMG-Team zuvor vereinbart, dass die Polizei und die Hilfsmannschaften keine Gewalt anwenden würden, um die Hilfsgüter zu verteidigen. Es ist sehr normal, dass die lokale Bevölkerung in dieser Region Waffen besitzt. Später wurde der LKW wieder übernommen und das IGMG-Team schloss die Verteilung der Hilfe in einem Flüchtlingslager außerhalb Khesghis ab. <br /><br /> &quot;Wir haben uns entschieden, die restlichen Hilfsgüter schnell zu entladen und schließen den heutigen Tag ab, da wir völlig erschöpft sind und es sehr schnell dunkel wird. Jeder hat unter diesen extrem schwierigen Bedingungen eine großartige Arbeit geleistet. Die Sicherheit unserer Menschen hat höchste Priorität und die Polizei konnte sie nicht mehr garantieren. Der Polizei möchten wir gerne für ihre hingebungsvolle Unterstützung danken. Sie setzen ihr eigenes Leben aufs Spiel, um uns zu schützen &quot;, erklärte Ufuk Secgin, Leiter des IGMG-Notfallteams, während des Interviews mit dem TV-Kanal Ary. <br /><br /> Insgesamt verteilte das IGMG-Pakistan-Hilfsteam mehr als 1.000 Hilfspakete. Weitere 500 Pakete wurden am Mittwoch in einem Flüchtlingslager zwischen Nowshera und Islamabad verteilt.<br /><br /><img class="float_right" src="uploads/RTEmagicC_DSC_8993.bmp.jpg" height="241" width="160" alt="">Die Verluste im Agrarbereich sind groß. Gewaltige Flächen wurden überflutet. Die Überflutungen können auch die nächste Erntesaison gefährden. Die Schäden an den Bewässerungskanälen werden die Ernteerträge langfristig beeinträchtigen. &quot;Die Bevölkerung wird voraussichtlich lange Zeit nicht in der Lage sein, sich selber zu versorgen. Die Preise für einige Lebensmittel sind bereits in die Höhe geschossen. Die Reaktion der internationalen Gemeinschaft war bisher schwach und langsam. Eine rasche und entschlossene Reaktion ist notwendig, um eine weitere Verschärfung der humanitären Krise abzuwenden“, sagte Ufuk Secgin.<br /><br /></p>
<p class="bodytext">Das IGMG-Team trat am Montagabend die Rückfahrt an. Vor seiner Abreise kam es mit einigen lokalen und internationalen NGOs zusammen, um Projekte für den Wiederaufbau zu entwickeln. Adnan Sahin erklärte: &quot;Es wird nicht bei dieser Soforthilfemaßnahme bleiben. Hilfsteams der IGMG werden bald wieder zurück sein, um den Flutopfern in Pakistan langfristige Hilfe zu leisten.&quot;</p>
]]></content:encoded><category>Verband</category><category>Soziale Dienste</category>
<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 10:00:00 +0200</pubDate>
</item><item>
<title>Schweiz: Kopftuchverbot an Schulen rechtswidrig</title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/08/26/schweiz-kopftuchverbot-an-schulen-rechtswidrig.html</link>
<description>Laut der Schweizer Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus (EKR) verstößt ein mögliches Kopftuchverbot in Schulen gegen das Rechtsgleichheitsgebot. Das vom St. Galler Bildungsdirektor Stefan Kölliker von der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP) geforderte Kopftuchverbot sei eine „primär parteipolitisch motivierte&quot; Aktion gegen die muslimische Minderheit, so die EKR.</description><content:encoded><![CDATA[
<ul type="disc">
<li style="line-height: normal; display: none;"><b><span><a href="http://www.twitter.com/home/?status=http%3A%2F%2Fwww.nzz.ch%2Fnachrichten%2Fschweiz%2Fkopftuchverbot_1.7326324.html" target="_blank" ><span><span><img src="file:///C:\DOKUME~1\Aise\LOKALE~1\Temp\msohtmlclip1\01\clip_image002.gif" alt="Beschreibung: http://www.nzz.ch/static-images/social-net/twitter.gif" v:shapes="Bild_x0020_4" border="0" height="16" width="16" /></span></span><span>Twitter </span></a></span></b></li>
<li style="line-height: normal; display: none;"><b><span><a href="http://www.studivz.net/Suggest/Selection/?u=http%3A%2F%2Fwww.nzz.ch%2Fnachrichten%2Fschweiz%2Fkopftuchverbot_1.7326324.html&amp;desc=Rassismuskommission+gegen+Kopftuchverbot+in+Schulen" target="_blank" ><span><span><img src="file:///C:\DOKUME~1\Aise\LOKALE~1\Temp\msohtmlclip1\01\clip_image003.gif" alt="Beschreibung: http://www.nzz.ch/static-images/social-net/studiVZ.gif" v:shapes="Bild_x0020_5" border="0" height="16" width="16" /></span></span><span>StudiVZ </span></a></span></b></li>
<li style="line-height: normal; display: none;"><b><span><a href="http://www.myspace.com/Modules/PostTo/Pages/?u=http%3A%2F%2Fwww.nzz.ch%2Fnachrichten%2Fschweiz%2Fkopftuchverbot_1.7326324.html&amp;title=Rassismuskommission+gegen+Kopftuchverbot+in+Schulen" target="_blank" ><span><span><img src="file:///C:\DOKUME~1\Aise\LOKALE~1\Temp\msohtmlclip1\01\clip_image004.gif" alt="Beschreibung: http://www.nzz.ch/static-images/social-net/myspace.gif" v:shapes="Bild_x0020_6" border="0" height="16" width="16" /></span></span><span>MySpace </span></a></span></b></li>
<li style="line-height: normal; display: none;"><b><span><a href="http://www.mister-wong.de/index.php?action=addurl&amp;bm_url=http%3A%2F%2Fwww.nzz.ch%2Fnachrichten%2Fschweiz%2Fkopftuchverbot_1.7326324.html&amp;bm_description=Rassismuskommission+gegen+Kopftuchverbot+in+Schulen" target="_blank" ><span><span><img src="file:///C:\DOKUME~1\Aise\LOKALE~1\Temp\msohtmlclip1\01\clip_image005.gif" alt="Beschreibung: http://www.nzz.ch/static-images/social-net/mr.wong.gif" v:shapes="Bild_x0020_7" border="0" height="16" width="16" /></span></span><span>Mr. Wong </span></a></span></b></li>
<li style="line-height: normal; display: none;"><b><span><a href="http://myweb2.search.yahoo.com/myresults/bookmarklet?u=http%3A%2F%2Fwww.nzz.ch%2Fnachrichten%2Fschweiz%2Fkopftuchverbot_1.7326324.html&amp;t=Rassismuskommission+gegen+Kopftuchverbot+in+Schulen" target="_blank" ><span><span><img src="file:///C:\DOKUME~1\Aise\LOKALE~1\Temp\msohtmlclip1\01\clip_image006.gif" alt="Beschreibung: http://www.nzz.ch/static-images/social-net/yahoo.gif" v:shapes="Bild_x0020_8" border="0" height="16" width="16" /></span></span><span>Yahoo Bookmarks </span></a></span></b></li>
<li style="line-height: normal; display: none;"><b><span><a href="https://favorites.live.com/quickadd.aspx?marklet=1&amp;mkt=de-ch&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.nzz.ch%2Fnachrichten%2Fschweiz%2Fkopftuchverbot_1.7326324.html&amp;title=Rassismuskommission+gegen+Kopftuchverbot+in+Schulen" target="_blank" ><span><span><img src="file:///C:\DOKUME~1\Aise\LOKALE~1\Temp\msohtmlclip1\01\clip_image007.gif" alt="Beschreibung: http://www.nzz.ch/static-images/social-net/windows_live.gif" v:shapes="Bild_x0020_9" border="0" height="16" width="16" /></span></span><span>Windows Live </span></a></span></b></li>
<li style="line-height: normal; display: none;"><b><span><a href="http://www.google.com/bookmarks/mark?op=add&amp;hl=de&amp;bkmk=http%3A%2F%2Fwww.nzz.ch%2Fnachrichten%2Fschweiz%2Fkopftuchverbot_1.7326324.html&amp;title=Rassismuskommission+gegen+Kopftuchverbot+in+Schulen" target="_blank" ><span><span><img src="file:///C:\DOKUME~1\Aise\LOKALE~1\Temp\msohtmlclip1\01\clip_image008.gif" alt="Beschreibung: http://www.nzz.ch/static-images/social-net/google.gif" v:shapes="Bild_x0020_10" border="0" height="16" width="16" /></span></span><span>Google Bookmarks </span></a></span></b></li>
<li style="line-height: normal; display: none;"><b><span><a href="http://del.icio.us/post?url=http%3A%2F%2Fwww.nzz.ch%2Fnachrichten%2Fschweiz%2Fkopftuchverbot_1.7326324.html&amp;title=Rassismuskommission+gegen+Kopftuchverbot+in+Schulen" target="_blank" ><span><span><img src="file:///C:\DOKUME~1\Aise\LOKALE~1\Temp\msohtmlclip1\01\clip_image009.gif" alt="Beschreibung: http://www.nzz.ch/static-images/social-net/delicious.gif" v:shapes="Bild_x0020_11" border="0" height="16" width="16" /></span></span><span>del.icio.us </span></a></span></b></li>
<li style="line-height: normal; display: none;"><b><span><a href="http://digg.com/submit?phase=2&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.nzz.ch%2Fnachrichten%2Fschweiz%2Fkopftuchverbot_1.7326324.html&amp;title=Rassismuskommission+gegen+Kopftuchverbot+in+Schulen" target="_blank" ><span><span><img src="file:///C:\DOKUME~1\Aise\LOKALE~1\Temp\msohtmlclip1\01\clip_image010.gif" alt="Beschreibung: http://www.nzz.ch/static-images/social-net/digg.gif" v:shapes="Bild_x0020_12" border="0" height="16" width="16" /></span></span><span>Digg </span></a></span></b></li>
<li style="line-height: normal; display: none;"><b><span><a href="http://linkarena.com/bookmarks/addlink/?url=http%3A%2F%2Fwww.nzz.ch%2Fnachrichten%2Fschweiz%2Fkopftuchverbot_1.7326324.html&amp;title=Rassismuskommission+gegen+Kopftuchverbot+in+Schulen" target="_blank" ><span><span><img src="file:///C:\DOKUME~1\Aise\LOKALE~1\Temp\msohtmlclip1\01\clip_image011.gif" alt="Beschreibung: http://www.nzz.ch/static-images/social-net/linkarena.gif" v:shapes="Bild_x0020_13" border="0" height="16" width="16" /></span></span><span>Linkarena </span></a></span></b></li>
<li style="line-height: normal; display: none;"><b><span><img src="file:///C:\DOKUME~1\Aise\LOKALE~1\Temp\msohtmlclip1\01\clip_image012.gif" alt="Beschreibung: http://www.nzz.ch/static-images/popup-close.gif" v:shapes="Bild_x0020_14" border="0" height="8" width="8" /></span></b><b><span>Schliessen </span></b></li>
</ul>
<p class="bodytext"><b></b><b></b></p>
<p class="bodytext">Die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus (EKR) spricht sich gegen das in St. Gallen empfohlene Kopftuchverbot in Schulen aus. Das Verbot richte sich einzig gegen den Islam. Laut der Kommission sei es ein Vorwand, dass sich der St. Galler Erziehungsrat in seinem Kreisschreiben an die Gemeinden auf Integrationsbemühungen berufe. Das Gegenteil sei der Fall: die angestrebte Regelung sei vielmehr integrationshemmend. Konstruktive Integration ziele nicht auf die Auflösung von Unterscheidungsmerkmalen, so die EKR in ihrer Begründung. Der Vorschlag aus St. Gallen könne eine gesamtschweizerische Signalwirkung haben. Doch gerade deswegen dürfe sich ein solches Verlangen nicht etablieren. Themen, bei denen es um Gleichbehandlung und Religionsfreiheit geht, müssten durch eine weitsichtige Politik und gesunden Menschenverstand behandelt werden, hieß es weiter.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><img src="file:///C:\DOKUME~1\Aise\LOKALE~1\Temp\msohtmlclip1\01\clip_image013.gif" alt="Beschreibung: ." vshapes="Bild_x0020_16" border="0" height="1" width="1"></p>
<p class="bodytext">In den vergangenen Wochen hatte außerdem der Islamische Zentralrat das geplante Kopftuchverbot an Schweizer Schulen kritisiert. Ein mögliches Kopftuchverbot an schweizerischen Schulen verstoße gegen das Grundgesetz der religiösen Freiheit in der Schweiz, protestierte Nora Elli vom Islamischen Zentralrat. Die Kopfbedeckung einer muslimischen Frau sei nicht gleichzusetzen mit den anderen Kopfbedeckungen, die etwa zum Schutz vor Kälte getragen würden, sagte sie weiter. Notfalls werde man bis vor das Bundesgericht gehen und nach politischen Wegen für die Lösung dieses Problems suchen, hieß es weiter vom IRZ. (ab)</p>
]]></content:encoded><category>International</category>
<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 09:30:00 +0200</pubDate>
</item><item>
<title>Schakfeh: „Viele Österreicher haben ein falsches Bild vom Islam“</title>
<link>http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/08/26/schakfeh-viele-oesterreicher-haben-ein-falsches-bild-vom-islam.html</link>
<description>Mit dem Wunsch nach mehr Moscheen hat der scheidende Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) eine Protestwelle ausgelöst. Zu Unrecht, stellt Schakfeh fest. Der Protest sei unter anderem darauf zurückzuführen, dass viele Österreicher ein falsches Bild vom Islam hätten, was wiederum auf die hetzerischen Äußerungen einiger rechtsgerichteter Parteien zurückzuführen sei. Wenn Moscheen zunehmend zum Alltag gehörten, würde das Verständnis der Österreicher für den Islam wachsen, sagte Schakfeh in einem Interview mit der österreichischen Nachrichtenagentur APA.</description><content:encoded><![CDATA[
<p class="bodytext">„Eine Moschee ist keine Bedrohung, sondern vielmehr ein Ort der Besinnung und des Gebetes. Ein Ort, wo man sich mit anderen trifft und Freundschaften schließt&quot;, sagte der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich und plädierte darüberhinaus für Verwaltungsstellen und Informationsstellen in jeder Landeshauptstadt, die Menschen hierüber aufklären. Auf lange Sicht könne man Menschen nicht verbieten, ihre wirkliche religiöse Freiheit, die verfassungsgeschützt ist, auszuüben&quot;, argumentiert Anas Schakfeh. Ein Minarett sei zwar religiös nicht vorgeschrieben, &quot;aber eine Kirche hat eine Struktur, eine Architektur. Und eine Moschee hat auch eine Architektur.&quot; </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Man könne jedoch über die Ausgestaltung der Türme, etwa die Höhe, sprechen. Auch Lautsprecher, über die die Gebetsrufe verkündet werden, müssten nicht unbedingt sein. Rund eine halbe Million Muslime gibt es in Österreich, für die es zu wenige Bethäuser gebe. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Auch im Namen der offenen Gesellschaft sei eine Moschee keine Bedrohung, da „eine Moschee nicht versteckt sein solle. Denn versteckte Dinge seien immer problematisch und verdächtig. „Wir wollen weder problematisch, noch verdächtig sein, sondern ganz normale Bürger und Bürgerinnen des Landes&quot;, betonte Schakfeh. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Dass viele Österreicher ein falsches Meinungsbild vom Islam hätten, sei unter anderem auf hetzerische Äußerungen einiger rechtsgerichteter Parteien zurückzuführen, die damit auf mehr Stimmenfang gingen. Es sei eine Beleidigung einer großen Religion, dass neue Moscheen als „Brutstätten für radikale Islamisten“ dienten, wie die FPÖ in den vergangenen Tagen behauptete. „Das ist das Wahlprogramm dieser Partei, denn anscheinend hat sie kein anderes Programm außer Fremdenfeindlichkeit&quot;, so Schakfeh weiter. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Nur durch offenes Zusammenleben mit Menschen muslimischen Glaubens seien diese Vorurteile abbaubar, unterstrich der IGGiÖ-Vorsitzender und sagte: „Wenn man uns besser kennen lernt, dann wird man auch dieses Bild korrigieren.“ (ab)</p>
]]></content:encoded><category>International</category>
<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 09:00:00 +0200</pubDate>
</item></channel></rss>